Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
8. September 2012 6 08 /09 /September /2012 23:59
Der Wecker meldete sich auch heute um 7.00 Uhr zu Wort. Schleunigst standen wir auf. Karin wollte noch den Blog des gestrigen Tages schreiben und Thömu schmiedete die Pläne für den heutigen Tag und bereitete anschliessend das Frühstück zu. Da Karin multitasking-fähig ist, mampfte sie das Frühstück und schrieb dazu auch noch Blog. Fürs Fertigschreiben reichte die Zeit nicht mehr, wollten wir doch mal los.
 
Mit Sack und Pack verliessen wir schwer beladen den zweiten Stock (ohne Lift) und beluden unseren Dodge. Scheinbar war es in der Nacht wieder einmal kalt, die Scheiben waren auf jeden Fall noch leicht gefroren (keine Angst, wir sind da nicht im Winter, aber auf über 2300 Meter kühlt es in der Nacht schon ziemlich ab. Dafür hatten wir am Tag wieder 23°C). Und siehe da, beim Start des Autos hatten wir gerade mal 5°C.
 
Die Reise führte uns heute zuerst zur Fishing Bridge am Yellowstone River. Beim dortigen Visitor Center gingen wir mal an den Yellowstone Lake. Wir schauten noch einem Chipmunk beim Frühstück zu, dann genossen wir das Panorama über den riesigen, ruhigen See. Schlussendlich stibitste Thömu noch ein bisschen Sand vom dortigen Strand.
 
Danach fuhren wir zur eigentlichen Fishing Bridge, wo wir den hier ausfliessenden Yellowstone-River begutachteten und noch einem weissen Pelikan beim Frühstück zuschauten.
 
Unser nächster Halt war sozusagen mitten im Chrut. Bisons weideten auf beiden Strassenseiten. Ein Exemplar konnten wir beobachten, wie er schwimmend den Fluss überquerte. Andere pennten 2m neben der Strasse und noch andere wurden vom Super-Mario iPad-Fotograf abgelichtet…. Bei Mud Vulcano machten wir dann einen planmässigen Halt. Zuerst schauten wir uns zwei Dampflöcher am Yellowstone River an und staunten über das Gebrüll der heranziehenden Bisonherde (auf der anderen Flussseite).
Dann begaben wir uns auf einen 1km langen Rundweg, durch äusserst stinkiges Thermalgebiet. Hier blubbert nicht etwa klares Wasser, sondern eine Suppe aus Regenwasser, geschmolzenem Schnee und Matsch, welche durch Dämpfe vulkanischen Ursprungs in Bewegung gehalten wird. Die nicht ganz ohne Schwefel, darum der äusserst unangenehme Geruch.
Als wir schon wieder im Auto sassen und weiter fuhren, mussten wir umgehend wieder anhalten. Sulphur Caldron konnten wir noch vom Strassenrand betrachten. In einem riesigen, stinkigen Topf blubberte jede Menge Schlamm vor sich hin.
 
In der Fläche des Hayden Valley’s machten wir unsere Znünipause. Wir beobachteten die riesigen Bison-Herden am Yellowstone-River und mampften dabei einen Apfel. Das Hayden Valley sei bekannt für Wildbeobachtungen. Davon haben wir jede Menge gesehen, einfach nur die Sorte Bison.
 
Weiter nördlich gingen wir zum Grand Canyon of the Yellowstone. Für heute liessen wir es beim Aussichtspunkt Artist Point bewenden. Dafür war der Blick auf den Lower Yosemite Fall umso schöner. Thömu hatte mit dem Föteler alle Hände voll zu tun. Der Lower Yosemite Fall stürzt da 94m in die Schlucht. Der Canyon ist meist gelb, weist aber viele andere Farben auf.
 
Da es schon Mittag war, mussten wir nun aber mal weiter. Wir fuhren Richtung Norris und kurz davor bogen wir auf den (Jack)-Norris-Picknick-Platz ein. Dort machten wir es uns auf einem Bänklein am Schatten gemütlich und mampfen unseren Emmentaler mit Brot und Tomätchen. Ja, wir haben in Park City tatsächlich richtigen Emmi-Emmentaler gefunden. Der war zwar viel zu teuer, wir mussten es aber ausprobieren. :-) Auf jeden Fall schmeckte uns das gemütliche Mittagessen. Zum Dessert gab es noch ein Jogurt, welches nach tagelangem Transport im warmen Auto auch tatsächlich noch gut war.
 
Nach der Pause fuhren wir zu den Artist Paintpots. In der schönen Landschaft waren da wieder Heisswasserbecken in allen Farben zu bewundern. Im Reiseführer war diese Sehenswürdigkeit gar nicht erwähnt, es war aber äusserst schön da. Zuerst ging der Weg durch den Wald, bevor man überhaupt bei den Paintpots war. Dann konnten wir auf einen Rundweg über die Anhöhe die verschiedenen Pots begutachten.
 
Am Norris Geyser Basin machten wir dann unsere nächste Tour. Unser Weg führte wieder über vulkanisches Gebiet, der Weg war gute 3km lang und bot äusserst abwechslungsreiche Heisswasserpools und Geysire. Besonders schön war der Emerald Spring, Cistern Spring und Pearl Geyser. Auf einen Ausbruch des Steamboat Geyser warteten wir vergebens. Die Fontäne würde über 100m hoch werden, dies war aber zuletzt im Mai 2005 der Fall, seit dann brodelt es nur noch ein bisschen.
 
Nach einer Stunde hatten wir’s gesehen und stiegen wieder ins Auto, welches wegen des vorherigen Parkplatzmangels nun etwas verloren in der Landschaft, ausserhalb der Parkfelder herumstand. :-)
 
Wir fuhren nordwärts Richtung Mammoth Hot Springs. Die Strasse durch dieses Tal war landschaftlich äusserst schön, bot in unserer Fahrtrichtung leider nicht viele Ausweichplätze.
Bei den Mammoth Hot Springs fuhren wir auf dem Upper Terraces Loop zum Overlook Point. Von dort gingen wir durch das etwas andere Thermalgebiet. Das heisse Quellwasser wurde hier auf dem Weg an die Oberfläche stark mit dem Kalziumkarbonat des Deckgesteins (Kalksandstein) angereichert, das sich bei Austritt an die Oberfläche um die Öffnung herum ablagerte und auf diese Weise Terrassen gebildet hat, die weltweit grössten dieser Art. Der Wasserzustrom änderte sich aber in den 1990er-Jahren nach den Erdbeben und verringerte sich so, dass Teile der Terrassen ausgetrocknet und nicht mehr so attraktiv sind. New Blue Spring und Canary Spring sind aber immer noch aktiv und zeigten sich in voller Pracht.
Dann war aber fertig lustig. Wir haben heute abgemacht, dass wir um 17.00 Uhr die Rückreise nach Canyon Village starten, dass wir mal zu einer anständigen Zeit ins Bett kommen. Wir fuhren den Loop noch fertig und mussten noch ein Mammuth-Ähnliches Thermalwassergebilde abknipsen, bevor wir den Rückweg in Angriff nahmen.
 
Es war derselbe Weg, wie wir heute schon gefahren sind. Von der anderen Seite her, sieht es aber immer wieder anders aus. Wir machten noch diverse Fotostopps und erreichten Canyon Village genau um 18.00 Uhr. Wir checkten in der Lodge ein und erhielten den Schlüssel für unser Cabin.
Dies suchten wir dann auch auf und bezogen es .Anschliessend gingen wir zu Fuss zurück zur Lodge,  wo wir etwas zum Znacht essen wollten. Auf dem Weg sahen noch wie ein Bison, welches mitten in der Anlage gemütlich am weiden war.
 
Im Restaurant mussten wir einen Moment warten und bekamen dazu einen Pager. Wir vertrieben uns die 25-Minütige Wartezeit im Souvenirshop, ohne etwas zu kaufen. Dann piepste und surrte der Pager auch schon.
 
Karin bestellte sich einen Bison-Elk-Burger und Thömu den Trutenbraten mit Kartoffelstock. Das Essen war äusserst lecker, einfach ein bisschen zu viel.
Wir gingen zurück in unser schiefes Cabin und widmeten uns dort noch den Blogs und gingen mal zu einer christlichen Zeit zu Bett.
Diesen Post teilen
Repost0

Kommentare