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7. September 2012 5 07 /09 /September /2012 23:59
Der Wecker holte uns heute bereits um 7.00 Uhr aus dem Tiefschlaf. Dementsprechend lange hatten wir, bis wir aufstanden. Thomas holte die Kühltasche aus dem Auto und kam mit der Frage zurück, ob unser Auto einen Scheibenkratzer hat… Scheinbar war es in der Nacht so kalt, das es die Scheiben ein wenig anzufrieren vermochte. :o) Juhuuuu:o)
 
Wir frühstückten in unserem Zimmer und wollten heute eigentlich wieder einmal einen Kaffee geniessen. Die Maschine hätten wir im Zimmer gehabt, aber wir brachten es nicht fertig einen Kaffee zu machen. Eigentlich wäre es ganz einfach, Kapsel rein, Wasser nachfüllen, Knopf drücken und 3 Minuten warten. Doch unsere Maschine gab gar keine Geräusche von sich und stellte nach 1 Minute wieder ab… Janu, dann halt nicht. Als wir fertig gegessen hatten, mussten wir noch abwaschen und unseren Bazar zusammenräumen.
 
Als alles in unserem Dodge Charger verstaut war, wollten wir noch das Visitor Center besuchen, welches gestern bereits geschlossen hatte. Dort konnten wir mit einem Stempel unseren Reisepass mit einem weiteren Stempel bereichern. Das musste sein. :o) Nach ein paar Minuten war es aber doch langsam an der Zeit, den Park unsicher zu machen. Unsere Reise führte uns als erstes zum West Thumb Geyser Basin. Wir fanden noch gerade einen Parkplatz und parkierten mal nicht auf einem Rollstuhlfeld :o). Als wir ausstiegen, sahen wir doch glatt eine Horde Menschen, die in eine Richtung sah. DAS Zeichen, dass dort Wildlife ist. Wir wollten auch gwundern gehen und sahen dort real American Elks (grosse Hirsche namens Wapiti, nicht zu vergleichen mit unseren Hirschen). Total waren es 4. 3 Weibchen und 1 Bulle. Ein Prachtsexemplar. Unser Paparazzi montierte das groosse Zoom und begab sich in zu den anderen Paparazzis mit noch viel grösseren Zooms… Karin hielt sich eher im Hintergrund, nicht weil sie Angst hatte oder so, nein, weil überall steht, man solle den Abstand zu den Tieren einhalten! Es war amüsant anzusehen, wie jeder noch näher zu den Tieren ran will. Am liebsten auf die Tiere rauf! Doch auf einmal kam der Ranger und wies die Leute zu recht :o) An dieser Stelle sei gesagt, dass unser Paparazzi den Abstand immer eingehalten hat! Als es uns zu viele Leute um die Tiere hatte, gingen wir zur eigentlichen Attraktion. Wir konnten dort einen Rundweg durchs neblige Thermalgebiet am Yellowstone Lake machen und überall in die blubbernden Löcher hinein sehen. Bald zeigte sich die Sonne und dann war es sehr eindrücklich und schön in die zum Teil tiefblauen Heisswasserpools zu gucken. Ganz schön. Als wir den Rundgang abgeschlossen hatten, gingen wir zurück zum Parkplatz und schauten nochmals bei den Wapitis vorbei. Die Damen haben sich nun verzogen und der Bulle stolzierte alleine herum. :-)
Mit dem Autound fuhren nun zu DEM Geysir. Den Old Faithful Geyser. Das ist der grösste und bekannteste Geysir im Yellowstone NP oder sogar auf der ganzen Welt?
 
Wir parkierten unser Auto möglichst am Schatten und steuerten den Geysir direkt an. Es waren bereits sehr viele Leute dort, also konnte es bestimmt nicht mehr lange gehen, bis er ausbricht. Nach ca. 10 Minuten Wartezeit war es dann soweit. Zuerst spritze er ein paar Mal ein bisschen Wasser hinauf, damit alle bescheid wissen, dass es bald los geht. Dann kam der eigentliche Ausbruch und ein raunen ging durch die Menge. :o) Der Old Faithful blies die Wasserfontäne bis 55 Meter hoch hinaus. Doch wir standen leider in der Windrichtung, somit sahen wir fast nur Dampf… Janu er bricht ja in schöner Regelmässigkeit aus – so ca. alle 75 Minuten (den genauen Zeitpunkt erfährt man immer nach jedem Ausbruch im Visitor Center). Nach dem Ausbruch gingen wir ins Visitor Center und dort kam gerade ein Film über den Yellowstone Park, welchen wir uns ansahen. Anschliessend gingen wir kurz in die Cafeteria. Karin bestellten 2 Limonades und 2 Blueberry Muffins, derweilen Thomas im Souvenirshop ein T-Shirt kaufte.
 
Danach wollten wir noch den Rundweg ablaufen, welche durch schweflige Dämpfe, Heisswasserpools und weitere Geysire führt. Unser erster längerer Halt war beim Grand Geyser. Dort waren auch viele Leute und wir dachten, da muss es doch bald losgehen. Doch es spritze nur der kleine Turban Geysir nebenan kurz etwas herum und danach war wieder Ruhe. Es heiss auf der Infotafel, dass der kleine alle 20 Minuten ausbricht und irgendwann zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr bricht der Grand Geyser auch aus. Doch so lange wollten wir nicht warten und gingen weiter. Es hatte sehr schöne Pools, welche unglaublich schöne Farben hatte. Ein Geysir ist noch zu erwähnen. Der Grotto Geysir. Der sieht aus wie ein Zwergenkopf, ist aber nicht mehr aktiv. :o). Danach war es nicht mehr weit bis zum Morning Glory Pool. Thomas dachte, das wäre der Pool, der überall auf den Postkarten zu sehen war. Doch als wir dort waren, merkten wir, dass dem gar nicht so ist. Er sieht dem Postkartensujet aber ziemlich ähnlich. :o) Als alle Fotos im Kasten waren, gingen wir wieder zurück. Der Castle Geysir dampfe verdächtig stark, doch der wollte nicht ausbrechen. Als wir da so am zurückwatscheln waren, sahen wir von weitem, das der Lions Geyser gerade ausbricht. Wir waren nicht mehr weit davon entfernt und so rannte Thomas los. Karin nahm es gemütlich und schaute derweilen dem Old Faithful Geysir noch aus der Ferne zu. Als beide wieder vereint waren, machte Thomas ein trauriges Gesicht. Alles rennen hat nichts gebracht – er kam zu spät!
 
Als wir wieder zurück waren, gönnten wir uns nochmals etwas zu trinken und gingen anschliessend zurück zum Auto. Unser nächster Halt war der Midway Geyser Basin. Da ist nun also der Pool, der auf den Postkarten war. Der Grand Prismatic Spring, ist die drittgrösste Thermalquelle der Erde und ist sehr schön anzuschauen, doch leider ist er viel zu gross, so dass man seine wahre Schönheit nur von der Luft aus sieht. Wir machten trotzdem viele Fotos und gingen anschliessend zurück zum Auto. Wir fuhren in paar Meter der Hauptstrasse entlang, bogen danach aber rechts ab und fuhren dem Firehole Lake Dirve entlang. Dort kamen wir auch zu Geysiren und der White Dome Geyser brach gerade aus. Ein ganz dünner Strahl schoss in die Luft und auch nach wenigen Sekunden war dieses Schauspiel vorbei. Wir fuhren wieder zurück zur Hauptstrasse und bogen vor der Madison Kreuzung links ab zu den Firehole Falls. Es war ein Wasserfall und viele wissen jetzt bereits, was Karin für ein Schicksal traf… Genau Warten bis sich der Herr Paparazzi mit Wasserfall-Fotos ausgetobt hat. :o) Karin gab Thomas genau 2 Stunden Zeit, danach würde sie weiterfahren:o) Thomas fand dieses Angebot grosszügig und montierte sich am Strassenrand. Nach ein paar Minuten war der Herr jedoch schon fertig und abfahrbereit. Karin verstand die Welt nicht mehr. :o).
 
Unser nächster Halt war das Black Sand Basin. Farblich wäre es wunderschön gewesen. Ja wäre, es war bereits am Schatten und die Farben kamen absolut nicht mehr zur Geltung. Nun war es aber an der Zeit, ans Nachtessen zu denken. Im Reiseführer war das Essen im Restaurant beim Old Faithful sehr gelobt worden. Also wollten wir das gerade testen. Als wir aber beim Geysir ankamen, waren wieder eine Horde Menschen um den Geysir versammelt also gesellten wir uns dazu. Und schon bald fing es an zu brodeln und das Wasser schoss in die Höhe. Der Wind half dieses Mal auch ein wenig mit und verblies den Dampf, so dass man sehr gute Sicht auf die Wasserfontäne hatte. Als Zugabe gab es sogar noch einen kleinen Regenbogen zu sehen.
 
Anschliessend gingen wir in den grossen Souvenirshop, denn Karin wollte auch noch ein Shirt. Fand jedoch nichts und so gingen wir in die Beiz. Dort stellten wir uns in die Warteschlange und als wir dran kamen, war bereits von einer Wartezeit von 1 Stunde oder mehr die Rede. Uns war das egal, denn die Innenarchitektur des Gebäudes sah auch ganz cool aus und wir konnten uns super vertörlen. Nach einer Stunde blinkte unser Pager und wir durften an unserm Tisch Platz nehmen. Beide bestellten Bison. Für Karin mit Polenta und für den Herrn mit Kartoffelstock (schliesslich hat man ja im Militär eine Überdosis an Polenta abbekommen). Dazu gab es für beide Gemüse welches aus Cholräbli und Rüäbli bestand. Seit unserem Hochzeit isst Thomas ja sogar das Kohlräbli roh :o) hihihi. Nein Quatsch – da Brünu nicht dabei ist, wo ihm das rettende Bier in die Finger drückt, liess Thomas das mit dem Kohlräbli sein.
 
Es war schon sehr spät und auf einmal kam uns in den Sinn, ob die Rezeption von unserem Gelieger noch genügend lange offen haben wird. Da alle Hotels im Park der gleichen Kette angehören, fragten wir die Dame an der Rezeption, ob sie uns mit den Öffnungszeiten vom Lake Hotel weiterhelfen könne. Sie fragte gleich mal telefonisch nach und gab uns das OK, dass sie noch geöffnet hätten, wenn wir dort ankamen. Sie haben nämlich 24 Stunden geöffnet. Nun kam etwas, was wir gar nicht mochten. Wir mussten bei Dunkelheit durch den Park fahren. Und das satte 61 km weit. Beide waren voll konzentriert, aber ausser einer Hirschdame und einem Kojoten, haben wir nichts auf der Strasse gesehen.
 
Beim Hotel, suchten wir zuerst die Rezeption und als uns ein Herr, der aus der Dunkelheit kam, sagte wo die ist – es war nämlich gar nicht wirklich gross angeschrieben – konnten wir einchecken und unser Bazar ins Zimmer hoch schleppen.
 
Das Blogschreiben liessen wir heute mal sein, denn wir wollten doch mal zu einer anständigen Zeit ins Bett kommen.
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