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4. September 2012 2 04 /09 /September /2012 23:25

Da es gestern mit Blog bearbeiten relativ spät wurde, stellten wir heute den Wecker auf 7.30 Uhr. Das Frühstück war heute beim Hotel inbegriffen, also begaben wir uns nach der Morgentoilette zum Frühstücksraum. Wir mampften ein flottes Zmorge mit Toast, Omeletten und Jogurt.

 

Kurz vor 9.00 Uhr starteten wir unseren heutigen Fahrtag. Wollten wir heute doch so weit Richtung Salt Lake City kommen, wie nur möglich. Zuerst wollten wir aber noch kurz an den Lake Tahoe. Eigentlich hätten wir einen anderen Weg auf den Hügelzug der Sierra Nevada nehmen wollen, Franzi wollte es aber anders. Ortsunkundige glauben in diesem Fall besser dem Navi…

 

Wir erreichten den Lake Tahoe bei Lakeridge, am Ostufer. Hier konnten wir den See von einem herrlichen Aussichtspunkt Namens Logan Shoals bewundern. Wir schossen einige Fotos der wunderschönen Landschaft und streiften noch etwas durch die Waldlandschaft, den See immer im Blickfeld. Der in 1900m Höhe liegende See besticht durch das tiefe Azurblaue Wasser. Er bedeckt eine Fläche von 520m2 und ist stellenweise fast 500m tief. Ringsum überragen den See Berge, welche alle über 2000m hoch sind.

 

Kurz nach 10.00 Uhr war dann fertig lustig. Wir starteten Richtung Norden. Zuerst ging’s den gleichen Weg wieder zurück Unterwegs musste noch die coolen Bären-Warnschilder auf die Speicherkarte. In der Hauptstadt Nevadas, Carson City, bogen wir nach Norden, Richtung Reno ab. Unterwegs auf dem Highway 395 verlor uns Franzi noch völlig aus den Augen, da wir ein Stück auf einer nigelnagelneuen Autobahn fahren konnten.

In Reno machten wir einen kurzen und erstmaligen Halt in einem Starbucks, dies hat Karin wohl verdient. :-) Anschliessend übernahm Karin das Steuer und wir fuhren auf der Interstate 80 Richtung Salt Lake City los. Unterwegs entschlossen wir uns, dass wir nicht den direkten, langweiligen Weg über die Autobahn nehmen, sondern, dass wir ab Fernley auf der Strasse 50 quer durch die Prärie fahren wollen. Die 50er wird auch „Loneliest Road in America“ genannt. Wollten wir das doch sehen.

 

Bis Fallon waren wir gar nicht alleine. Anschliessend wurde die Gegend wirklich einsamer und es hatte immer weniger Verkehr. Die Strasse führte über weite Prärielandschaften des wilden Westens auf Hochebenen zwischen 1000m und 2300m über Meer.

 

In Austin machten wir einen Zmittag und WC-Stopp. Das schmucke Wild-West-Dörflein war äusserst fotogen und bei der Tankstelle konnten wir etwas zum Trinken kaufen, die Blase leeren und draussen auf einem Bänklein mal unsere Erdbeeren essen.

 

Häufig fuhren wir Meilenweit über schnurgerade Strassen. Wir suchten die längste gerade Strasse. Diese fanden wir dann etwas nach Austin, als 22 Meilen (35.4km) lang keine einzige Kurve anzutreffen war. Nach ein paar weiteren geraden Strecken, welche aber nicht mehr so lange war, erreichten wir das Dörfchen, Eureka, welches auch ganz schmucke Wild-West-Häuschen bot. Wir fuhren weiter nach Ely. Dort mussten wir uns entscheiden, welchen Weg wir nun einschlagen wollten. Weiter über die 50er, oder nun mal auf der 93er Richtung Salt Lake. Wir entschlossen uns für den kürzeren Weg nach Salt Lake. Da es schon 17.15 Uhr war beschlossen wir, Wendover an der Interstate 80 als Tagesziel zu setzten. Dies ist nach 111 Meilen ab Ely die nächste Übernachtungsmöglichkeit.

 

Weiter ging’s durchs Steptoe Valley und über ein paar Pässe in der wunderbaren Abendsonne nach Nordosten. Wendover erreichten wir eigentlich um 19.05 Uhr. Da Wendover aber bereits im Staat Utah ist und dort die Zeitzone MESZ -8 gilt, war es eben bereits 20.05 Uhr. Auch hier versuchten wir ein Best Western Hotel anzufahren, aber auch da versagte unser Franzi wie schon gestern… Egal, wir nahmen das Comfort Inn und bekamen auch dort ein Zimmer.

 

Wir versorgen kurz Sack und Pack im Zimmer und gingen dann ins Casino Montego Bay und mussten dort zwischen den Spielautomaten zuerst ein Restaurant suchen. Wir fanden das Romanza Restaurant und kehrten da ein. Beide bestellten Sirloin Steaks, 12oz… Zur Vorspeise war noch eine Minestrone-Suppe inklusive, womit das ganze Essen sehr fein war, aber etwas viel wurde.

Nach dem Essen setzten wir uns noch kurz einen, zwei Spielautomaten und verpufften ein paar Dollars, genau genommen 2… :-) Schliesslich war es aber schon spät und unsere Lieblings-Roulette-Maschine fanden wir hier leider nicht.

 

Bei tropischen Temperaturen gingen wir zurück zum Comfort Inn und widmeten uns noch dem Blog.

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3. September 2012 1 03 /09 /September /2012 23:13
Der Wecker wurde heute auf 7.00 Uhr gestellt. Gebraucht haben wir den aber nicht. Wir waren bereits um 06.45 Uhr wach. Also halt, ab unter die Dusche und frühstücken. Kurz nach 8.00 Uhr verliessen wir unser Zimmer und luden den ganzen Bazar in den Dodge.

Nun stand Auschecken auf dem Programm. Auf dem Parkplatz bei der Rezeption fanden wir aber unseren Zimmerschlüssel nicht mehr. So blieb uns halt nichts andres übrig, als den ganzen Weg zum Zimmer nochmals ab zu suchen. Und prompt fanden wir den Schlüssel auf dem Parkplatz. Herr Ryf hat den auf das Autodach gelegt und beim abfahren vergessen… Nun konnten wir doch noch auschecken und fuhren weiter.

Thomas sass wieder am Steuer, da Karin’s Gesundheitszustand sehr zu wünschen übrig lässt. Wir fuhren nochmals in das Yosemite Valley hinein und beobachteten Eichhörnchen bei der Morgentoilette. Wir steuerten diverse Aussichtspunkte an, welche wir gestern noch nicht gesehen hatten. Als alle Fotos geschossen waren, wollten wir das Visitor Center besuchen. An einer Abzweigung fuhren wir aber falsch und gingen bei der nächsten Möglichkeit rechts raus, um ein Wenden zum Besten zu geben. Als wir wieder retour fuhren, sahen wir prompt einen Hirsch auf der Wiese am grasen. Er war gar nicht scheu und wir konnten nahe an ihn ran, ohne ihn zu bedrängen. Nach gefühlten 40 Minuten – Herr Ryf hat immer etwas länger beim Fötelen – suchten wir nun das Visitor Center auf. Doch dieses war nur ein kleines Zelt und so verzichteten wir und fuhren weiter.

Wir fuhren nun ohne Umwege Richtung Tioga Pass. Unsere Fahrt führte hoch hinaus und an vielen Seen vorbei. Der erste See, wo wir einen Halt machten, war der Siesta See. Für Siesta war es noch ein bisschen früh, also entschieden wir uns, hier nur einen Apfel zu knabbern. Karin’s Gesundheitszustand wurde zunehmend schlechter, also warf sie hier ein Alca C ein, mit der Hoffnung auf schnelle Wirkung.

Unsere Fahrt ging nun weiter und beim Olmsted Point hielten wir das nächste Mal. Der Parkplatz war schon fast voll, aber für unseren Dodge fanden wir noch knapp eine Lücke. Vom Olmsted Point aus, sieht man wunderschön zum Half Dome rüber. Wir gingen zum höchsten Punkt rauf und dort stand auch eine einzelne Föhre oder so was ähnliches. Das perfekte Fotosujet für unseren Paparazzi. Doch wie das halt so ist mit den vielen Touris, alle stehen um dieses Bäumchen herum und kaum hat man eine Gelegenheit, diese ohne Personen zu fotografieren. Dann gibt es noch solche Trottels, die es sich direkt hinter der Tanne gemütlich machen und dort einfach sitzen bleiben, oder sich hinlegen und die Sonne geniessen. Wir warteten geduldig und wurden auch belohnt. Auf einmal war Aufbruchstimmung und wir konnten doch noch Fotos machen, ohne Obertouris drauf. So nun aber weiter, sonnst kommen wir nirgendwo hin.

Der Tenaya Lake war unser nächster Halt. Zugegeben, wir kamen nicht wirklich viel weiter, aber der See musste unbedingt auf unsere Speicherkarte. Verdammt war das schön dort. Und zum Glück war es gerade 12.00 Uhr Mittags und jeder Bünzlischweizer weiss, was das bedeutet!?!?! Genau Zmittags-Zeit! Wir parkierten unseren Dodge am Strassenrand und nahmen die Kühlbox mit an den See. Dort machten wir es uns auf einem Baumstamm gemütlich und mampften unser Zmittag, welches aus Schinkensandwich und Wassermelonen bestand. Karin konnte kaum das Zmittag fertig essen, wurde sie von Thomas herumdirigiert für Selbstauslöser-Fotos. Grrrr… :-)

Als es uns zu viele Leute hatte (heute ist in den USA Labor-Day, alle haben also frei…), verliessen wir den See und luden unsere Kühlbox wieder in das Auto, wo Karin das Zepter über unseren Dodge übernahm. Als wir gerade dabei waren einzusteigen, hat uns ein Typ angesprochen, ob wir zufälligerweise Richtung Toulumne Meadows fuhren und ob wir ihn mitnehmen könnten. Wir hatten erbarmen mit dem Jungen aus Massachusetts mit dem Skateboard und nahmen ihn mit.

Doch kurz vor Toulumne Meadows war es wieder so schön und wir mussten einen Fotostopp einlegen. Der Skater nahm somit die letzten paar Meter, oder besser gesagt Meilen, noch mit dem Skateboard auf sich und wir verabschiedeten uns von ihm.

Wir standen unmittelbar vor dem Pothole Dome. Von dort oben müsste man bestimmt eine grandiose Aussicht über das ganze Tal haben. Thomas krakselte in 5 Minuten hoch, derweilen Karin unten mit Schnudderen und Husten beschäftigt war. Jaaaa Frau Ryf hat die Grippe eingefangen – super Timing oder? Als Thomas wieder unten bei Karin war, konnte die Reise weiter gehen, aber nicht für lange. Denn nach ca. 2 Fahrminuten war schon wieder ein schöner Bach zu sehen, wo auch wieder ein paar Maultierhirsche grasten. Natürlich mussten diese auch noch abgelichtet werden. So jetzt aber definitiv weiter.

Ohne Halt fuhren wir über die Passstrasse bis zum obersten Punkt vom Tioga Pass. Die Passhöhe befindet sich auf 9945 Fuss (3031 Meter). Dort mussten wir natürlich anhalten und das Passschild fötelen, wie auch der Stau, welcher sich beim Parkeingang vor dem Kassenhäuschen gebildet hatte. Als alles auf unserer Speicherkarte verewigt war, waren wir bereit, den Yosemite Park endgültig zu verlassen! Wir fuhren alles hinunter bis Lee Vining. Dort gönnten wir uns bei der Beiz/Tankstellenshop eine Fahrpause und kauften ein Glace, welches wir am Schatten assen.

Unsere nächste Station war der Mono Lake. Oder besser gesagt das South Tufa Reserve. Dort führte ein Weg zu den sogenannten Tufas (Truffstein) am und im tiefblauen Wasser. Diese Tufas sind Kalziumkarbonatformationen, welche durch Ablagerungen der hochdrängenden Quellflüsse entstanden. Sie wuchsen im Laufe der Jahrtausende aus dem Wasser, bzw. wurden durch Reduzierung des Wasserstandes freigelegt. In den Tufas sieht man auch diverse Tiere. So hat Karin ein Kamel, einen Bär, ein Murmeli, eine Schnecke und noch viele andere Tiere gesehen. Ob das wohl mehr am Alca C liegt??? Das Wasser im Mono Lake ist übrigens 2.5x Salzhaltiger als das Meer. Wir liefen den Rundweg ab und schossen unzählige Fotos.

Nun war es bereits später Nachmittag und unser nächstes Ziel war Ghost Town Bodie. Den hiesigen Ballenberg. Um 17.20 Uhr erreichten wir den Parkeingang und mussten 7$ Eintritt pro Person bezahlen und wurden darauf hingewiesen, dass der Park um 18.00 Uhr schliesst. Die Geisterstadt war nicht sehr gross und so konnten wir fast alles sehen. Um exakt 18.00 Uhr begann der Ranger seine Tour und warf die Touris raus. Thomas war gerade am Fötelen als es auf einmal hiess „Sir, make your final Picture! The Park is closing now“… :o) Was gibt es über die Geisterstadt zu sagen. Sie entstand aus einem Goldrausch in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, verlor aber nach und nach seine Bevölkerung von über 10'000 Einwohner und wurde in den 1930er- Jahren ganz verlassen. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit (auf 2550 Meter) blieben viele Gebäude und Gerätschaften relativ gut erhalten.

Kurz nach 18.00 Uhr verliessen wir Bodie und fuhren die knapp 13 Meilen (3 davon auf Schotter) wieder zurück zur Hauptstrasse. Dort bogen wir rechts ab und fuhren in den Sonnenuntergang hinein. In der Ortschaft Bridgeport mussten wir zum ersten Mal unseren Tank füllen und fuhren anschliessend noch ca. 80 Meilen bis zu unserem heutigen Tagesziel Minden. Wir steuerten zuerst das Best Western an der Lucerne Street an, doch als wir dort ankamen, war weit und breit kein Best Western zu sehen. Kleiner Streich von Franzi :o). Also fuhren wir weiter und fanden das Holiday Inn Express. Dort gingen wir rein und fragten nach einem Zimmer. Sie hatten eines frei und wir checkten gleich ein. War es doch bereits 20.30 Uhr und die Müdigkeit hinderte uns am weitersuchen.

Wir verstauten unsere Sachen im Zimmer und gingen anschliessen noch in den benachbarten Subway. Dort stellten wir unser Sandwich to go zusammen und verspiesen dieses in unserem Zimmer. Dort haben wir noch Blog geschrieben, Fotos sortiert und den Blog aktualisiert. Danach gab es kurz vor Mitternacht auch Feierabend.

Ach ja, wir haben heute California verlassen und befinden uns im Las Vegas-Staat Nevada!
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2. September 2012 7 02 /09 /September /2012 23:50

Der Wecker meldete sich heute um 8.00 Uhr. Wir packten unsere Sachen zusammen, schliesslich begann heute unser Roadtrip. Zuerst brauchten wir aber noch ein Frühstück. Da uns das Frühstück im Hotel zu teuer war, suchten wir uns eine andere Bude. Diese fanden wir dann auch an der Cabel-Car-Linie. Wir fresten ein flottes Frühstück mir Scrambled Eggs, Bacon und Toast ein.

 

Anschliessend ging’s zurück ins Hotel und wir holten unsere 7 Sachen. Nach dem Check-out gingen wir zum Parkhaus, bezahlten Mal die Parkgebühr und suchten anschliessend unseren Schlitten. Wir richteten ihn ein und dann steuerte uns Thömu aus dem Parkhaus und weiter aus San Francisco raus. Einzig die doofe Innenbeleuchtung konnten wir bis jetzt noch nicht ausschalten. Diese lief scheinbar die ganze Zeit, glücklicherweise scheint die Batterie noch gut zu sein.

 

Die Fahrt aus Frisco raus begann mit einem Brückenmaraton durch den Nebel. Später wurde die Landschaft mehrheitlich steppenhaft (verdorrtes Gras und ein paar Bäume) bis wir Oakdale erreichten. Dies ist der letzte grössere Ort vor dem Yosemite-Nationalpark, also mussten wir unbedingt mal etwas einkaufen. Im dortigen Save Market deckten wir uns reichlich mit Proviant ein. Mit dabei war ein Sack voller Eiswürfel, damit wir unsere Kühltasche kühlen konnten. Die Elemente konnten wir im automatisch abrechnenden Kühlschrank des Frisco-Hotels nicht vorkühlen.

 

Vollgepackt ging nun unsere Fahrt Richtung Yosemite weiter. Über kurvenreiche Strassen ging’s ziemlich bergauf und auch wieder bergab, bis wir vor dem Parkeingang standen. Dort mussten wir mal den Annual Pass für 80$ kaufen, sozusagen das Saisonabo für die amerikanischen Nationalparks.

Das Yosemite Valley erreichten wir über die Big Oak Flat Road. Unsere Chips-Säcke überlebten nicht einmal diese Fahrt, sondern explodierten schon vorher, bei rund 1500m.ü.M… Hoch über dem Tal konnten wir an einer stark bevölkerten Aussichtsplattform einen ersten Blick ins Tal werfen. Wow, so haben wir es letztes Mal, als alles verhangen war, nicht gesehen. Klare Sicht übers ganze Tal bis zum Half Dome, dem markanten Wahrzeichen des Tales.

 

Im Yosemite Valley (1218m.ü.M.) angekommen machten wir noch eine absichtliche Ehrenrunde durch die One-Way-Strassen, wollten wir doch noch einen Blick bei Valley View ergattern. Zuerst fanden wir aber noch einen anderen sehenswerten Haltepunkt beim Bridalveil Fall. Der Wasserfall war nicht besonders schön, war er doch fast ausgetrocknet. Doch der Berg El Capitan war umso schöner. Ausserdem sahen wir in den glatten Felswänden doch tatsächlich ein paar Kletterer. Dann aber weiter zum Valley View: Was für ein Anblick! Die schönen Berge spiegelten sich im ruhigen, klaren Fluss. Einfach traumhaft. Wir konnten uns kaum satt sehen.

Dennoch mussten wir weiter, wollten wir doch heute noch an den Glacier Point. Den nächsten Halt mussten wir aber schon bei Tunnel View machen. Auch da bot sich ein viel schöneres Bild als noch vor 2 Jahren. Kein Wunder, bei diesem Wetter. Wir waren jedoch nicht die einzigen. Scharen von Touris waren ebenfalls da.

Weiter ging’s auf der Wawona Road bis zur Abzweigung Glacier Road. Dieser Entlang ging’s bis zum Glacier Point auf 2199m.ü.M. Schon vor dem Glacier Point mussten wir einige Male anhalten und die atemberaubende Aussicht über den Yosemite-NP geniessen. Unterwegs sahen wir auch unser erstes Wildtier der Reise, ein Rehlein.

 

Die Aussicht am Wahsburn Point war schon überwältigend. Aber der Glacier Point bot schon noch einiges mehr. Zuerst mussten wir jedoch einen Parkplatz suchen, was am Sonntag vor dem Labor-Day nicht ganz einfach war, aber wir konnten unser Chäri auch noch parken. Anschliessend genossen wir die herrliche Aussicht vom Yosemite Valley bis zum Half Dome und noch weiter. Die Felswände fielen fast senkrecht bis in die Talsohle runter. Thömu war mit fötelen kaum mehr zu bremsen.

Etwas nach 18.00 Uhr wollten wir uns wieder auf den Weg zurück machen. Doch zuerst mussten noch die ersten 5 Maultierhirsche (Mule Deer) unserer Reise auf die Speicherkarte gebrannt werden. 2 schafften es, Mama mit den beiden Jungen waren Thömu zu schnell.

Auf der Glacier Road talwärts blendete die tief stehende Abendsonne wahnsinnig, dennoch sah Karin der erste Bär der Reise: Ein Schwarzbär mampfte gemütlich im Wald. Leider konnte man dort nirgends anhalten, also entging Thömu sein erster Bär in freier Wildbahn und muss weiterhin warten…

Bei Tunnel View machten wir dann nochmals einen Stopp und bewunderten das Yosemite-Valley in der Abendsonne.

 

Dann war es aber Zeit fürs Nachtessen. Vor lauter schöner Landschaften haben wir heute fast das Essen vergessen, hatten wir also nur eine Banane und einen Farmer gemampft.

Wir fuhren nach El Portal, wo wir die Yosemite View Lodge gebucht hatten.

Wir bekamen unser Zimmer im Maple-Haustrack. Dieses bezogen wir rasch, dann gingen wir zur Beiz, knurrten unsre Mägen doch ziemlich. Es waren gerade keine Tische frei, also bekamen wir einen Pager. Dieser nahmen wir mit aufs Zimmer, so konnten wir die Wartezeit von den angegebenen 20 Minuten gut überbrücken.

 

Nach ca. 15 Minuten meldete sich bereits der Pager. Also ab zum Restaurant. Karin bestellte sich ein Gemüseteller und Thömu Prime-Rip. Beides war nicht schlecht, aber wir assen auch schon besser.

Als wir fertig gemampft und bezahlt hatten, wollten wir zurück zum Zimmer. Und was sahen wir da draussen? Waschbären machten sich auf der Terrasse der Pizzeria gemütlich… :-)

 

Zurück im Zimmer legte sich die erkältete Karin frühzeitig ins Bett und Thömu kämpfte sich noch durch den Blog. Da wir kein Internet hatten, musste nur der Blog geschrieben werden und fertig, ade Merci!!

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1. September 2012 6 01 /09 /September /2012 23:59

Den Wecker haben wir heute Morgen auf 8.00 Uhr gestellt. Wach waren wir aber bereits um 7.00 Uhr und so standen wir halt auf. Nach einer Dusche, machten wir eine Erkundungstour. Wir liefen zur Cable Car Station an der Market Street und kauften uns dort einen ÖV-1 Tagespass. Wir hatten Glück und mussten noch nicht sooo lange anstehen, um mit den kultigen Cable Cars zu fahren. Es reichte uns bereits auf’s übernächste Bähndli. Wir fuhren bis zur Endstation am Fisherman’s Wharf der Linie Mason. Die letzten paar Blocks legten wir zu Fuss zurück und stiessen kurz darauf auf unsere Lieblingsbäckerei Boudin. Diese Bäckerei haben wir im Jahr 2010 entdeckt und wir freuten uns schon die ganze Zeit darauf. An der Kasse bestellen wir 2x traditional Breakfast mit 2 Cappuchinos und bezahlten diese. Danach mussten wir am anderen Ende des Ladens warten, bis unser Zmorge bereit war. Den Kaffee mussten wir an einem anderen Ort abholen. Kaffeetante Karin holte die Cappuchinos ab und Thomas wartete aufs Zmorge. Danach setzten wir uns an einen freien Tisch und genossen unser Frühstück.
 
Anschliessend schlenderten wir Richtung Pier 39. Es war noch nicht viel los und wir erkundigten uns über eine Velotour über die Golden Gate Bridge. Wir nahmen einen Prospekt mit und gingen weiter, da die Brücke noch im Nebel war. Wir schlenderten durch den Markt vom Pier 39 und besuchten die Seelöwen, welche es sich wie immer auf den Flossen bequem gemacht hatten. Wahrscheinlich hatten sie vor kurzem Geburtstag. Stand doch ein Happy Birthday Schild auf den Floosen.
 
Nachdem wir’s mit dem Seelöwengebrüll gesehen hatten, schlenderten wir dem Markt entlang wieder Richtung Ausgang. Dort bogen wir gleich wieder auf den nächsten Pier ein und sahen nun die Seelöwen von der anderen Seite. Als wir dort am fotografieren waren, kamen plötzlich Mänu und Janine. Wir quatschten ein bisschen und machten auch gleich für heute Abend zum Znacht ab.
 
So langsam verzog sich der Nebel über der Brücke und wir beschlossen, die Velotour jetzt zu starten. Wir hatten bereits ein bisschen Durst und so kauften wir uns an einem Stand noch Wasser. Als wir in der Warteschlange standen, sprach uns der Herr hinter uns an und fragte von wo wir seien und wie lange wir schon da waren etc. Karin plauderte ein bisschen mit dem Herrn und wurde von ihm sehr für ihr Englisch gelobt. :o) Boah! Nach dem Wasserkauf begaben wir uns zum Velovermietstand, füllten ein Formular aus, bekamen Instruktion für die möglichen Routen und begaben uns anschliessend zu den Veloausgabestation. Dort hat uns ein Angestellter gefragt, woher wir kommen und wir gaben uns als Schweizer zu erkennen. Danach sagte er, „ach, da braucht ihr die Instruktion ja nicht :o)“ Wir Schweizer sind wohl weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt für unsere Velokenntnisse :o) Wir bekamen einen Helm und ein Gummeli um die Füsse verpasst, checkten das Velo und danach ging es los.
 
Gemütlich fuhren wir dem Meer entlang und machten diverse Fotostopps. Beim Palace of fine Arts (bekannt aus dem Film "The Rocks") drehten wir eine Runde im Park und sahen ein Brautpaar. Karin schlug sofort Hooooochsig-Alarm :o) In Weiss war hier nicht die Braut, sondern der Bräutigam. Die Braut war in Blau gekleidet. Kitschig bis a Bach abä :o) So nun aber weiter. Wir fuhren mal Rauf, mal Runter bis zur Golden Gate Bridge. Dort mussten wir Velofahrer auf der West-Seite der Brücke fahren. Heute war die Ostseite nur für Fussgänger offen. Wir fuhren über die Brücke und drehten beim zweiten Pfeiler wieder. Bei der Rückfahrt gab es noch diverse Fotosessions. Als wir wieder auf der Ostseite waren, wollte Thomas die Stadt noch von der Brücke aus fotografieren. Er ging bis fast zum ersten Pfeiler und knipste die Fotos, derweilen Karin am Anfang der Brücke auf die Velos aufpasste und den Touris Informationen geben musste, wie man auf die andere Seite kommt. Sie sah wohl aus, wie eine GGB-Angestellte
 
Als wir es bei der Brücke gesehen hatten, fuhren wir den selben Weg wieder zurück. Unterwegs gönnten wir uns um 15.15 Uhr noch einen Hot Dog zum Zmittag. Der leckere Hot Dog haben wir gemütlich an der Sonne verspiesen. Danach fuhren wir in der autofreien Zone wieder ins Zentrum. Kurz vor dem Fisherman's Wharf kamen wir an eine One-Way-Strasse ud mussten wir uns entscheiden, wie wir zurück zum Per 39 gelangen. Wir entschieden uns, nicht einen Umweg zu fahren, sondern durch die völlig übervölkerten Strassen von Fisherman’s Warft zu gehen. Jaaaa, richtig gelesen, wir liefen,  Eingahn gilt uch da für Velos. Als wir da so am laufen waren, sagte Karin etwas zu Thomas und wurde doch prompt vom Typen neben ihr auf schweizerdeutsch angesprochen. Wir plauderten während dem gehen ein bisschen und sind nun extrem neidisch auf ihn. :o) Er ist, wie wir auch, gestern in Frisco angekommen und ist nun 4 Monate weg von Bern. Seine Destinationen sind USA, Hawaii, Australien und Fitschi… Hach wie schön!!! Bei der Backery trennten sich unsere Wege wieder und wir gaben beim Pier 39 unsere Velos ab. Danach begaben wir uns zur Cable Car Station. Dort hätte man ziemlich lange anstehen müssen und so beschlossen wir, zur nächsten Station zu gehen, um dort einzusteigen. Trick 77 sozusagen :o). Als das erste Cable Car kam, reichte es uns leider nicht auf dieses, aber bereits beim nächsten konnten wir einsteigen. An der Endstation Market-Street stiegen wir aus und gingen zurück in unser Hotel. Dort nahmen wir eine Dusche und machten uns langsam bereit für’s Nachtessen mit Mänu und Janine. Mit dem Tram gingen dieses Mal Richtung Pier 39 und trafen beim grossen Schiffssteuer, etwas nach 18.30 Uhr auf Mänu und Janine. Wir klapperten einige Restaurants ab, bis wir im einem Grotto fündig wurden. Wir gingen rein und bekamen 10 Minuten Wartefrist aufgebrummt. Nach weniger als 10 Minuten wurden wir an den Platz geführt und bestellten unser Znacht. Für Ryfs gab es Lachs und Felber’s nahmen Pasta mit Poulet. Das Essen war sehr lecker und nach dem bezahlen gingen wir Mammut-Freaks noch gleich in den Laden mit den Sportkleidern, wo unter anderem auch Mammut dabei war. Karin probierte diverse Jacken an, Thömu suchte ein Fleece für seine Trekkingjacke und Mänu suchte Pullis. Die Pullis, die Mänu probierte, wurden von den Frauen als furchtbar eingestuft und somit ging er leer aus. Thömu kaufte sich ein T-Shirt und Karin ein Langarm-Shirt.
 
Nun war es Zeit, sich definitiv von Felber’s zu verabschieden. Wir kauften uns noch kurz ein Brot und begaben uns anschliessen mit den Cable Car zurück zum Hotel. Im Hotel wurden wir nach dem Blogschreiben nicht mehr alt.
 
Karin möchte hier noch anfügen, dass sie bis jetzt noch in KEINEM Starbucks war. So langsam wird sie ranzig!!

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31. August 2012 5 31 /08 /August /2012 23:14
Um 7.30 Uhr machte sich heute Morgen der Wecker bemerkar. Wir wollten es gemütlich angehen. Thömu ging noch kurz ins Coop für die letzten Einkäufe und das Frühstück im Zug. 
Nachdem wir unsere Wohnung Feriensicher gemacht haben, verliessen wir unser Heim bei strömendem Regen und äusserst kühlen 11 Grad. Bei diesem Sauwetter bevorzugten wir es mit dem Bus an den Bahnhof zu fahren, wollten wir unsere Taschen nicht noch mehr bewässern.
Um 9.25 Uhr verliess unser Zug Spiez Richtung Zürich. Unterwegs frühstückten wir und lasen noch die letzte CH-Zeitung. 

In Zürich mussten wir noch recht lange anstehen, bis wir unser Gepäck aufgeben konnten. Anschliessend gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und den Zoll und weiter zum Gate E. 
Dort genehmigten wir uns an der Alpenblick-Bar, heute ohne Alpenblick, einen Kaffee und warteten, bis die Schlange beim Boarding kürzer wurde. 
Dann erblickten wir doch noch Karin's Arbeitskollege Mänu mit seiner Freundin Janine, welche zufälligerweise auf dem gleichen Flug waren. 
Nun hiess es aber einsteigen und unsere Plätze 26A und B einnehmen. 
Geplante Startzeit wäre 13.05 gewesen, das Gate verliessen wir ein paar Minuten später. Auf dem Rollfeld verzögerte sich die Sache auch noch ein bisschen, bis wir um 13.30 Uhr abhoben. Nach dem obligaten SWISS-Snack wurde schon bald das Essen serviert. Es gab Pouletgeschnetzeltes Zürcher Art, das heisst: Eben geschnetzeltes Poulet an Champignon-Rahmsauce, Rösti-Tätschli, Erbsli und Rüebli. Es war sehr fein!!!
Der Kapitän machte uns noch auf die Reiseroute gluschtig, welche über Island, Grönland, Kanada, Seattle führte. (74 Grad nördlich). Island bekamen wir nicht zu Gesicht, es hatte viele Wolken und wir waren wohl auch zu nördlich. Umso schöner war es dann, als wir Grönland erreichten. Zuerst Fjorde, dann kamen Gletscher und Eisberge hinzu, bis wir eine riesige Eiswüste überquerten. Alles Gletscher, soweit das Auge reichte. 
Später überquerten wir de kanadische Tajga, eine menschenlose Gegend mit unzähligen Seen.
Nach 10 Stunden im Flugi hätten wirs eigentlich gesehen, immerhin haben wir die Westküste erreicht. Da gab es auch noch zum letzten Mal etwas zu essen (Pizzabrot). 
Auf der Route nach Süden sahen wir noch den Mount Rainer und St. Helen. Ausserdem waren zum Teil riesige Rauchwolken von Waldbränden zu sehen.
Der Anflug auf Frisco war nicht sehr spektakulär, einzig Alcatraz sahen wir , der Rest war unter den Wolken. 

Um 16.30 Ortszeit landeten wir nach genau 12 Flugstunden. An der Immigration mussten wir relativ lange anstehen.  Das Gepäck bekamen wir rasch.  Dann warteten wir noch auf Mänu und Janine, was länger als angenommen dauerte. Dabei beobachteten wir noch einen Spürhund, welcher sein Frauchen ziemlich auf Trab hielt. 

Gemeinsam gingen wir zum AirTrain. Dieser führte uns zur Autovermietung und die anderen zwei zur U-Bahn in die Stadt.

Das Mietwagenprozedere bei Alamo ging relativ schnell und wir konten uns ein Auto auslesen: Dodge Charger, ein richtiger Amischlitten.
Wir beluden den Schlitten, installiertet Franz, welcher uns erstaunlich rasch fand. Dann konnte es losgehen und Thömu steuerte uns schnurstracks auf den  Highway. In die Innenstadt gelangten wir auch schnell. Dann wurde es trotz Navi etwas schwieriger. Franzi wollte noch etwas weiter, aber für die 4th Street war eine Umleitung signalisiert, die im Nirvana endete... Also nochmals einen Kreis um ein paar Blöcke. Als wir dann vor dem Hotel standen, wurden wir für die Autoeinfahrt nochmals um eine Ehrenrunde gebeten. Als wir dann in der Hoteleinfahrt standen wurde uns der Preis fürs Parken genannt: 60$ pro Nacht!!!??? Bei der Buchung des Hotel wurde die Hälfte des Betrages genannt. Für ein Parking dieser Preisklasse durften wir aber noch einmal eine letzt Ehrenrunde drehen...

Nachdem da Auto im Parkhaus parkiert war, konnten wir nun einchecken. Wir bekamen ein schön grosses Zimmer mit riesigem Bett. 
Wir deponierten nur kurz unsere Sachen und gingen anschliessend in die nächste Beiz. Dort bestellten wir noch etwas vom Huhn. 
Nachdem wir fast alles aufgegessen hatten, gingen wir zurück ins Hotel. Um 6.15 Uhr Schweizer Zeit waren wir um 21.15 Uhr dann doch noch im Bett und waren sofort weg.
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30. August 2012 4 30 /08 /August /2012 19:56

startklarSo, die Taschen sind gepackt, das Check-In ist erledigt und unser Reisemaskottchen Mrs. Jack und Jack Junior ist ganz "zablig" einen neuen Kontinent zu besuchen.

Um 9.25 Uhr startet unsere Reise mit der Zugfahrt nach Zürich. Dort heben wir voraussichtlich um 13.05 Uhr mit der SWISS nach San Francisco ab.

Wenn es gut geht, werdet ihr am Samstag Morgen (Schweizer Zeit) hier von uns lesen können.

Bis dann!

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28. August 2012 2 28 /08 /August /2012 23:47

Nur noch wenige Tage und wir verreisen wieder einmal! :-)

Am Freitag, 31.08. starten wir in Zürich um 13.05 Uhr mit dem SWISS-Flug LX038 - Ziel San Francisco. Dort lassen wir uns für zwei Nächte zur anklimatisierung nieder.  

Am Sonntag 2. September fahren wir mit einem Mietwagen Richtung Yosemite Nationalpark los. Dann geht es quer duchs Land über Salt Lake City zum Yellowstone Nationalpark, in welchem wir vom 6. bis 9. September auf Elch, Bison und Bärenjagt sein werden. :-)

Anschliessend fahren wir voraussichtlich über den Glacier Nationalpark, der Grenze zu Kanada entlang nach Vancouver und schlussendlich wieder zurück nach San Francisco. Da haben wir noch gar nix gebucht, lassen wir uns einfach treiben.

Das würde dann ungefähr so aussehen: karte


In Frisco müssen wir spätestens am 22. September um 19.35 Uhr in unseren SWISS-Flugi LX039 nach Zürich steigen. Dort kommen wir am 23. September um 15.40 an. Daran wollen wir jetzt aber noch nicht denken.


Natürlich wollen wir euch hier auf unserem Blog möglichst aktuell mit Text und Bild auf dem laufenden halten.

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13. Mai 2012 7 13 /05 /Mai /2012 16:58

Heute stellten wir den Wecker bereits auf 6.45 Uhr. Schliesslich wollten (oder doch eher mussten?) wir um 9.45 Uhr Richtung Zürich abheben.

Morgentoilette und Packen waren unsere ersten Aktivitäten. Dann ging’s zum Frühstücksbuffet, welches auch hier tiptop war. Anschliessend noch den Rest einpacken und auschecken.

 

Dann gingen wir zum Terminal, wo wir zuerst mit unseren Handy-Boardingkarte eincheckten. Das funktionierte sogar! :-) Karin begab sich noch zum Tax-Refund-Schalter, wo sie noch die Mehrwertsteuer ihres Norwegen-Pullis zurückforderte.

 

Die Sicherheitskontrolle nahmen sie hier äusserst genau, dachten wir auf jeden Fall. Ein Herr musste fast die Hosen runter lassen – vor all den anderen Leuten und ein Flughafenangestellter machte bei einer Passagierin die genaue Betatschungsarbeit. Bei Thömu piepste der Detektor, obwohl er kein bisschen Metall mehr auf sich hatte. Später  bemerkten wir, dass wir noch zwei Sackmesser im Handgepäck haben… uuups, zum Glück haben die das nicht gemerkt. :-)

 

Nun stellten wir fest, dass unser Flug mit ca. 40 Minuten später abfliegen wird. Super, merci viu mau! Da hätten wir noch eine Weile länger schlafen können…

Am Gate vertrieben wir uns die Zeit mit dem Blogschreiben und im Gratis-Internet surfen. Endlich tauchte um 9.55 Uhr doch noch ein Flugi mit dem Schweizerkreuz auf. Um 10.15 sassen bereits alle im Airbus A319-112. Da gerade kein Slot vorhanden war, durften wir immer noch 20 Minuten auf den Start warten. Endlich konnten um 10.40 Uhr Flug LX1211 Richtung Zürich starten.

 

Beim Start konnten wir nochmals einen Blick auf Oslo werfen, sahen sogar noch unser Hotel, wo wir die ersten Nächte in Norwegen nächtigten. :-)

Im Gegensatz zum Hinflug, wo es ja nichts zum Essen gab, war dies hier ein regelrechter, kulinarischer Höhenflug. Es gab ein feines Pizzabrot  und zum Dessert noch das obligate Swiss-Schöggeli. :-)

 

Nach einer Flugzeit von 2h05min landeten wir nach etlichen Rundflügen über Süddeutschland um 12.45 Uhr mit 40 Minuten Verspätung in Zürich. Die Landung war bei der Bise etwas ruppig, aber unser Pilot machte das tiptop.

Nachdem wir unser Gepäck hatten, kauften wir im Migros noch gleich das Nötigste ein, dann gingen wir aufs Perron für den 13.40-Zug. Karin bemerkte, dass wir noch etwas Zeit hatten, also ging sie schnurstracks ins Starbucks und brachte zwei Käfelis mit auf den Zug.

 

Somit sind unsere Feien und auch dieser Blog zu Ende. Wir sind gesund und munter zu Hause angekommen und freuen uns schon auf die nächsten Ferien.

Ja, ab dem 31. August könnt ihr uns an dieser Stelle auf unserer Reise durch den Nordwesten der USA begleiten! Bis dann und vielen Dank für die Gästebucheintragungen und die Kommentare :o)

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12. Mai 2012 6 12 /05 /Mai /2012 23:09

Einmal mehr wurden wir um 7.30 Uhr vom Wecker aus den Federn gerissen. Auch in diesem Hotel war das Frühstücksbuffet sehr reichhaltig und lecker. Wir schlugen uns auf jeden Fall die Mägen voll, damit wir möglichst weit ohne Verpflegungsstopp auskommen.

 

Etwas nach 9.00 Uhr checkten wir aus und gingen mit dem Gepäck zu unserem Auto. Karin steuerte uns stadtauswärts und wir fuhren ein erstes Stück auf der Autobahn. Bald einmal erreichten wir Lillesand, gemäss Reiseführer ein schönes Dörfchen der „weissen Perle“. Der verschlafene Ort sah zwar härzig aus, aber viel zu sehen gab es absolut nicht. Also nichts wie weiter!

 

Das Autobahnfahren wurde uns bald zu langweilig und auch die immer wiederkehrenden Zollstellen (sind ja mal gespannt, was wir da für eine Strassenzoll-Abrechnung erhalten) nervten uns, also gingen wir ein Stück auf die Hauptstrasse weiter. Bald einmal erreichten wir Arendal (bei der Autobahnausfahrt mussten wir zum ersten Mal, nach 1’043km den Tank füllen), scheinbar das Venedig des Nordens. Die Wasserkanäle werden „schiins“ nach der Zuschüttung erst wieder ausgebaggert, also, sah man noch nichts von Venedig. Am Hafen genehmigten wir uns aber einen Kaffee und diesen sogar draussen :-). Die Servierdüse war zwar alles andere als motiviert, aber was soll’s… :-). Nach einem kurzen Hafenbummel suchten wir wieder unser Auto auf und fuhren über die Strasse 410 weiter der durch die Küstenwälder. Nach Tvedestrand fuhren wir wieder auf die Autobahn, wollten wir doch mal etwas Zeit gutmachen. Unterwegs kauften wir uns in einem Spar noch etwas zum Knabbern.

 

Unser Nächstes Ziel war das Städtchen Kragerø. Da hat nun der Reiseführer nicht zuviel versprochen. Ein härziges Städtchen mit bunten Häusern am Hafen, engen Gässchen und vielen Beizlis. In einer Glacé-Bude bestellten wir uns mal ein Glacé. Karin ein Soft-Ice mit Schoko-Überzug und Thömu zwei Kugeln Möwenpick-Glacé :-). Damit schlenderten wir durchs Städtchen und gwunderten ein bisschen herum. Bald verliessen wir aber auch diesen schönen Ort und fuhren weiter.

 

Als nächstes steuerten wir Ula an. Ula solle den schönsten Strand weit und breit haben. Das ist doch was für Thömu’s Sandsammlung. Wir mussten unseren Pöscho auf einem unwegsam erreichbaren Parkplatz stellen und den Rest zu Fuss zurücklegen. Nach 5-minütigem Fussmarsch standen wir am schönen Strand eingebettet in die typisch norwegischen, abgeschliffenen Felsen.

Also, Sand stibitzen, Fotos machen, Zvieri näh und weiter! :-)

 

Wir hatten nun noch den letzten Ausflug auf unserem Norwegen-Tripp vor uns. Die Insel Tjøme mit dem Südzipfel „Verdens Ende“, was nichts anderes als „Ende der Welt“ bedeutet. Die Fahrt dorthin war ziemlich umständlich. Wir mussten durch Tønsberg fahren, was uns relativ viel Verkehr bescherte und dann waren auf der 30km-Strecke fast bei jedem Fussgängerstreifen so doofe Verkehrsberuhigungsbuckel…

Aber wir erreichten das Ende der Welt doch noch. Begleitet, wie schon fast den ganzen Tag von der Sonne. Jaaaa heute war richtig Sonnenbrillenwetter. Auch am Ende der Welt muss man noch ein paar Meter zu Fuss zurücklegen (ja eigentlich auch die lieben Töfffahrer, die durchs Fahrverbot am liebsten auf die Klippenfelsen fahren…).

Dort steht auch so ein coolo Steinhüttchen mit einem sogenannten Wippfeuer. Damit konnte auf ein naheliegendes Restaurant aufmerksam gemacht werden. Auch sonst war es da draussen ganz schön. Ruhiges Meer und schöne, geschliffene Felsen prägten das Landschaftsbild.

Hier machten wir auch den zweiten Zvieristopp.

 

Nun fütterten wir noch Franzi mit der Zieldestination Oslo Flughafen, Hotel Park Inn – dann gab es grosse Augen, mussten wir doch noch über zwei Stunden Autofahren… :-o. Wir haben nicht damit gerechnet, dass der Flughafen von Oslo noch 50km ausserhalb der Stadt ist.

Nichts desto Trotz setzte sich Thömu ans Steuer und kurvte los. Einziges Foto gab es noch an einer coolen Retro-BP-Tankstelle. Dann gingen wir auf direktestem Weg auf die Autobahn und quer durch Oslo hindurch, zum Flughafen. Diesen erreichten wir um 19.20 Uhr und dabei sahen wir gerade ein Stück Heimat – ein Swiss-Flugi stieg gerade in den Abendhimmel

 

Im Hotel Park Inn checkten wir ein und fragten, ob sie wissen, wo wir den Wagen zurückgeben müssten. Wir bekamen eine Anweisung, wo wir durchfahren müssen. Wir fanden aber nichts, was nach Hertz aussah. Also versuchten wir es mit Franzi. Auch da wurden wir ins Niemandsland, vor verschlossene Flughafenschranken, geschickt. Eh, tanken mussten wir ja sowieso auch noch.

Dann begannen wir nochmals von Vorne und steuerten Terminal 1 an. Und siehe da, plötzlich sahen wir auch etwas von Mietwagen. Wir mussten noch ein paar Kurven durchs Parkhaus ziehen, Auto platzieren und schon konnten wir im Terminal den Schlüssel abgeben. Zum Hotel ging’s zu Fuss, aber auch in diesen 5 Minuten gibt es etwas zu berichten: Eine scheinbar automatische Schranke wurde für einen Bus nicht geöffnet. 5cm vor der Barriere konnte der Bus noch eine Vollbremsung machen. Die Barriere wollte einfach nicht auf. Und was macht der Chauffeur? Statt einen anderen Weg zu suchen, fährt er die Schranke einfach über den Haufen… zzz

 

Zurück im Hotel hingen wir gleich ins RBG-Restaurant, wo wir uns noch ein letztes Mal norwegischen Lachs bestellten. Das Essen war sehr fein und rundete unsere Ferien schön ab.

 

Anschliessend sortierten wir im Zimmer noch unsere 7 Sachen, schrieben Blog, bevor es dann bald einmal Feierabend gab.

 

 

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11. Mai 2012 5 11 /05 /Mai /2012 22:45

Wie schon oft, weckte uns Pink um 7.30 Uhr. Im Zimmer war es noch ziemlich dunkel, im Gegensatz zu gestern Morgen. Wir bedienten uns frisch geduscht am sehr reichhaltigen Frühstücksbuffet, packten anschliessend unseren Bazar zusammen und sagten dem coolen Zimmer Tschüss. Wir checkten aus und mussten zuerst die happige Parkgebühr von 30 Stutz des Parkhauses bezahlen. Thomas konnte somit glich mal Münz los werden.

 

Nun suchten wir unseren Pöscho auf und verstauten alles und schon konnte es losgehen. Karin fuhr auf der Autobahn aus dem regnerischen Stavanger raus, Richtung Küste. Die Landschaft auf unserer Fahrt war völlig anders als die letzten Tage. Es war richtig Flach. Bestimmt das Holland von Norwegen :oD.

 

Unterwegs wollte unser Paparazzi ein Foto von der Küstenlandschaft knipsen. Da wir vor wenigen Minuten aber gerade einen Schnaagi-Traktor überholt hatten, musste er sich beeilen. Den Turbo-Karin wollte diese Schnecke nicht noch einmal vor sich haben. Raus – 2 Knipps – Rein – Weg.

 

Unser nächster Halt war der Eigerøy Fyr (liest man Fyr rückwärts gibt’s RYF :oD, aber eigentlich handelt es sich um einen Leuchtturm). Dort parkierten wir unser Pöscho ordnungsgemäss und liefen los zum Leuchtturm, welchen wir in der Ferne bereits sahen. Karin motzte etwas herum von wegen „wandern ist langweilig“ und so und Thomas sagte nur „gseht nid so wit us. Sicher numä wi vo Deheimä zum Bahnhof.“ Das sind eigentlich 10 Minuten. Schlussendlich waren wir knapp 30 Minuten unterwegs. Kann Thomas mal jemand die Distanzschätzung beibringen – merci :oD – hinter den Hügeln sah man auch nicht, dass es noch so viele Kurven zu bewältigen gab ;-). Unterwegs mussten wir immer wieder Tore öffnen, da es dort fast ein wenig nach Schaf-Alp aussah. Bei einem Zwischentor rannten uns die Schafe voraus, doch leider war das Tor zu und sie rannten knurrend an uns vorbei.

Wir gingen nicht ganz bis zum Leuchtturm, sondern bestaunten den aus der „Ferne“. Dort wo wir standen, hatte es noch eine kleine Herde von 6 Schafen. Diese waren nicht etwa scheu, sondern posierten gekonnt und sehr gwundrig vor der Linse (s. Bilder). Als wir alles abgeknipst hatten, ging es wieder retour zum Auto.

 

Unsere Fahrt ging weiter nach Egersund. Dort wollten wir einen Kaffeestopp einlegen, aber wir suchten vergebens nach einem Parkplatz. Wir fuhren ein wenig in der Stadt herum und waren auf einmal ganz ausserhalb der Stadt. Mischt!! Von weitem sahen wir ein Gebäude, welches ein wenig nach Einkaufszentrum aussah, doch als wir näher kamen, sahen wir, dass es Büroräumlichkeiten waren. Die hätten sicher auch eine Kaffeemaschine, aber wir hatten uns nicht dafür, dort rein zu spazieren und einen Kaffee zu bestellen :o). Neben dran hatte es gerade einen Supermarkt und wir kauften uns bei dieser Gelegenheit etwas zum Zmittag ein. Wir fuhren nochmals zurück nach Egersund, mit der Hoffnung, nun vielleicht einen Parkplatz zu finden. Doch dem war nicht so. Alles war völlig überstellt. So entschieden wir uns, weiterzufahren. Wir finden bestimmt noch ein Kaffeehaus…

 

Wir folgten der Strasse 44 und fanden kurz nach Egersund eine schönes Rastplätzchen. Wir nutzten diesen gerade für unser Zmittagstopp, denn unseren Bäuchen war es langweilig und wollten etwas zu verdauen haben. Als es trotz Sonne etwas zügig wurde, fuhren wie weiter der Strasse 44 entlang bis nach Flekkefjord. Die Strasse führte über weite Strecken durch wunderschöne Landschaften mit vielen Seen, Fjorde, Felsen und Nadelbäume (à la Schweiz). Neben den Fotostopps auf Rastplätzen wurde Karin manchmal sogar gebeten, mitten auf der Strasse anzuhalten, damit ein Foto gemacht werden konnte. Zum Glück war nicht so viel Verkehr, sonst hätte es wieder geheissen „Frau am Steuer“ :oD

 

In Lyngdal machten wir einen Abstecher Richtung Kap Lindesnes, dem Südkap von Norwegen. Wir parkierten unser Pöscho und wurden schon mal von einem Windstoss erfasst, welcher unser Autöli ein bisschen in Wanken brachte. Wir zogen unsere Jacken an und bezahlten den Eintritt für ins Areal. Als erstes gingen wir auf den Leuchtturm. Dort oben chuttete es uns fast weg, aber die Aussicht war geil. Nach der Fotosession mit den verchutteten Frisuren, bestaunten wir den Rest des Areals und begaben uns 15 Minuten vor Feierabend, noch ins Restaurant um einen Kaffee zu trinken. Kurz vor 17.00 Uhr gab es noch ein paar Fotos mit dem dortigen Nordkapp-Wegweiser. Thomas war somit bereits am Nord- und am Südkap von Norwegen.

 

Da die Zeit schon weit fortgeschritten war und wir noch ungefähr 90 km zu fahren hatten, fuhren wir nun fast auf direkten Weg zu unserem heutigen Etappenziel Kristiansand. Franzi lotste uns souverän zu unserem Hotel Norge, welches wir gestern Abend noch im Internet gebucht hatten. Wir fanden gerade keinen Parkplatz fürs einchecken, also fuhren wir noch einen Runde um den Block. Wir beschlossen, halt so wie alle anderen zu tun, und das Auto einfach am Strassenrand abzustellen. Halte- und Parkverbotstafel werden da nicht so befolgt.

 

Wir checkten ein und packten unseren Bazar zum Auto aus und brachten diesen auf unser Zimmer. Da das Hotelparking ausgebucht war, suchten wir einen öffentlichen Parkplatz und sahen auch bald einen in der Nähe des Hotels – die Schwierigkeit war nur, durch all die Abschrankungen und Einbahnen zu diesem zu gelangen. Als wir doch noch einen Weg gefunden hatten, bezahlten wir die Parkgebühren bis morgen Vormittag und machten uns anschliessend auf die Suche nach einer Beiz fürs Znacht. Wir schlenderten die Fussgängerzone hoch und fanden das Slakter Sørensen. Thomas bestellte sich ein Entercôte mit Gemüse und Backed Potatoe und für Karin gab es ein Pfeffer-Steak mit Gemüse und Kartoffelgratin. Das Essen war super lecker und Karin sah bereits beim reinkommen in die Beiz, das die da eine Nespresso-Kaffeemaschine steht. Der bestellte Nespresso-Espresso rundete das ganze vorzüglich ab.

 

Nun machten wir noch einen Spaziergang durchs äusserst windige Kristiansand und begaben uns anschliessend auf unser Zimmer. Dort lief im TV unser erstes live Eishockey WM Spiel auf einem Schwedischen Sender RUS-SWE (Schweden bekam grausam 7:3 auf den Sack). Kurz nach dem Match, gab es bei Ryf’s Feierabend.

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