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14. September 2012 5 14 /09 /September /2012 23:36

Heute waren wir wieder einmal vor dem 7.45 Uhr-Wecker wach. Wir standen auf und waren um 8.30 Uhr auf der Strasse und gingen zur gleichen Beiz wie gestern, wo wir nochmals dasselbe Frühstück wie gestern bestellten.

 

Als wir satt waren, gingen wir zurück ins Hotel. Dort holten wir noch das restliche Gepäck, hatten wir nämlich vor dem Frühstück das meiste schon ins Auto geschmissen. Wir checkten dann aus und setzten uns in unser Chäri. Beim Losfahren in der Garage sahen wir, dass zwei Autos weiter eine Scheibe eingeschlagen wurde. Da hat scheinbar einer eingebrochen. Zum Glück liessen wir nichts im Auto liegen, so blieb unser Dodge unversehrt.

 

Unser nächster Stopp folgte schon bald, wollten wir doch noch kurz vom Stanley Park aus die Skyline von Vancouver geniessen. Wir parkierten unser Wagen hinter den Totem-Pols, bewunderten diese wieder einmal und spazierten anschliessend um die äusserste Halbinsel herum. Wir machten ein paar Fotos und stellten noch fest, dass nun am Canada Place gerade 3 Kreuzfahrtsschiffe angelegt haben, war doch gestern noch gar keins da. Nach einer guten halben Stunde stiegen wir wieder in unseren Schlitten und waren froh, keine Busse aufgelesen zu haben, bezahlt haben wir für den Parkplatz nämlich nicht. :-o Anschliessend fütterten wir unser Navi mit dem Roots 73 Outlet in New Westminster, wollten wir dort doch auch noch kurz schauen, ob es etwas Schlaues hat. Die Fahrt ging über North Vancouver ums Stadtzentrum herum. Den Outlet fanden wir problemlos, drinnen fanden wir jedoch nichts mehr, was uns anlachte. Den Starbucks-Besuch nebenan konnten wir aber nicht sein lassen und dann fuhren wir frisch gestärkt Richtung Süden.

 

Schon bald erreichten wir die Grenze zu den USA. Auf Infotafeln wurde man auf eine Wartezeit von 30 Minuten vorbereitet. Schlussendlich mussten wir 20 Minuten warten, bis wir durch waren. Der Zöllner wollte nur wissen, wie lange wir in Kanada waren und was wir dort gekauft haben. Und tschüss.

 

Wir fuhren auf der Interstate 5 Richtung Seattle. Bei Everett bogen wir Richtung Küste nach Mukilteo ab. Dort ist nämlich das Boeing-Werk. Mit fast leerem Tank erreichten wir den Parkplatz und gingen zum Besucherzentrum. Dort kauften wir kurzerhand zwei Karten für die 14.00-Uhr Fabriktour (je 20$).

Vor der Tour mussten wir noch all unsere Utensilien in ein Schliessfach stecken, darf man nämlich so gut wie keine persönlichen Gegenstände mitnehmen. Darum gibt’s hier auch keine Fotos von der Tour.

Die Tour begann mit einem kleinen Film. Anschliessend wurden wir in Busse verfrachtet und zu den grossen Montagehallen geführt. Wir wurden über unterirdische Tunnels in die Hallen geschleust und konnten dann mit einem Lift auf die Zuschauerplattformen fahren. In den Hallen werden die Boeing 747-8, die 777 sowie der 787 zusammengebaut. Die ganze Montagehalle ist Flächenmässig das grösste Gebäude der Welt. Im ersten Teil konnten wir schauen, wie der Jumbo Boeing 747-8 in den einzelnen Schritten zusammengebaut wird. Es befinden sich immer mehrere Jumbos in der Halle, jeder in einer anderen Fertigkeitsstufe. Jeden Monat werden 3-4 Jumbos ausgeliefert.

Im zweiten Teil der Hallen sahen wir auf der einen Seite wie 777 und auf der anderen Seite der neuartige Dreamliner 787 zusammengebaut werden. Es war sehr eindrücklich die verschiedenen Baustadien der Flieger zu sehen. Bei Boeing in Seattle arbeiten rund 30'000 Arbeiter in drei Schichten an den Flugis.

Draussen sahen wir dann die fertigen Flugzeuge herumstehen. Meistens waren schon fertig bemalt, wie solche von Lufthansa, ANA, DHL, United, Air India, und so weiter.

Nach 90 Minuten war die Tour vorbei. Im Besucherzentrum gingen wir noch auf die Aussichtsterrasse und schauten zu, wie mit einem Fracht-Jumbo von Atlas-Air auf dem Rollfeld Startversuche durchgeführt wurden. Der Jumbo beschleunigte und bremste dann ohne abzuheben wieder ab. Weiter sah man von dort auch noch über das weite Fabrikgelände mit Flughafen und den vielen abgestellten Flugzeugen, welche wohl noch auf die Auslieferung warten.

Wir mampften dort dann noch eine Glace, bevor wir zurück zum Auto gingen.

 

Dort suchten wir im Navi nach der nächsten Tankstelle. Glück gehabt, die nächste liegt in 0.5 Meilen, das sollte noch reichen. Dort gaben wir unserem Dodge reichlich zu Trinken und fuhren dann Richtung Seattle los. Franzi lotste uns gekonnt auf die Autobahn. Da wurde etwas von Wartezeiten von 50 Minuten geschrieben. Huff. Unser Nachtessen-Treffen mit Roger Beutler haben wir vorsorglich schon mal auf 19.00 Uhr verschoben. Glücklicherweise lotste uns Franzi genau dort von der Autobahn, wo der Stau begann. Durch irgendwelche Vororte fuhren wir zum Kerry Park. Von dort soll man eine schöne Aussicht auf die Skyline von Seattle haben. Wir fanden den ganz kleinen Park mit der Aussichtplattform dann auch. Wir genossen die schöne Aussicht auf die Skyline. Dann war es schon an der Zeit, um unser Hotel, das Executive Pacific aufzusuchen. Wir fuhren problemlos durch die Innenstadt Seattles zum Hotel. Dort luden wir das Gepäck auf dem Taxiplatz aus, checkten ein und verräumten anschliessend den Ferrari in der angrenzenden Garage.

 

Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, meldeten wir uns bei Roger, dass wir nun bereit sind und machten uns auf dem Weg zum Treffpunkt. Roger (ein Bekannter von uns, welcher schon Jahrelang in Seattle wohnt) wartete in der Lobby des Hyatt-Hotels auf uns.

Er führte uns zum Restaurant Tap House Grill. Dort bekamen wir nach ganz kurzer Wartezeit einen Tisch. Wir bestellten unsere Menüs (Pasta für Karin, Spare-Ribs für Thomas, Burger für Roger). Die beiden Herren genehmigten sich auch noch etwas Bieriges aus der Karte, welche 160 Biere umfasste.

Wir plauderten über dieses und jenes, das Essen war sehr fein und bezahlten schliesslich.

Da wir über den schlechten Kaffee jammerten, lud uns Roger noch zu einem Nespressokäfeli bei sich zu Hause ein. Er zeigte uns noch seine Wohnung im 21 Stock des Hyatt-Hotels und liess die Nespressomaschine plätschern. :-) Für das 21km Jogging-Training von morgen früh konnte er Thömu nicht überreden… ;-)

 

Nach dem Käfeli verabschiedeten wir uns voneinander und wir gingen zurück zu unserem Hotel. Es ist eigentlich Herbst, aber auch nach 21.00 Uhr war es draussen noch immer seichwarm. Gemäss Roger ist das Wetter im Moment aussergewöhnlich warm und schön.

 

Im Hotel gingen wir vor dem Pfausen noch den üblichen Beschäftigungen nach.

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13. September 2012 4 13 /09 /September /2012 23:55

Heute schliefen wir mal aus und stellten den Wecker 45 Minuten später. Um 7.45 Uhr holte uns der Wecker aber gnadenlos aus den Träumen. Nach der Morgentoilette machten wir uns stadtfertig und gingen auf die Suche nach einem Frühstück. 2 Strassen weiter, wurden wir fündig und gingen rein. Für Thomas gab es das Breakfast Special mit Rührei, Speck, Toast und Brathärdöpfeli. Karin nahm das Breakfast Croissant. Das Gipfeli war gefüllt mit einer Omelette, Speck, Käse und Tomaten. Dazu gab es auch noch Bratkartoffeln.

 

Nachdem wir den entstandenen Schaden bezahlt hatten, gingen wir Richtung Wasser. Dort fanden wir das Olympische Feuer, welches noch von den Winterspielen 2010 übrig geblieben war. Als wir, zusammen mit Rebi und Jöggu, an den Olympischen Winterspielen 2010 hier waren, hatten wir keine Chance, das brennende Feuer aus der Nähe zu sehen. So viele Leute hatte es damals. Heute war das ein bisschen anders. o) Unser Paparazzi vom Dienst hatte alle Hände voll zu tun und die Kamera, kam mit Speichern fast nicht mehr nach. :o). Bei speziellen Anlässen wir das Feuer sogar nochmals angezündet.

 

Als alles im Kasten war, gingen wir dem Wasser entlang zum Canada Place. Dort war vor 2 Jahren auch kein Durchkommen. Heute war da sogar eine Ausstellung zum Krieg von 1812 und am Boden sind Steinplatten mit den Namen diverser Städte/Dörfer aus den verschiedenen Staaten. Natürlich mussten wir da Fotos machen. Karin wollte mit jeder Ortschaft, wo sie schon mal war in Kanada ein Foto haben und Thomas begnügte sich mit Vancouver und Montréal. :o)

 

Anschliessend war es Zeit für Gastown. Dort hatte Thomas die Hoffnung, die Vancouver-Jacke von damals, welche ihm geklaut wurde, in einem Souvenirshop zu finden. Doch leider war dem nicht so. Wir klapperten alle Souvenirshops ab, in welchen wir auch 2010 waren und fanden nichts. Schade! Dann fing bereits zum ersten Mal die Uhr an zu dampfen und pfeifen. Danach gingen wir in den dortigen Starbucks und nahmen ein Cappuccino und ein Cafe Mocca und schlürften diesen draussen. Danach wollte Thomas vom Gedampfe der Steamclock noch ein Video machen, doch er war noch nicht bereit, als die Uhr schon wieder zu pfeifen begann. Also gingen wir in den nächsten Laden und als wir wieder raus kamen, war es auch schon wieder Zeit. Diese Dampfuhr spielt all 15 Minuten eine kurze Melodie ab. Wir standen noch auf der falschen Strassenseite und der Akku musste noch gewechselt werden und prompt reichte es wieder nicht. :o) Ja nu, dann gibt es halt kein Video…

 

Wir gingen die Abbot Street hinauf und landeten schlussendlich bei der Rogers Arena. Das Zuhause der Vancouver Canucks. Wir gingen in den Hockeyshop und schnöigten ein wenig herum. Da weder Karin (NY Rangers) noch Thomas (Florida Panthers) Vancouver Fan sind, verliessen wir den Shop bald wieder. Wir schwelgten beim Stadion ein wenig in Erinnerungen an die Olympiade 2010 und immer wieder kam die Frage „Weisch no, denn ar Olympiadä?“

Apropos Hockey. Auf TSN, dem kanadischen Sportsender gibt es momentan praktisch nur ein Thema. Eishockey. Nein, die Saison hat noch nicht begonnen. Es stellt sich ja sowieso die Frage, ob die Saison überhaupt einmal startet, es droht ja der Lockout (Ausfall der Saison). Und darüber wird andauernden berichtet.

 

Wir liefen die Georgia Street hinauf, Richtung Zentrum und mussten in der Post Office noch Briefmarken kaufen gehen. Als das erledigt war, gingen wir der Strasse entlang und landeten schlussendlich beim Einkaufszentrum Sears. Dorten gingen wir rein, mit dem Gedanken an eine Blasenleerung. Als auch dieses Traktandum vollendet war gingen wir wieder raus. Das Sears wird wohl nicht mehr lange offen sein. Es sieht ziemlich leer aus und überall steht „Alles muss raus“…

 

Wir gingen zur Robson Street und betraten den dortigen Roots. Thomas wollte noch ein T-Shirt haben, fanden aber nichts, was wir unbedingt haben wollten. Wir amüsierten uns noch ab dem „Barry“, dem Berner Sennenhund einer Verkäuferin. „Barry“ machte es sich mitten im Laden gemütlich und genoss die Streicheleinheiten der Kunden und wälzte sich auf dem Rücken. :o) (Hans war nirgends zu sehen.)

 

Wir schlenderten weiter die Robson Street hoch und als wir beim Crêpes Stand vorbei kamen, konnten wir nicht anders, als eines zu bestellen. Beide nahmen es mit Nutella. Wir mampften es gemütlich draussen und gingen anschliessend ins Hotelzimmer, um unsere Einkäufe zu verstauen. Im Hotelzimmer loggten wir uns kurz ins Internet ein und da wurde Karin von einer Kollegin, welche sich gerade auf grosser Reise befindet, ein Restaurant empfohlen, welches uns gluschtig machte. So suchten wir die Adresse raus und sahen, dass es in North Vancouver sein soll.

 

Wie schon im Jahr 2010 hat Thomas im Jahr 2012 für einen Ausflug auf den Grouse Mountain (Vancouvers Hausberg) gebettelt. Da wir dachten, das empfohlene Restaurant sei in North Vancouver, konnten wir das super kombinieren. Wir holten unseren Charger zur Garage raus und fuhren zur Talstation. Dort stellten wir das Chäri auf den Parkplatz und gingen zum Schalter. Wir bezahlten den stolzen Preis von 39$ pro Person (für nur rauf und runter) und stiegen in die Schweizer Garaventa Gondel ein. Sie brachte uns innert 4 Minuten auf den Hügel hinauf und der Gondelbahnlokführer brachte sein einstudiertes Gelaber über die Aussicht etc.

 

Oben angekommen, gingen wir als erstes zum Bärengehege. Dort sind 2 Grizzlybären. Der eine war im Wasser und hatte alle Pfoten mit einem Hölzchen zu tun und der andere versteckte sich irgendwo im Wald. Wir gingen ums Gehege herum und fanden den zweiten Bär schön versteckt am Schatten. Der „Wasser“bär zog ein bisschen die Show ab und auch bald kam der 2te Bär aus dem Versteck und präsentierte sich der Menschheit. Die Grizzlibären auf dem Grouse Mountain seien je 900 Pfund schwer, gemäss Umrechnungsapp sind das 408kg. Wir schauten den beiden eine Weile lang zu und gingen anschliessend zurück zur Bergstation. Dort wollten wir doch noch die Aussicht auf Vancouver sehen. Doch vor lauter Bäume, sah man die Stadt gar nicht so wirklich gut. Fazit – Bis auf die Bären, hätten wir das auch im Jahr 2012 sparen können!

 

Nun war es aber Zeit, das Restaurant aufzusuchen, welches uns empfohlen wurde. Wir gaben die Adresse im Navi ein und es führte uns ganz in eine komische Seitengasse in North Vancouver. Weit und breit, war nirgends etwas zu sehen von der Beiz. Da hat uns das Internet einen Streich gespielt und wir gingen in die Nähe eines Starbucks, um dort ans WiFi zu kommen. Bei der Seabus-Station hatte es gerade eines und dort konnten wir uns einloggen und sahen, dass die Beiz eigentlich an der Nelson Street ist. Also wieder zurück nach Vancouver. Wir kamen prompt in den Feierabendverkehr und standen vor der Lions Gate Bridge ein wenig im Stau. Kein Wunder wenn 4 Spuren auf 1 reduziert wird… Es war gerade Sonnenuntergangsstimmung als wir zurückfuhren und dies bewegte uns, das Steinmanndli am Sunset Beach zu besuchen. Wir machten einige schöne Fotos, mussten noch Sand einpacken und parkierten anschliessend unser Auto wieder in der Hotelgarage.

 

Von dort aus, machten wir uns zu Fuss auf zur Nelson Street. Die empfohlene Beiz fanden wir auf Anhieb, gingen rein und bekamen noch den letzten Tisch draussen unter den Heizstrahlern… Die Beiz heisst übrigens Gyu-Kaku Japanese BBQ und die ist der Hammer! Das Essen grillt man sich selber, auf dem Grill, welcher im Tisch integriert ist. Da wir das erste Mal in einer solchen Beiz waren, wurden wir noch kurz instruiert und dann bestellten wir uns das Fleisch, das Gemüse und den Reis. Als alles da war, konnten wir mit den BBQ beginnen. Es schmeckte vorzüglich! Thomas genehmigte sich ein Japanisches Bier und für Karin gab es Iced Green Tea. Gar nicht mal so übel! Wir genossen das Essen sehr und heute gönnten wir uns mal ein Dessert. Nämlich Marshmallows. Natürlich wurden diese auch noch gegrillt. Danach bezahlten wir und gingen in die Robson Street, welche wir gemütlich raufschlenderten, bis zum Hotel. Eigentlich wollten wir noch einen Schlummertrunk im Cloud 9 nehmen, doch dieses hatte einen Privaten Anlass und war zu. Schade! Im Zimmer machten wir noch das übliche, Blog schreiben, Fotos aussortieren, das ganze aufs Netz stellen und dann Feierabend.

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12. September 2012 3 12 /09 /September /2012 23:30

Wie konnte es anders sein, der Wecker meldete sich um 7.00 Uhr. Schliesslich hatten wir auch heute noch einen langen Weg auf dem Programm. Es sollte das letzte Mal sein, dass wir so weit fahren. Wir machten die Morgentoilette und gingen anschliessend ins Restaurant zum Frühstück. Mit unserem Gutschein erhielten wir Rührei, Speck, Röschti und Toast. Thömu versuchte es mal mit dem gebrühten Kaffee. Er war weder grusig noch gut, hatte fast keinen Geschmack…

 

Um 8.20 Uhr war unser Dodge fertig bepackt und wir düsten auf dem Highway 3 Richtung Vancouver los. Bald stieg die Strasse wieder an und das Thermometer sank innert kürzester Zeit trotz Sonnenschein auf -1°C. Kein Wunder kam uns unterwegs noch der Schneepflug entgegen… :-) Schnee hat es allerdings weit und breit keinen. Bald musste Karin schon fast eine Vollbremse machen, Thömu hat ein Fotosujet, ein Seeli auf dem Bonanza-Pass (1535m.ü.M.) mit Nebelschwaden entdeckt. :-)

Wir fuhren weiter Westwärts. Am Christiana-Lake machten wir nochmals einen kurzen Fotostopp. In Grand Forks und Grüenholz (Greenswood) suchten wir vergebens nach einem Starbucks. Also ging die Fahrt weiter durch die schöne herbstliche Landschaft Süd-Kanadas.

 

Nach insgesamt 4 Pässen erreichten wir Keremeos. Dies liegt scheinbar in DEM Früchte- und Gemüsetal Kanadas. Überall waren Obst- und Gemüseplantagen zu sehen und am Strassenrand bot jeder Bauer seine Ware an schönen Marktständen an. Wir besuchten auch so einen Stand und kauften uns ein paar frische Früchte. Man bekam da praktisch jede Frucht oder jedes Gemüse.

 

Da es schon Mittag war, machten wir im Bromley Rock Provincial Park einen Halt und machten uns Sandwichs. Hier konnte man wieder mal gemütlich an der Sonne sitzen und es geniessen. Auch der Fluss war hier sehr schön, was Thömu zu ein paar Fotos bewegte.

 

Nun mussten wir noch zwei Pässe überqueren. Über diese Pässe wurde die Landschaft wieder etwas kanadischer, war sie zuvor eher etwas südländisch, mit trockenem Gras, Gemüse und Obstplantagen.

 

Nach dem letzten Pass mussten wir noch lange durch ein schönes, wildes Tal fahren. Dann erreichten wir Hope. Dort gingen wir kurzerhand in den Mac und buchten uns das Hotel für heute und morgen Abend in Vancouver. Anschliessend mussten wir uns natürlich noch übers neue iPhone informieren. :-)

 

Dann fuhren wir weiter dem Fraser River entlang Richtung Vancouver. Der Verkehr auf der Autobahn wurde immer dichter. Einige Kilometer vor Vancouver begann die wohl längste Baustelle Kanada’s. Von dort bis weit in die Stadt hinein wurde gebaut. Scheinbar gibt’s eine neue Brücke über den Fraser River, ein Wahnsinns Bauwerk. Die wegen den Bauarbeiten signalisierten 80km/h interessiert hier wohl niemand, man fährt einfach mit gut 100 Sachen weiter.

 

Franzi lotste uns schon bald von der Autobahn und wir erreichten den Roots Outlet. Ja, der Outlet von Roots war unser erstes Traktandum in Vancouver, schliesslich führt unser Weg gerade daran vorbei. Nach einer Ehrenrunde parkierten wir unser Chäri vor dem Shop und stürmten den Laden.

Wir schlugen recht zu und verliessen den Laden um 18.00 Uhr wieder mit je einer Tasche (vor 2 Jahren war es also schlimmer… :-)).

 

Dann warfen wir uns in den Feierabendverkehr von Vancouver und steuerten das Empire Landmark Hotel in der Innenstadt von Vancouver an. Thömu steuerte uns ziemlich problemlos durch die verkehrsreichen Strassen Vancouvers. Wir erreichten unser Hotel problemlos und stellten den Wagen mal an eine geeignete Stelle. Anschliessend checkten wir ein, parkierten das Auto und bezogen anschliessend unser Zimmer.

 

Nach dem Zimmerbezug gingen wir sofort wieder zum Lift und fuhren in den 42. Stock. Wir wollten wieder im Drehrestaurant Cloud 9 zum Nachtessen gehen (wie schon 2010).

Auch heute erhielten wir ohne Reservation einen Tisch. Zuerst bestellten wir uns ein kleines Apèro, Karin einen Drink und Thömu ein Bierchen. Anschliessend bekam Karin einen gegrillten Lachs und Thömu ein Entercôte. Beides war sehr lecker. Für den Sonnenuntergang waren wir heute auf der falschen Seite des Restaurants, aber wir konnten dennoch die wunderbare Abendstimmung gegen Westen mit Vancouver Island geniessen.

 

Nach dem Nachtessen machten wir noch einen kleinen Verdauungsspatziergang durch die Stadt. Wir gingen die Robsonstreet runter und dann bis zum Olympischen Feuer. Das Feuer ist zwar erloschen, aber die Kristalle werden in der Nacht in verschiedenen Farben beleuchtet.

 

Dann gingen wir zurück ins Hotel und widmeten und noch kurz dem Blog, bevor wir müde ins Bett fielen.

 

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11. September 2012 2 11 /09 /September /2012 23:04

Wie es schon bald zur Tradition wurde, weckte uns P!nk um 7.00 Uhr aus dem Tiefschlaf. Aufstehen und ab unter die Dusche. Anschliessend gingen wir in die Lobby, wo wir unser Zmorge nahmen. Wie auch bei den Amis, läuft bei den Kanadiern auch der TV im Frühstücksraum. Dort wurde sogar vom Grasfeuer von gestern berichtet (heute war es draussen rauchfrei, roch aber noch nach Rauch). Wir bedienten uns am Buffet und packten anschliessend unsere Sachen und checkten aus.

 

Da wir noch keine kanadischen Dollars hatten, suchten wir zuerst mal einen Bancomaten. Wir sahen von weitem eine Bank mit Drive-Thru und gingen dort hin. Leider konnten wir da mit unserer Postcard kein Bargeld abheben. Ok, auf zur nächsten. Bei der Scotiabank, welche nur wenige Blocks weiter war, fanden wir einen freundlichen Automaten, der uns Geld gab. Danach konnte die Fahrt endlich losgehen. Zumindest bis zur nächsten Strasse. Dort sahen wir einen Starbucks und mussten natürlich rein. Wer weiss, wie lange keines mehr kommt :o) So, jetzt aber definitiv los!

 

Wir fuhren auf die Autobahn und staunten nicht schlecht, als wir in weiter Ferne, komische Fahrzeuge sahen. Je näher wir kamen, umso grösser wurden unsere Augen… Da fuhren tatsächlich Mähdrescher :o). 7 Stück haben wir überholt – auf der Autobahn, wohlverstanden!! :o)

 

Im Burmis gingen verliessen wir den Highway, denn wir wollten den Loop im Rocky Mountains Forest Reserve machen. Burmis, Beaver Mines, Hillcest Mines. Eigentlich ganz einfach, sah dies auf der Karte aus. Als dann auf einmal die Strasse nicht mehr asphaltiert war, dachten wir zuerst nichts böses, denn auf der Karte war es so eingezeichnet… Wir sahen nirgends etwas angeschrieben, also fuhren wir alles gerade aus. Gelandet sind wir schlussendlich im Castle Mountain Ski Resort – Endstation. Die Strasse war fertig und wir mussten alles wieder zurück. Beim zurückfahren, achteten wir uns nochmals, ob wir die Abzweigung finden – Nööö da war nichts. Ok, dann halt wieder zurück zur Hauptstrasse. :o)

 

In Coleman hatten wir ein Hüngerchen und gingen in den dortigen Subway. Beide bestellten sich ein Footlong-Sandwich. Karin hätte nach der ersten Hälfte bereits genug gehabt, doch aus noch ungeklärten Gründen, hat sie die zweite Hälfte auch noch gegessen. Sie fühlte sich lange als Zwillingsschwester vom Michelinmännchen. :o).

 

Unsere Fahrt ging nun über den 1. Pass des Tages. Dem Crownest-Pass. Der Pass ist auf 1358m.ü.M. und ist der südlichste Gebirgspass der kanadischen Rocky Mountains, an der Grenze der Provinzen Alberta und Britisch Columbia. Dieser Pass liegt auch auf der kontinentalen Wasserscheide (gemäss Wiki :oD) Kurz nach dem Pass gab es bei der Welcome-Tafel zu British Columbia eine Fotosession und wir drehten unsere Uhren bereits eine Stunde zurück, schliesslich hat BC ja eine Stunde mehr Zeitdifferenz zur Schweiz als Alberta.

 

Unser nächster Halt war in Sparwood. Dort war der weltgrösste Lastwagen ausgestellt. Der Terex Titan 33-19. Ein Riesenteil! Er ist 20.09 Meter lang, 6.88m hoch, wenn er die Ladefläche hebt, ist der höchste Punkt bei 17.07 Meter. Vollbeladen wiegt er 600 Tonnen und fährt maximal 48 km/h. Da ist das Geschoss, welches wir in Australien gesehen haben, ein Spielzeugauto dagegen. Im dortigen Visitorisierungszenter liessen wir uns noch über die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg Richtung Vancouver aufklären. Wir bekamen auch anständiges Kartenmaterial und fuhren anschliessend weiter. Karin steuerte uns weiter durch schöne Landschaften bis zur Ortschaft Elko. Dort soll ein schöner See sein, gemäss der Dame im Visitor Center in Sparwood. Wir bogen also im Elko ab, und fanden schon einen See, doch der war eingezäunt und nicht zugänglich. Der andere See, welcher eingezeichnet war, fanden wir nicht, nirgends war etwas angeschrieben… Super – dann halt nicht und alles wieder zurück zur Hauptstrasse. Diesmal war es nicht ein so riesen Umweg, wie der letzte. :o) Karin war nach gefahrenen 336 km k.o. und es gab Fahrerwechsel.

 

Während Thomas nun fit und munter am Steuer sass, schletzte es Karin die Augen zu. Ja, Madame wird bald 30 und braucht wohl wieder ihren Mittagsschlaf :o). Wie sie es gespürt hätte, erwachte sie in Cranbrook und was war das erste, was sie sah? Genau – das Starbucks! Da Thomas auch ein wenig Koffein vertragen konnte, musste Karin auch gar nicht lange betteln. Wir gingen rein und derweilen Karin die Kaffees bestellte, loggte sich Thomas ins Internet ein und suchte nach einem Hotel. Gestern haben wir herausgefunden, dass man über Hotels.ch sogar ein Zimmer für denselben Tag reservieren kann. Wir verglichen die Preise der verschiedenen Anbieter und buchten anschliessend ein Zimmer im Quality Inn in Castlegar. Als unsere Becher leer waren, ging unsere Fahrt weiter.

 

Beim schönen Moyie Lake machten wir noch kurz einen Foto- und Sandstopp. Wieder ging die Fahrt durch schöne, ursprüngliche Landschaften aus Wald, Berge und Wasser. Plötzlich wurden wir durch ein Schild auf die Zeitgrenze aufmerksam gemacht. Wir haben die Zeit doch schon zurückgestellt!??!? Auf der Strassenkarte stellten wir dann fest, dass die Zeitgrenze eben nicht exakt bei der Staatsgrenze ist. Fest steht aber, dass wir sind nun wieder 9 Stunden gegenüber der Schweiz zurückliegen. Unser Pass Nr. 2 war der Kootenay Pass, welcher auf 1775m.ü.M. liegt. Auf dem steilen Weg nach oben, haben wir Lastwagen und Camperlastwagen mit PW mühsam überholt, doch oben war es noch so schön für ein, zwei Fotos und als wir gerade wieder losfahren wollten, haben uns alle wieder eingeholt. Shit :o).

 

Nun war es nicht mehr weit bis zum Endziel Castlegar. Wir überquerten noch kurz den 3. und letzten Pass von heute (Name unbekannt) und suchten anschliessend unser reserviertes Zimmer im Quality Inn auf. Als wir vor der Rezeption stand, sitze hinter dem Tresen Turban-Indianer. Als dieser die ersten Wörter aussprach, kam uns gleich Rajiv mit seinem Chicken Curry in den Sinn :oD. Thomas brachte den Chicken Curry-Släng kaum mehr weg ;o). Wir bekamen unseren Schlüssel und das Passwort für ins Internet und holten unser Sachen aus dem Auto. Unser Zimmer war wieder mal im 2. Stock und ein Lift hatte es auch nicht… :o). Noch kurz etwas Wärmeres anziehen und schon machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Karin lag das Subway-Sandwich noch im Magen und klagte über kein Hunger, derweilen es Thomas schon schlecht war vor Hunger.

 

Da wir etwas ausserhalb vom Zentrum logieren, nahmen wir das Auto und suchten nach einer Beiz. Im City Center fanden wir nur das Café Michael welches uns anlachte, also merkten wir uns das, und fuhren noch in die andere Richtung von Castlegar. Dort war kein Restaurant zu finden und auf Fastfood hatten wir beide nicht Gluscht. So blieb nur das Café Michael. Wir gingen hinein und Thomas bestellte sich ein Gordon Bleu mit Frites und Karin nahm die kleine Lasagne. Das Essen war lecker und sogar das Wasser schmeckte nicht nach Chlor. Nach dem Bezahlen gingen wir auf direktem Weg ins Zimmer, schrieben Blog und wurden nach diesem elend langen Fahrtag (663km!) nicht mehr alt.

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10. September 2012 1 10 /09 /September /2012 23:50

Wiederum liessen wir uns um 7.00 Uhr wecken. Wir machten die Morgentoilette und bedienten uns anschliessend am überraschend reichhaltigen gratis-Frühstücksbuffet unseres Motels Comfort Inn.

Ein Mensch der US-Airforce fragte uns im Lift noch, ob wir Ready for the Wind seien!?? Dann hiess es noch Zähne putzen, Sack und Pack ins Auto schleppen und ab die Post. Der Rauch von gestern Abend hat sich verzogen und wir blinzelten schon bald in die Sonne.

 

Wir fuhren auf dem Freeway I-15 gegen Norden zu. In einem Kaff, welches wir von der Landkarte her als grösser einschätzten, hielten wir Ausschau nach einem Starbucks, leider vergebens. In einem Supermarkt kauften wir uns aber noch trinkbares ein. Dann fuhr Karin weiter über weite Flächen der amerikanischen Prärie. Gelbe Felder soweit das Auge reicht.

Bald erreichten wir Browning, welches am Fuss der Rocky Mountains liegt. Bis hier war alles flach. Hinter Browning erhob sich sofort das steile Bergmassiv der Rocky’s. Als wir an der Tankstelle unseren Dodge wieder auffüllten, stellte sich heraus, dass hier fast ein Sturmartiger Wind weht. Wahrscheinlich ist das hier etwas wie Föhn, einfach West, statt Südwind. In Browning ist sehr schönes Wetter, aber in den Bergen hangen die dichten Wolken und dazu dieser starke Sturmwind, welcher jedoch nicht gerade warm war.

 

Mit vollem Tank fuhren wir auf dem Highway 2 Richtung Westen. Wir umfuhren auf dieser Strasse den Glacier National Park bis zum Westeingang. Die Fahrt ging durch ein sehr schönes und wildes Tal, wo nur Fluss, Bahn und Strasse zu finden war.

 

Gegen Mittag erreichten wir West Glacier, der Westeingang zum Glacier Nationalpark. Hier mampften wir noch die Resten unserer Pizza-Hut-Pizza und stöberten noch ein bisschen in den Souvenirshops. Das Welcome-Center Kanadas hatte über die Mittagszeit leider geschlossen, konnten wir diesen also keinen Besuch abstatten.

 

Wir starteten die Fahrt in den Glacier Nationalpark. Nachdem wir am Eingang unser Saisonabi vorgewiesen haben, fuhren wir bis zum Apgar Visitor Center. Das Visitorisierungscenter, wie es Karin nannte, fanden wir nicht, dafür konnten wir die schöne Aussicht auf den Mäc Donalds See, eh Lake McDonald geniessen. Das Wetter nicht gerade super. Bewölkt, aber immerhin kein Regen. Dann fuhren wir dem schönen See entlang, bis plötzlich die Sonne durch die Wolken guckte. Thömu kam mit dem Föteler in den Stress und konnte nach einem rasanten Stopp auf einer Ausweichstelle tatsächlich noch ein Sonnenfoto vom See auf die Speicherkarte knipsen.

Die Going to the Sun Road führte dann durchs schöne Tal, zum Teil durch sehr dichten Wald. Als die Strasse langsam anstieg, setzten schon erste Regentropfen ein. Dennoch konnten wir von Ausweichplätzen immer wieder schöne Blicke ins Tal und die umliegenden Berggipfel geniessen. Anschliessend mussten uns die langsamen Autofahrer immer wieder Platz machen. Kein Wunder, man fährt auch nicht mit 20-30km/h einen Pass hoch!

An der Weeping Wall wurden wir vor einen Bausteller gestoppt. Warten war angesagt. Thömu nutze die Zeit ein paar Fotos zu schiessen. Der STOP-Schildli-Hubi wollte für jedes geknipste Foto 5$. :-) Als Thömu etwas später nochmals mit dem Föteler ausrückte, wollte der Schildli-Hubi noch wissen, woher wir denn sind. Thömu plauderte noch ein bisschen mit ihm über Berge, Bären und Tunnels, alles immer im Vergleich Schweiz-USA. Nach etwa 20 Minuten konnten wir unsere Fahrt doch noch fortsetzen.

Wir erreichten den Logan Pass auf 2025m.ü.M. Wir parkierten unseren Wagen auf dem grossen Parkplatz und besuchten noch das Visitor Center. Dort gab es noch einen Stempel in den Pass und anschliessend gingen wir noch nach draussen. Nun setzte aber auch hier Sturm und zusätzlich noch Graupelschauer ein. Thömu wollte noch das Passhöhe-Schild fötelen und wurde dabei fast seichnass. Und diese Wärme auf diesem Pass, sage und schreibe 2°C…

Eigentlich hätten wir da noch etwas die Landschaft geniessen und zu einem See watscheln wollen, aber bei diesem Huddelwetter war nicht daran zu denken.

 

Wir stiegen schleunigst ins Auto und fuhren durch den nun recht starken Regen talwärts. Bald erreichten wir St. Mary auf 1366m und mussten uns entscheiden, wo wir nun hinwollten.

Wir studierten die Karten und entschieden uns heute den Schritt über die Grenze zu wagen und Lethbridge in Kanada anzusteuern.

 

Kaum waren wir wieder auf der Prärie mussten wir wieder die Sonnenbrillen montieren, das Steuerrad jedoch fest halten, so stark war der Westwind. Bald erreichten wir die Grenze zu Kanada. Die Amis meldeten nur per Tafel „You leave the United States of America“. Bei den Kanadiern war das etwas anders. Da mussten wir die üblichen Fragen beantworten und dazu gab es wieder einmal ein Stempelchen. :-)

 

Das Landschaftsbild zwischen der Grenze und Lethbridge änderte auch in Kanada nicht. Prärie, Prärie und immer noch starker Westwind. Als wir uns Lethbridge näherten, sahen wir tief hangende Wolken am Horizont. Kurz vor Lethbridge erkannten wir dann, dass dies ja dichter Rauch war. In Lethbridge verdunkelte sich dann auch der Himmel und alles war ein bisschen benebelt. Wir rätselten, ob wir wirklich in diesem Rauch übernachten wollten. Wir hatten nicht viele Möglichkeiten. Gegen Westen wollten wir wegen des dichten Rauchs nicht, gegen Norden wäre der nächst grössere Ort erst Calgary und das passt hier nicht ins Reiseprogramm. Also blieben wir hier und fragten im Comfort Inn nach einen freien Zimmer, welches wir dann auch bekamen.

 

Da es erst gerade 18.00 Uhr war, räumten wir mal unsere Taschen auf, luden die Fotos auf den Blog und fuhren dann ins Swiss Chalet zum Nachtessen. Karin nahm Poulet mit Salat, Thömu Poulet, Spare Rips mit Pommes und dazu endlich wieder einmal ein Molson Canadien. :-)

Nach dem Essen fragten wir vergebens nach einem Espresso, also bekamen wir eben die Quittung. Thömu bekam den Kreditkartenterminal in die Hände gedrückt und war damit ein bisschen überfordert, es ging dann mit Hilfe der Servierdüse doch noch.

Der Rauch des Grasfeuers hat sich mittlerweile verzogen und wir fuhren zurück zum Comfort Inn. Dort widmeten wir uns noch dem Blog und genossen den Abend.

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9. September 2012 7 09 /09 /September /2012 23:59

Wie die letzten Tage auch, holte uns der Wecker um 7.00 Uhr aus den Federn. Das Frühstück nahmen wir in unserem Cabin und als wir alles eingepackt hatten, konnten wir den Schlüssel in einen Kasten werfen, welcher am Strassenrand montiert war.

 

Heute stand der letzte Tag im Yellowstone NP an. :o(. Als erstes fuhren wir zum Upper Fall. Wir montierten unsere Jacken, das Thermometer war um 8.00 Uhr morgens immer noch auf 1 Grad. Am Aussichtspunkt waren wir fast die einzigen, doch als wir wieder zum Parkplatz hinauf gingen, kam uns eine Horde Jäpsler entgegen :o) Nochmals Glück gehabt. Unsere Fahrt ging wenige Meter weiter auf den nächsten Parkplatz. Dort liefen wir 3/8 Meilen weit und 600 feet hinunter zum Lower Fall. Dort steht man direkt am Abgrund des Wasserfalls. War wirklich eindrücklich zu sehen, wie die Wassermassen des Yellowstone-Rivers 94m in die Tiefe stürzten. Thomas konnte sich mit den Fotos noch gerade zurückhalten und nach ein paar Minuten machten wir uns wieder auf den Weg nach oben.

 

Unser nächster Halt war der Red Rock Point. Dort parkierten wir unser Auto und gingen zuerst zum Lookout Point. Von dort aus sah man den Yellowstone Wasserfall auch sehr schön und Thomas hatte bereits mehr zu tun mit den Fotos und Karin wurde von den anderen Touris gebeten, Fotos zu machen. Anschliessend ging Thomas noch kurz zum Red Rock Point, welcher etwas weiter unten angesiedelt ist. Dann stand noch der Inspiration Point auf dem Programm. Auch dort sah man den Wasserfall noch aus der Ferne, aber der ganze Grand Canyon of the Yellowstone war auch sehr eindrücklich. Danach war fertig Yellowstone Wasserfall und wir fuhren der Main Road entlang, ohne Halt zum Tower Fall. Dort fanden wir noch gerade einen Parkplatz und spazierten die 150 Yards zum Aussichtspunkt. Als wir es gesehen hatten, kauften wir im dortigen General Store noch Brot und etwas zu trinken ein und fuhren danach weiter Richtung Mammoth Hot Springs. Die haben wir gestern ja bereits von oben gesehen und nun sahen wir uns noch den Rest an. Wir parkierten unser Auto ordnungsgemäss auf einem Nicht-Rollstuhl-Feld und liefen im Zeugs herum, machten diverse Fotos und waren auch bald schon wieder weg.

 

Nun war es aber an der Zeit, weiter zu fahren. Haben wir doch noch einen weiten Weg vor uns. Beim verlassen des kleinen Ortes Mammoth, sahen wir eine Horde Menschen, welche sich um eine Hirschfamilie versammelte. Diese weidete frisch fröhlich mitten im Dörfchen. Der Bulle hatte ein sehr imposantes Geweih und die Rangers weissten die Menschenmeute zu Recht. Nach ein paar Fotos fuhren wir weiter und so verliessen wir den Yellowstone National Park schweren Herzens.

 

Direkt beim Ausgang im Norden des Parks war noch ein Steinbogen, der Roosevelt Arch, welcher natürlich noch abgelichtet werden musste und ein Hüngerchen machte sich auch bemerkbar. Wir sahen direkt vor dem Tor noch einen Rastplatz und luden unsere Kühlbox, das Brot und die Chips aus und gingen an den Schatten (wir hatten jetzt schon wieder 28°C). Nach einer 30-Minütigen Pause ging es weiter. Obschon wir immer nach der Mittagspause Fahrerwechsel machen, war dies heute nicht so. Denn sonnst hätte Thomas noch knapp 300 Meilen fahren müssen. Karin hatte bedauern mit ihrem Göttergatten und fuhr noch weiter. Ohne Halt fuhren wir bis zur Ortschaft Livingston. Während dem fahren, konnten wir noch einen Waldbrand sehen. Sah nicht schön aus! In Livingston spendierten wir unserem Dodge etwas zu trinken und dort gab es auch Fahrerwechsel. Wir fuhren danach auf den Freeway I-90 und später I-15, weil im Reiseführer stand, dass es eine der schönsten Strecke ist. Was auch stimmte. Landschaftlich war es superschön durch die Ausläufer der Rocky Mountains zu fahren und der Verkehr war angenehm. Diversen Orten haben wir sogar den Missouri River überquert, der ja dort in der Nähe seinen Ursprung hat. Karin riss es nach einiger Zeit die Augen zu und Thomas hielt derweilen Ausschau nach einem Starbucks. Doch lange fand er auf den Infotafeln am Strassenrand kein Starbucks. Karin war mittlerweile wieder wach und putzmunter, als Thomas sie fragte, ob sie ins Starbucks möchte. Auf einmal sahen wir auf so einer Infotafel das Starbucks-Symbol und folgten diesem. Wir befanden uns mittlerweile in der Stadt Helena.

 

Im Starbucks bestellten wir uns 2 Frappuccinos und genossen dieses drinnen in dem kühlen Gebäude, statt draussen bei über 30°C. Gratis Internet hatte es auch und so surfte Karin auf ihrem iPhone herum und um Thomas bei Laune zu halten, bekam er Karins Shred-iPad und konnte auch im Internet herumsurfen. Karin hatte alle Hände voll damit zu tun, beim Whats-App lesen. 2 Arbeitskollegen/in von Karin sind auch gerade im Westen der USA unterwegs und so entstand die Gruppe D+P goes USA :o)

 

Als wir das Frappucchino geschlürft und alles im Internet gesehen hatten, ging unsere Reise weiter bis zur Enddestination Great Falls. Da wir so eine Choise-Club Karte besitzen, haben wir eines der Hotels ausgesucht, welches in diesem Klub dabei ist. Heute ist es das Comfort Inn Suites. Bedingung war heute, Free Wifi. Haben wir doch viele Berichte und Fotos für unseren Blog. Im Comfort Inn bekamen wir ein Zimmer mit einem grossen Bett. Wir schleppten unser Gepäck ins Zimmer (heute mit Lift) und gingen direkt auf die Suche nach etwas Znacht.

 

Wir fanden einen Pizza Hut und gingen rein. Dort bestellte sich Karin eine Hawaiin Lovers und Thomas kreierte sich seine eigene Pizza. Dazu gab es zwei Limonades und Ben Roethlisberger im TV :o) Wie es im Pizza-Hut so ist, mochten wir nicht die ganze Pizza aufessen und die Dame brachte uns einen kleinen Karton. So haben wir morgen schon etwas zum Zmittag. Als wir nach dem Bezahlen wieder raus gingen, fanden wir die Luft und die Sicht etwas komisch. Es war fast wie Nebel und roch eindeutig nach Rauch. Irgendwo lodert in der Nähe wohl ein Waldbrand. Eine Person ist im Pizza Hut noch besonders zu erwähnen. Ein älterer Herr, der auf seinem spärlich behaarten Hinterkopf ein Tattoo hat. Das Sujet brachte uns aber zum schmunzeln. Es war ein Mann mit einem Rasenmäher :oD. Karin’s 2tes Tattoo wird auch ein Rasenmäher :o)

 

Zurück im Hotelzimmer schrieben wir den Blog, luden alles aufs Netz und machten anschliessend Feierabend. Gute Nacht!

 

Die Fotos folgen bei Gelegenheit, ein technisches Internetproblem verhindert uns, diese hoch zu laden.

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8. September 2012 6 08 /09 /September /2012 23:59
Der Wecker meldete sich auch heute um 7.00 Uhr zu Wort. Schleunigst standen wir auf. Karin wollte noch den Blog des gestrigen Tages schreiben und Thömu schmiedete die Pläne für den heutigen Tag und bereitete anschliessend das Frühstück zu. Da Karin multitasking-fähig ist, mampfte sie das Frühstück und schrieb dazu auch noch Blog. Fürs Fertigschreiben reichte die Zeit nicht mehr, wollten wir doch mal los.
 
Mit Sack und Pack verliessen wir schwer beladen den zweiten Stock (ohne Lift) und beluden unseren Dodge. Scheinbar war es in der Nacht wieder einmal kalt, die Scheiben waren auf jeden Fall noch leicht gefroren (keine Angst, wir sind da nicht im Winter, aber auf über 2300 Meter kühlt es in der Nacht schon ziemlich ab. Dafür hatten wir am Tag wieder 23°C). Und siehe da, beim Start des Autos hatten wir gerade mal 5°C.
 
Die Reise führte uns heute zuerst zur Fishing Bridge am Yellowstone River. Beim dortigen Visitor Center gingen wir mal an den Yellowstone Lake. Wir schauten noch einem Chipmunk beim Frühstück zu, dann genossen wir das Panorama über den riesigen, ruhigen See. Schlussendlich stibitste Thömu noch ein bisschen Sand vom dortigen Strand.
 
Danach fuhren wir zur eigentlichen Fishing Bridge, wo wir den hier ausfliessenden Yellowstone-River begutachteten und noch einem weissen Pelikan beim Frühstück zuschauten.
 
Unser nächster Halt war sozusagen mitten im Chrut. Bisons weideten auf beiden Strassenseiten. Ein Exemplar konnten wir beobachten, wie er schwimmend den Fluss überquerte. Andere pennten 2m neben der Strasse und noch andere wurden vom Super-Mario iPad-Fotograf abgelichtet…. Bei Mud Vulcano machten wir dann einen planmässigen Halt. Zuerst schauten wir uns zwei Dampflöcher am Yellowstone River an und staunten über das Gebrüll der heranziehenden Bisonherde (auf der anderen Flussseite).
Dann begaben wir uns auf einen 1km langen Rundweg, durch äusserst stinkiges Thermalgebiet. Hier blubbert nicht etwa klares Wasser, sondern eine Suppe aus Regenwasser, geschmolzenem Schnee und Matsch, welche durch Dämpfe vulkanischen Ursprungs in Bewegung gehalten wird. Die nicht ganz ohne Schwefel, darum der äusserst unangenehme Geruch.
Als wir schon wieder im Auto sassen und weiter fuhren, mussten wir umgehend wieder anhalten. Sulphur Caldron konnten wir noch vom Strassenrand betrachten. In einem riesigen, stinkigen Topf blubberte jede Menge Schlamm vor sich hin.
 
In der Fläche des Hayden Valley’s machten wir unsere Znünipause. Wir beobachteten die riesigen Bison-Herden am Yellowstone-River und mampften dabei einen Apfel. Das Hayden Valley sei bekannt für Wildbeobachtungen. Davon haben wir jede Menge gesehen, einfach nur die Sorte Bison.
 
Weiter nördlich gingen wir zum Grand Canyon of the Yellowstone. Für heute liessen wir es beim Aussichtspunkt Artist Point bewenden. Dafür war der Blick auf den Lower Yosemite Fall umso schöner. Thömu hatte mit dem Föteler alle Hände voll zu tun. Der Lower Yosemite Fall stürzt da 94m in die Schlucht. Der Canyon ist meist gelb, weist aber viele andere Farben auf.
 
Da es schon Mittag war, mussten wir nun aber mal weiter. Wir fuhren Richtung Norris und kurz davor bogen wir auf den (Jack)-Norris-Picknick-Platz ein. Dort machten wir es uns auf einem Bänklein am Schatten gemütlich und mampfen unseren Emmentaler mit Brot und Tomätchen. Ja, wir haben in Park City tatsächlich richtigen Emmi-Emmentaler gefunden. Der war zwar viel zu teuer, wir mussten es aber ausprobieren. :-) Auf jeden Fall schmeckte uns das gemütliche Mittagessen. Zum Dessert gab es noch ein Jogurt, welches nach tagelangem Transport im warmen Auto auch tatsächlich noch gut war.
 
Nach der Pause fuhren wir zu den Artist Paintpots. In der schönen Landschaft waren da wieder Heisswasserbecken in allen Farben zu bewundern. Im Reiseführer war diese Sehenswürdigkeit gar nicht erwähnt, es war aber äusserst schön da. Zuerst ging der Weg durch den Wald, bevor man überhaupt bei den Paintpots war. Dann konnten wir auf einen Rundweg über die Anhöhe die verschiedenen Pots begutachten.
 
Am Norris Geyser Basin machten wir dann unsere nächste Tour. Unser Weg führte wieder über vulkanisches Gebiet, der Weg war gute 3km lang und bot äusserst abwechslungsreiche Heisswasserpools und Geysire. Besonders schön war der Emerald Spring, Cistern Spring und Pearl Geyser. Auf einen Ausbruch des Steamboat Geyser warteten wir vergebens. Die Fontäne würde über 100m hoch werden, dies war aber zuletzt im Mai 2005 der Fall, seit dann brodelt es nur noch ein bisschen.
 
Nach einer Stunde hatten wir’s gesehen und stiegen wieder ins Auto, welches wegen des vorherigen Parkplatzmangels nun etwas verloren in der Landschaft, ausserhalb der Parkfelder herumstand. :-)
 
Wir fuhren nordwärts Richtung Mammoth Hot Springs. Die Strasse durch dieses Tal war landschaftlich äusserst schön, bot in unserer Fahrtrichtung leider nicht viele Ausweichplätze.
Bei den Mammoth Hot Springs fuhren wir auf dem Upper Terraces Loop zum Overlook Point. Von dort gingen wir durch das etwas andere Thermalgebiet. Das heisse Quellwasser wurde hier auf dem Weg an die Oberfläche stark mit dem Kalziumkarbonat des Deckgesteins (Kalksandstein) angereichert, das sich bei Austritt an die Oberfläche um die Öffnung herum ablagerte und auf diese Weise Terrassen gebildet hat, die weltweit grössten dieser Art. Der Wasserzustrom änderte sich aber in den 1990er-Jahren nach den Erdbeben und verringerte sich so, dass Teile der Terrassen ausgetrocknet und nicht mehr so attraktiv sind. New Blue Spring und Canary Spring sind aber immer noch aktiv und zeigten sich in voller Pracht.
Dann war aber fertig lustig. Wir haben heute abgemacht, dass wir um 17.00 Uhr die Rückreise nach Canyon Village starten, dass wir mal zu einer anständigen Zeit ins Bett kommen. Wir fuhren den Loop noch fertig und mussten noch ein Mammuth-Ähnliches Thermalwassergebilde abknipsen, bevor wir den Rückweg in Angriff nahmen.
 
Es war derselbe Weg, wie wir heute schon gefahren sind. Von der anderen Seite her, sieht es aber immer wieder anders aus. Wir machten noch diverse Fotostopps und erreichten Canyon Village genau um 18.00 Uhr. Wir checkten in der Lodge ein und erhielten den Schlüssel für unser Cabin.
Dies suchten wir dann auch auf und bezogen es .Anschliessend gingen wir zu Fuss zurück zur Lodge,  wo wir etwas zum Znacht essen wollten. Auf dem Weg sahen noch wie ein Bison, welches mitten in der Anlage gemütlich am weiden war.
 
Im Restaurant mussten wir einen Moment warten und bekamen dazu einen Pager. Wir vertrieben uns die 25-Minütige Wartezeit im Souvenirshop, ohne etwas zu kaufen. Dann piepste und surrte der Pager auch schon.
 
Karin bestellte sich einen Bison-Elk-Burger und Thömu den Trutenbraten mit Kartoffelstock. Das Essen war äusserst lecker, einfach ein bisschen zu viel.
Wir gingen zurück in unser schiefes Cabin und widmeten uns dort noch den Blogs und gingen mal zu einer christlichen Zeit zu Bett.
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7. September 2012 5 07 /09 /September /2012 23:59
Der Wecker holte uns heute bereits um 7.00 Uhr aus dem Tiefschlaf. Dementsprechend lange hatten wir, bis wir aufstanden. Thomas holte die Kühltasche aus dem Auto und kam mit der Frage zurück, ob unser Auto einen Scheibenkratzer hat… Scheinbar war es in der Nacht so kalt, das es die Scheiben ein wenig anzufrieren vermochte. :o) Juhuuuu:o)
 
Wir frühstückten in unserem Zimmer und wollten heute eigentlich wieder einmal einen Kaffee geniessen. Die Maschine hätten wir im Zimmer gehabt, aber wir brachten es nicht fertig einen Kaffee zu machen. Eigentlich wäre es ganz einfach, Kapsel rein, Wasser nachfüllen, Knopf drücken und 3 Minuten warten. Doch unsere Maschine gab gar keine Geräusche von sich und stellte nach 1 Minute wieder ab… Janu, dann halt nicht. Als wir fertig gegessen hatten, mussten wir noch abwaschen und unseren Bazar zusammenräumen.
 
Als alles in unserem Dodge Charger verstaut war, wollten wir noch das Visitor Center besuchen, welches gestern bereits geschlossen hatte. Dort konnten wir mit einem Stempel unseren Reisepass mit einem weiteren Stempel bereichern. Das musste sein. :o) Nach ein paar Minuten war es aber doch langsam an der Zeit, den Park unsicher zu machen. Unsere Reise führte uns als erstes zum West Thumb Geyser Basin. Wir fanden noch gerade einen Parkplatz und parkierten mal nicht auf einem Rollstuhlfeld :o). Als wir ausstiegen, sahen wir doch glatt eine Horde Menschen, die in eine Richtung sah. DAS Zeichen, dass dort Wildlife ist. Wir wollten auch gwundern gehen und sahen dort real American Elks (grosse Hirsche namens Wapiti, nicht zu vergleichen mit unseren Hirschen). Total waren es 4. 3 Weibchen und 1 Bulle. Ein Prachtsexemplar. Unser Paparazzi montierte das groosse Zoom und begab sich in zu den anderen Paparazzis mit noch viel grösseren Zooms… Karin hielt sich eher im Hintergrund, nicht weil sie Angst hatte oder so, nein, weil überall steht, man solle den Abstand zu den Tieren einhalten! Es war amüsant anzusehen, wie jeder noch näher zu den Tieren ran will. Am liebsten auf die Tiere rauf! Doch auf einmal kam der Ranger und wies die Leute zu recht :o) An dieser Stelle sei gesagt, dass unser Paparazzi den Abstand immer eingehalten hat! Als es uns zu viele Leute um die Tiere hatte, gingen wir zur eigentlichen Attraktion. Wir konnten dort einen Rundweg durchs neblige Thermalgebiet am Yellowstone Lake machen und überall in die blubbernden Löcher hinein sehen. Bald zeigte sich die Sonne und dann war es sehr eindrücklich und schön in die zum Teil tiefblauen Heisswasserpools zu gucken. Ganz schön. Als wir den Rundgang abgeschlossen hatten, gingen wir zurück zum Parkplatz und schauten nochmals bei den Wapitis vorbei. Die Damen haben sich nun verzogen und der Bulle stolzierte alleine herum. :-)
Mit dem Autound fuhren nun zu DEM Geysir. Den Old Faithful Geyser. Das ist der grösste und bekannteste Geysir im Yellowstone NP oder sogar auf der ganzen Welt?
 
Wir parkierten unser Auto möglichst am Schatten und steuerten den Geysir direkt an. Es waren bereits sehr viele Leute dort, also konnte es bestimmt nicht mehr lange gehen, bis er ausbricht. Nach ca. 10 Minuten Wartezeit war es dann soweit. Zuerst spritze er ein paar Mal ein bisschen Wasser hinauf, damit alle bescheid wissen, dass es bald los geht. Dann kam der eigentliche Ausbruch und ein raunen ging durch die Menge. :o) Der Old Faithful blies die Wasserfontäne bis 55 Meter hoch hinaus. Doch wir standen leider in der Windrichtung, somit sahen wir fast nur Dampf… Janu er bricht ja in schöner Regelmässigkeit aus – so ca. alle 75 Minuten (den genauen Zeitpunkt erfährt man immer nach jedem Ausbruch im Visitor Center). Nach dem Ausbruch gingen wir ins Visitor Center und dort kam gerade ein Film über den Yellowstone Park, welchen wir uns ansahen. Anschliessend gingen wir kurz in die Cafeteria. Karin bestellten 2 Limonades und 2 Blueberry Muffins, derweilen Thomas im Souvenirshop ein T-Shirt kaufte.
 
Danach wollten wir noch den Rundweg ablaufen, welche durch schweflige Dämpfe, Heisswasserpools und weitere Geysire führt. Unser erster längerer Halt war beim Grand Geyser. Dort waren auch viele Leute und wir dachten, da muss es doch bald losgehen. Doch es spritze nur der kleine Turban Geysir nebenan kurz etwas herum und danach war wieder Ruhe. Es heiss auf der Infotafel, dass der kleine alle 20 Minuten ausbricht und irgendwann zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr bricht der Grand Geyser auch aus. Doch so lange wollten wir nicht warten und gingen weiter. Es hatte sehr schöne Pools, welche unglaublich schöne Farben hatte. Ein Geysir ist noch zu erwähnen. Der Grotto Geysir. Der sieht aus wie ein Zwergenkopf, ist aber nicht mehr aktiv. :o). Danach war es nicht mehr weit bis zum Morning Glory Pool. Thomas dachte, das wäre der Pool, der überall auf den Postkarten zu sehen war. Doch als wir dort waren, merkten wir, dass dem gar nicht so ist. Er sieht dem Postkartensujet aber ziemlich ähnlich. :o) Als alle Fotos im Kasten waren, gingen wir wieder zurück. Der Castle Geysir dampfe verdächtig stark, doch der wollte nicht ausbrechen. Als wir da so am zurückwatscheln waren, sahen wir von weitem, das der Lions Geyser gerade ausbricht. Wir waren nicht mehr weit davon entfernt und so rannte Thomas los. Karin nahm es gemütlich und schaute derweilen dem Old Faithful Geysir noch aus der Ferne zu. Als beide wieder vereint waren, machte Thomas ein trauriges Gesicht. Alles rennen hat nichts gebracht – er kam zu spät!
 
Als wir wieder zurück waren, gönnten wir uns nochmals etwas zu trinken und gingen anschliessend zurück zum Auto. Unser nächster Halt war der Midway Geyser Basin. Da ist nun also der Pool, der auf den Postkarten war. Der Grand Prismatic Spring, ist die drittgrösste Thermalquelle der Erde und ist sehr schön anzuschauen, doch leider ist er viel zu gross, so dass man seine wahre Schönheit nur von der Luft aus sieht. Wir machten trotzdem viele Fotos und gingen anschliessend zurück zum Auto. Wir fuhren in paar Meter der Hauptstrasse entlang, bogen danach aber rechts ab und fuhren dem Firehole Lake Dirve entlang. Dort kamen wir auch zu Geysiren und der White Dome Geyser brach gerade aus. Ein ganz dünner Strahl schoss in die Luft und auch nach wenigen Sekunden war dieses Schauspiel vorbei. Wir fuhren wieder zurück zur Hauptstrasse und bogen vor der Madison Kreuzung links ab zu den Firehole Falls. Es war ein Wasserfall und viele wissen jetzt bereits, was Karin für ein Schicksal traf… Genau Warten bis sich der Herr Paparazzi mit Wasserfall-Fotos ausgetobt hat. :o) Karin gab Thomas genau 2 Stunden Zeit, danach würde sie weiterfahren:o) Thomas fand dieses Angebot grosszügig und montierte sich am Strassenrand. Nach ein paar Minuten war der Herr jedoch schon fertig und abfahrbereit. Karin verstand die Welt nicht mehr. :o).
 
Unser nächster Halt war das Black Sand Basin. Farblich wäre es wunderschön gewesen. Ja wäre, es war bereits am Schatten und die Farben kamen absolut nicht mehr zur Geltung. Nun war es aber an der Zeit, ans Nachtessen zu denken. Im Reiseführer war das Essen im Restaurant beim Old Faithful sehr gelobt worden. Also wollten wir das gerade testen. Als wir aber beim Geysir ankamen, waren wieder eine Horde Menschen um den Geysir versammelt also gesellten wir uns dazu. Und schon bald fing es an zu brodeln und das Wasser schoss in die Höhe. Der Wind half dieses Mal auch ein wenig mit und verblies den Dampf, so dass man sehr gute Sicht auf die Wasserfontäne hatte. Als Zugabe gab es sogar noch einen kleinen Regenbogen zu sehen.
 
Anschliessend gingen wir in den grossen Souvenirshop, denn Karin wollte auch noch ein Shirt. Fand jedoch nichts und so gingen wir in die Beiz. Dort stellten wir uns in die Warteschlange und als wir dran kamen, war bereits von einer Wartezeit von 1 Stunde oder mehr die Rede. Uns war das egal, denn die Innenarchitektur des Gebäudes sah auch ganz cool aus und wir konnten uns super vertörlen. Nach einer Stunde blinkte unser Pager und wir durften an unserm Tisch Platz nehmen. Beide bestellten Bison. Für Karin mit Polenta und für den Herrn mit Kartoffelstock (schliesslich hat man ja im Militär eine Überdosis an Polenta abbekommen). Dazu gab es für beide Gemüse welches aus Cholräbli und Rüäbli bestand. Seit unserem Hochzeit isst Thomas ja sogar das Kohlräbli roh :o) hihihi. Nein Quatsch – da Brünu nicht dabei ist, wo ihm das rettende Bier in die Finger drückt, liess Thomas das mit dem Kohlräbli sein.
 
Es war schon sehr spät und auf einmal kam uns in den Sinn, ob die Rezeption von unserem Gelieger noch genügend lange offen haben wird. Da alle Hotels im Park der gleichen Kette angehören, fragten wir die Dame an der Rezeption, ob sie uns mit den Öffnungszeiten vom Lake Hotel weiterhelfen könne. Sie fragte gleich mal telefonisch nach und gab uns das OK, dass sie noch geöffnet hätten, wenn wir dort ankamen. Sie haben nämlich 24 Stunden geöffnet. Nun kam etwas, was wir gar nicht mochten. Wir mussten bei Dunkelheit durch den Park fahren. Und das satte 61 km weit. Beide waren voll konzentriert, aber ausser einer Hirschdame und einem Kojoten, haben wir nichts auf der Strasse gesehen.
 
Beim Hotel, suchten wir zuerst die Rezeption und als uns ein Herr, der aus der Dunkelheit kam, sagte wo die ist – es war nämlich gar nicht wirklich gross angeschrieben – konnten wir einchecken und unser Bazar ins Zimmer hoch schleppen.
 
Das Blogschreiben liessen wir heute mal sein, denn wir wollten doch mal zu einer anständigen Zeit ins Bett kommen.
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6. September 2012 4 06 /09 /September /2012 23:59
Weckzeit war heute wiederum 7.30 Uhr. Wir taten uns heute aber irgendwie schwer mit aufstehen. Eigentlich wollten wir heute wieder vom eigenen Proviant frühstücken. Unsere Milch wurde im tagsüber im warmen Auto schlecht und Brot hatten wir auch keines mehr. Also entschieden wir uns fürs Frühstück im Hotel, obwohl es im Preis nicht inbegriffen war. Dies hat sich gelohnt, das Frühstücksbuffet war wirklich ausgezeichnet. :-)
 
Dann checkten wir noch aus und fuhren mit dem Auto direkt zum nächsten Supermarkt. Dort kauften wir den Picknick- und Frühstücks-Proviant für die nächsten Tage ein. Anschliessend fuhren wir nochmals zur Main-Street von Park City und schauten uns diese noch bei Tag an. Es war hier fast wie ausgestorben, morgens noch vor 10.0 Uhr. Einzelne Shops hatten aber schon geöffnet und so fanden wir auch noch ein T-Shirt von da oben. Im Roots waren wir auch noch, da kauften wir aber nichts, wollen wir diesen doch in Kanada besuchen.
 
Als wir’s da gesehen hatten, schauten wir noch kurz in einem Sportgeschäft, ob Karin wohl noch ihren Shred-Skihelm finden würde. Die neue Shred-Kollektion war jedoch noch nicht eingetroffen (mal vorwärts machä Ted :oD), also fuhr Karin mit dem Fernziel Yellowstone los.
Beim Outlet, wo wir schon gestern waren, legten wir noch einen ganz kurzen Stopp bei A&F ein, Thömu brauchte noch etwas…
 
Dann konnte die Fahrt auf der Interstate 80 losgehen. Das Wetter wurde zunehmend schlechter, meistens war es bedeckt (Zum ersten Mal seit Frisco sehen wir nicht mehr ungehindert den blauen Himmel…). Wir fuhren bis Evanston auf dieser Autobahn, dies war nicht sehr spannend. Thömu hat einzig die Sichtung eines amerikanischen Bauzuges, welcher gerade mit Langschienenablad (SILAD) beschäftigt war, zu vermelden.
In Evanston bekamen wir einen Vorgeschmack auf den Bundesstaat Wyoming, verliessen diesen, aber bald wieder nach Utah. Die Fahrt auf der Nebenstrasse nordwärts war nicht sehr spannend, einzig die vielen Sonntagsfahrer hielten uns auf Trab.
 
In Laketown erreichten wir den Bear Lake. Der über 300km2 grosse See auf der Grenze zwischen Utah und Idaho beeindruckt durch seine ungewöhnliche türkisblaue Wasserfärbung. An einem Rastplatz machten wir einen WC- und Fotostopp. Beim fötelen erschreckte uns eine kleine Schlange schon noch so… Sie hatte aber glaub mehr Angst vor uns, verschwand nämlich auf der Stelle.
Weiter geht’s! Wir fuhren den schönen Ufern des Sees entlang und genossen immer wieder die Aussicht, die Sonne zeigte sich auch wieder öfters.
 
Nördlich des Sees machten wir eine kleine Europa-Städtereise innert kürzester Zeit. Zuerst durchquerten wir Paris (fanden den Eifelturm jedoch nicht), dann bogen wir in Ovid auf eine kleine Strasse ab. Diese heisst nicht anders als BERN ROAD. Bei der Kreuzung stand auch schon eine vertraute blaue Tafel „Bern 4km“. Das brauchte schon mal eine Fotosession mit unserer Bernerfahne. Wir mussten nun 4 Meilen und nicht wie angegeben 4km auf der kleinen Nebenstrasse fahren, bis wir vor einen kleinen Bauernweiler kamen. Und schon da sahen wir wieder eine blaue Tafel „Bern“. Anhalten, Fotos machen, schliesslich haben wir extra noch ein Berner-Fähndli mitgenommen. :-) Die blauen Tafeln sind nicht etwas aus Karton, oder sonst ein Gebastel, nein, es handelt sich um Original-Schweizer-Tafeln. Eine Innerortstafel und eine Ausserortstafel. Bei einem Halt im Weiler kam noch der kleine Sheriff und schaute zum rechten. Das kleine Hündchen verteidigte sein Bern mit lautem Gebell, getraute sich aber keinen Schritt näher.
Wie kommen wir darauf, dieses einsame Bern zu besuchen? Thömu’s Kollege Domi hat von diesem Bern erzählt und wir sagten uns, dass wir dieses besuchen wollen. Immerhin hat Franzi es gefunden. Sonst hatte Bern nichts zu bieten, ausser den beiden schweizerischen Ortstafeln erinnert nichts daran, woher der Name stammt, Unsere Berner Fahne war auf jeden Fall die einzige, weit und breit.
Wir fuhren weiter auf der Bernstrasse und erreichten bald Montpelier. Montpelier ist schon ein bisschen grösser als Bern und hat sogar einen Bahnhof. Dort machten wir auch einen Stopp, wollte Thömu doch mal die beiden Loks dort begutachten.
Dann machten wir noch gleich den Fahrerwechsel und fuhren weiter. Nachdem die Landschaft um Paris-Bern-Montpelier eher landwirtschaftlich war, wurde es dann bald etwas bergiger. Nachdem wir den Geneva-Summit überquert hatten, erreichten wir im nächsten Tal noch Geneva, oder eben Genf, die letzte „Stadt“ unserer Europa-Städtereise. :-)
 
In Afton machten wir den nächsten Halt. Zuerst mussten wir den „World’s largest Elkhorn Arch“ begutachten. Ein Bogen aus lauter Hirschhörnern überspannt hier die Strasse. Ausserdem waren noch coole Tierfiguren bei einzelnen Häusern aufgestellt. Ausserhalb von Afton besuchten wir noch den Burger-King, schliesslich mussten wir am späten Nachmittag auch noch irgendetwas zum Zmittag mampfen.
 
Nach der Ortschaft Alpine durchquerten wir den Grand Canyon of Snake River. Auf Ausweichplätzen boten sich schöne Aussichten auf den breiten, klaren Fluss und den beginnenden Indian-Summer (ja, gewisse Bäume verfärben sich hier schon). Da das Wetter aber wieder schlechter wurde, gab es nicht wirklich gute Fotos.
 
In Jackson hatten wir sogar schon Regentropfen auf der Scheibe und das Thermometer zeigte noch gerade 10°C an. Weiter nordwärts durften wir an einer Baustelle noch 5 Minuten auf die Weiterfahrt warten (Schwein gehabt, es wurde mit einer Wartezeit von 20 Minuten gewarnt).
 
Bald erreichten wir das Südende des Grand Teton Nationalparks. Der Grand Teton Nationalpark ist gleich südlich des Yellowstone Nationalparks angrenzend. Er hat hohe Berge (der Grand Teton ist mit 4197m der höchste) und grosse weite Flächen, auf einer Höhe von ungefähr 2000 Metern. Wenn man die Berge betrachtet, erinnert das ganze doch ziemlich an unsere Heimat.
Auf dem Highway 89 fuhren wir nordwärts. Plötzlich sahen wir von weitem schon die erste Bison-Herde. Diese war jedoch ziemlich von der Strasse entfernt. Wenig später standen X Autos am Strassenrand. Und siehe da, 4 Bisons mampften gemütlich an der Strasse.
Etwas weiter nördlich war bei einem Rastplatz wieder eine Menschenansammlung. Alle schauten in eine Richtung, wir dachten an Elche, Bären, oder so. Nein, wir liessen uns sagen, dass wir dort Weisskopfseeadler sähen. Und siehe da, erst mit dem Feldstecher sahen wir 5 Punkte in der Ferne. Eben, 5 Weisskopfseeadler. Beim Colter Bay Village am Jackson Lake wollten wir noch kurz den Visitor Center besuchen, aber kurz vor 19.00 Uhr waren wir schon zu spät. Dennoch konnten wir am See noch ein paar schöne Fotos machen.
 
Schon ausserhalb des Parkes, im „John D. Rockefeller, Jr. Memorial Parkway“ konnten wir bei einer Brücke über den Snake River noch den Sonnenuntergang bewundern.
 
Den nächsten Stopp machten wir am Parkeingang zum Yellowstone Nationalpark. Dort musste natürlich die Yellowstone-Tafel aufs Bild. Der Parkeingang war schon geschlossen, wir durften uns einfach noch mit einer Zeitung bedienen.
 
Wir fuhren weiter durch die weiten Wälder des Yellowstone Nationalparkers. Es dunkelte schon langsam ein, Tiere sahen wir dennoch keine… Um 20.00 Uhr erreichten wir Grant Village, hier hatten wir ein Zimmer für die erste Nacht reserviert. Nach dem Check-In bezogen wir dieses Zimmer und wechselten zu langärmliger Kleidung, war es draussen doch noch gerade 6°C…
 
Anschliessend gingen wir sofort ins Lake House und bestellten uns dort das Nachtessen. Wir nahmen Margerita-Sandwiches, was ganz fein war. Nach dem Nachtessen widmeten wir uns noch ein bisschen dem Blog. Aufs Internet kam auch dieser nicht, gibt’s da nämlich nichts gratis…
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5. September 2012 3 05 /09 /September /2012 23:59
Heute stellten wir unseren Wecker auf 7.30 Uhr. Doch der ging nicht los, weil das iPhone von Karin noch nicht geschnallt hat, dass wir im Bundesstaat Utah sind und wir somit 1 Stunde verloren haben. Zum Glück funktionierte der innere Wecker von Thomas und somit konnten wir um 7.40 Uhr doch noch aufstehen. Schnell die Morgentoilette und danach ab zum Zmorgä. Dort bedienten wir uns am Buffet und gingen anschliessend zurück ins Zimmer, um unseren Bazar zu packen. Anschliessend checkten wir aus und verstauten alles in unserem Auto. Doch bevor wir losfahren konnten, konnten wir unser GPS-Gerät nicht finden. Inhaber Thomas konnte sich nicht mehr erinnern, wo er das hin getan hat! Nicht so schlimm - kann passieren wenn man über 30 ist. :oP
Derweilen Karin das Auto nochmals auf den Kopf stellte, holte Thomas nochmals die Zimmerkarte und suchte dort alles ab. Nichts! Gopf, irgendwo muss das Teil doch sein… Als Thomas etwa zum 3 Mal seine Tasche durchwühlte, wühlte Karin auf der Rückbank des Autos. Und auf einmal sah sie auf der Lehne des Rücksitzes das GPS-Gerät. Yeah! So nun stand noch Tanken und der Besuch im Visitor Center auf dem Programm. Für das Visitor Center mussten wir wieder zurück in die andere Zeitzone :o) Das Dörfchen West Wendover befindet sich im Bundesstaat Nevada (MESZ -9) und das Dörfchen West Wendover gehört zu Utah (MESZ -8). Im Visitor Center gab uns die Dame sehr gute Tipps und viele nützliche Informationen über Sachen, die auf unserer Reiseroute lagen. Als wir alles beisammen hatten, konnte die Fahrt nun los gehen.
 
Unser erster Halt war beim den Bonneville Salt Flats. Das ist ein Salzsee, der auch austrocknen kann. Momentan ist aber Wasser da, da es in der letzten Zeit in dieser Region viel geregnet hat. Wenn aber mal kein Wasser ist, werden dort auch Autorennen ausgetragen. Als wir einige schöne Fotos machen konnten, wollten wir nun aber los, Richtung Salt Lake City. Der nächsten Raststätte statteten wir noch kurz einen Besuch ab, weil es dort einen Turm gab, wo man sehr schön über die Salzflächen sah. Danach fuhren wir auf dem Freeway Richtung Salt Lake City. Unterwegs überholten wir noch einen Pepsi-Lastwagen der seine Niederlassung in New Bern hat. :-)
 
In Salt Lake City haben wir glücklicherweise gerade einen gratis Schatten-Parkplatz gefunden und parkten unser Brümu dort. Zu Fuss gingen wir nun zum Mormonentempel. Der Mormen Temple ist die Hauptkirche der Latter Day Saints. Er wurde 1893 fertig gebaut und kostete $ 4 Mio., was damals eine unerhörte Summe war. Da uns niemand bekehren wollte, gingen wir halt weiter…
 
Im Einkaufszentrum City Creek wollten wir mal etwas Zmittag essen. Das City Creek-Einkaufszentrum ist sozusagen ein Openair-Shopping-Mall. Es wurde scheinbar erst in diesem Jahr eröffnet und wie es der Name schon sagt, es hat auch einen Stadtbach, welcher durchs ganze Zentrum fliesst. Wir gingen rein und fanden den Foot Court auf anhieb. Thomas stellte sich beim gelben M in die Reihe und bestellte sich Chicken à la KFC und für Karin gab es Sweet n’ Soure. Als wir das verspiesen hatten, gingen wir kurz in die obere Etage des Einkaufszentrum, da wir dort einen Salomon-Laden gesehen haben. Wir schnöigten etwas in der kommenden Winterbekleidung herum, kauften aber nichts, obschon es sehr schöne Skijacken gehabt hätte. Da Salt Lake City Downtown sonst nicht wahnsinnig viel zu bieten hat, gingen wir wieder zum Auto zurück und fuhren weiter zum Rice-Eccles Stadion. Das ist das Stadion der Utes. In diesem Stadion fand 2002 nur die Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele statt. Wir parkierten unser Auto im Schatten, denn es war 30Grad heiss. Im Olympic Visitor Center konnten wir einige Fotos sehen und die Türe um ins Stadiongelände zu gelangen war offen. Keine Ahnung ob man bezahlen musste oder nicht, wir gingen einfach raus und niemand hatte etwas dagegen :o). Draussen sahen wir das ehemalige Olympische Feuer und es hatte Infotafeln, wo das Wichtigste pro Tag nochmals zusammen gefasst wurde. Unser Simi (Simon Ammann) war auch bildlich verewigt. Wurde er dort ja Doppelolympiasieger im Skigumpen. Als wir alles Sehenswerte auf der Speicherkarte hatten, verliessen wir das Stadion und gingen zurück zum Auto.
 
Nun wollten wir aber los, denn in Park City hatten wir auch noch einiges zu tun. Wir stiegen ein und drückten auf den Startknopf. Nichts geschah. Das Auto fuhr ein wenig rückwärts, aber der Motor startete nicht. Wir stiegen aus, schlossen das Auto nochmals ab und versuchten es erneut zu starten. Wieder nichts. Scheisse! Was nun? Wir versuchten, unsere Alamo 24h-Pannenhilfe anzurufen, doch mit unserem Schweizer Natel funktionierte das irgendwie nicht. Super, das hat uns gerade noch gefehlt. Wir beschlossen, zurück zum Stadion zu gehen und den Typen an der Kasse zu fragen, ob er uns irgendwie weiterhelfen könne. Er hatte leider kein Telefon bei sich und gab uns aber eine andere Telefonnummer an. Wir versuchten dort anzurufen und dort nahm auch jemand ab, der uns zu irgendjemanden weiterzuverbinden versuchte. Doch das klingelte ewig, ohne dass sich jemand meldete. Da das telefonieren mit unseren Natels nicht funktioniert, haben wir eine Telefonzelle gesucht und zum Glück bei der Tramstation in der Nähe gefunden. Dort konnten wir endlich unserer Alamovermietung auf die gratis Hotline anrufen und ihnen unser Problem schildern. Sie sagten uns, dass es ca. 1 Stunde geht, bis jemand vorbei kommt. Na dann!
 
Wir gingen zurück zum Auto und Karin versuchte es erneut. Sie stieg ein, stand auf die Bremse und drückte den Startknopf! Und siehe da, das Auto liess sich ohne Probleme starten! Karin hat doch vorher tatsächlich vergessen, dass man auf die Bremse stehen muss, bevor man das Auto startet. Steht man nicht auf die Bremse, lässt es sich nicht starten. Und bevor ihr euch jetzt an den Kopf fast, denkt daran – Karin ist eine Frau und hat zum Glück blonde Haare. Somit ist alles halb so schlimm oder? :o) Da unser Auto nun wieder schnurrte wie eine Katze, ging Thomas nochmals zur Telefonkabine und sagte denen, dass es nach erneutem Versuch, wieder okay ist.
 
Nun verliessen wir Salt Lake City und steuerten direkt den Tanger Outlet an, welcher kurz vor Park City ist. Im Outlet besuchten wir den Abercrombie & Fitch, GAP, GAP Kids, Nike, Tommy Hilfiger und Lewis. Da die Zeit knapp war, gingen wir nicht in alle Läden rein. In fast allen Läden wurden wir fündig und sind nun wieder mit Kleidern versorgt. Erspart und einen Laundry-Besuch :o).
 
Kurz nach dem Tanger Outlet bog die Strasse rechts ab und führte zu den Sprungschanzen, wo unser Simi Doppelolympiasieger wurde. Doch es war bereits 18.00 Uhr und alles hatte bereits geschlossen. So gab es halt nur von weitem Fotos und schon waren wir wieder weg. Nun fuhren wir die letzten Meilen nach Park City. Park City ist in 2 Teile aufgeteilt. Das Leben spielt sich aber im hinteren Teil von PC ab, also fuhren wir dort hin. Wir parkierten unser Auto am Strassenrand und gingen in die Historische Main Street. Dort fanden wir ein Tourist-Info Laden und der konnte uns in Sachen Hotel weiterhelfen. Er hat uns das Marriott und das PC Peak Hotel empfohlen. Das Marriott war uns auch sympathisch, also steuerten wir das als erstes an. Wir fragten nach einem Zimmer und der Preis haute uns nicht einmal von den Socken. Wir hätten es teurer erwartet. Also checkten wir ein und verstauten uns Gepäck im Zimmer.
 
Da das Hotel etwas ausserhalb des City-Kerns war, gingen wir mit dem Auto wieder zur Main Street hoch und parkierten es am selben Ort wie vorher. In der Main Street suchten wir uns ein Restaurant und wurden im Bandits Grill & Bar fündig. Draussen auf der Terrasse, direkt an der Strasse assen wir unser Znacht. Thömu nahm Spear Ribs und für Karin gab es ein Garden Burger. Dazu ein Bierchen für den Herrn und eine Limonade für die Dame. Das Essen war wirklich lecker dort. Nach dem Znacht, gingen wir noch einige Schritte der Main Street entlang und fanden dort sogar einen Roots :o) Ein Souvenirladen hatte auch noch geöffnet und dort gingen wir noch kurz rein und fanden ein cooles PC-Magnet. Anschliessend gingen wir wieder zurück ins Hotel, wo wir unsere Einkäufe von den Etiketten befreiten, eine Dusche nahmen, Blog schrieben und anschliessend (kurz vor Mitternacht) ins Bett fielen.
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