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6. September 2012 4 06 /09 /September /2012 23:59
Weckzeit war heute wiederum 7.30 Uhr. Wir taten uns heute aber irgendwie schwer mit aufstehen. Eigentlich wollten wir heute wieder vom eigenen Proviant frühstücken. Unsere Milch wurde im tagsüber im warmen Auto schlecht und Brot hatten wir auch keines mehr. Also entschieden wir uns fürs Frühstück im Hotel, obwohl es im Preis nicht inbegriffen war. Dies hat sich gelohnt, das Frühstücksbuffet war wirklich ausgezeichnet. :-)
 
Dann checkten wir noch aus und fuhren mit dem Auto direkt zum nächsten Supermarkt. Dort kauften wir den Picknick- und Frühstücks-Proviant für die nächsten Tage ein. Anschliessend fuhren wir nochmals zur Main-Street von Park City und schauten uns diese noch bei Tag an. Es war hier fast wie ausgestorben, morgens noch vor 10.0 Uhr. Einzelne Shops hatten aber schon geöffnet und so fanden wir auch noch ein T-Shirt von da oben. Im Roots waren wir auch noch, da kauften wir aber nichts, wollen wir diesen doch in Kanada besuchen.
 
Als wir’s da gesehen hatten, schauten wir noch kurz in einem Sportgeschäft, ob Karin wohl noch ihren Shred-Skihelm finden würde. Die neue Shred-Kollektion war jedoch noch nicht eingetroffen (mal vorwärts machä Ted :oD), also fuhr Karin mit dem Fernziel Yellowstone los.
Beim Outlet, wo wir schon gestern waren, legten wir noch einen ganz kurzen Stopp bei A&F ein, Thömu brauchte noch etwas…
 
Dann konnte die Fahrt auf der Interstate 80 losgehen. Das Wetter wurde zunehmend schlechter, meistens war es bedeckt (Zum ersten Mal seit Frisco sehen wir nicht mehr ungehindert den blauen Himmel…). Wir fuhren bis Evanston auf dieser Autobahn, dies war nicht sehr spannend. Thömu hat einzig die Sichtung eines amerikanischen Bauzuges, welcher gerade mit Langschienenablad (SILAD) beschäftigt war, zu vermelden.
In Evanston bekamen wir einen Vorgeschmack auf den Bundesstaat Wyoming, verliessen diesen, aber bald wieder nach Utah. Die Fahrt auf der Nebenstrasse nordwärts war nicht sehr spannend, einzig die vielen Sonntagsfahrer hielten uns auf Trab.
 
In Laketown erreichten wir den Bear Lake. Der über 300km2 grosse See auf der Grenze zwischen Utah und Idaho beeindruckt durch seine ungewöhnliche türkisblaue Wasserfärbung. An einem Rastplatz machten wir einen WC- und Fotostopp. Beim fötelen erschreckte uns eine kleine Schlange schon noch so… Sie hatte aber glaub mehr Angst vor uns, verschwand nämlich auf der Stelle.
Weiter geht’s! Wir fuhren den schönen Ufern des Sees entlang und genossen immer wieder die Aussicht, die Sonne zeigte sich auch wieder öfters.
 
Nördlich des Sees machten wir eine kleine Europa-Städtereise innert kürzester Zeit. Zuerst durchquerten wir Paris (fanden den Eifelturm jedoch nicht), dann bogen wir in Ovid auf eine kleine Strasse ab. Diese heisst nicht anders als BERN ROAD. Bei der Kreuzung stand auch schon eine vertraute blaue Tafel „Bern 4km“. Das brauchte schon mal eine Fotosession mit unserer Bernerfahne. Wir mussten nun 4 Meilen und nicht wie angegeben 4km auf der kleinen Nebenstrasse fahren, bis wir vor einen kleinen Bauernweiler kamen. Und schon da sahen wir wieder eine blaue Tafel „Bern“. Anhalten, Fotos machen, schliesslich haben wir extra noch ein Berner-Fähndli mitgenommen. :-) Die blauen Tafeln sind nicht etwas aus Karton, oder sonst ein Gebastel, nein, es handelt sich um Original-Schweizer-Tafeln. Eine Innerortstafel und eine Ausserortstafel. Bei einem Halt im Weiler kam noch der kleine Sheriff und schaute zum rechten. Das kleine Hündchen verteidigte sein Bern mit lautem Gebell, getraute sich aber keinen Schritt näher.
Wie kommen wir darauf, dieses einsame Bern zu besuchen? Thömu’s Kollege Domi hat von diesem Bern erzählt und wir sagten uns, dass wir dieses besuchen wollen. Immerhin hat Franzi es gefunden. Sonst hatte Bern nichts zu bieten, ausser den beiden schweizerischen Ortstafeln erinnert nichts daran, woher der Name stammt, Unsere Berner Fahne war auf jeden Fall die einzige, weit und breit.
Wir fuhren weiter auf der Bernstrasse und erreichten bald Montpelier. Montpelier ist schon ein bisschen grösser als Bern und hat sogar einen Bahnhof. Dort machten wir auch einen Stopp, wollte Thömu doch mal die beiden Loks dort begutachten.
Dann machten wir noch gleich den Fahrerwechsel und fuhren weiter. Nachdem die Landschaft um Paris-Bern-Montpelier eher landwirtschaftlich war, wurde es dann bald etwas bergiger. Nachdem wir den Geneva-Summit überquert hatten, erreichten wir im nächsten Tal noch Geneva, oder eben Genf, die letzte „Stadt“ unserer Europa-Städtereise. :-)
 
In Afton machten wir den nächsten Halt. Zuerst mussten wir den „World’s largest Elkhorn Arch“ begutachten. Ein Bogen aus lauter Hirschhörnern überspannt hier die Strasse. Ausserdem waren noch coole Tierfiguren bei einzelnen Häusern aufgestellt. Ausserhalb von Afton besuchten wir noch den Burger-King, schliesslich mussten wir am späten Nachmittag auch noch irgendetwas zum Zmittag mampfen.
 
Nach der Ortschaft Alpine durchquerten wir den Grand Canyon of Snake River. Auf Ausweichplätzen boten sich schöne Aussichten auf den breiten, klaren Fluss und den beginnenden Indian-Summer (ja, gewisse Bäume verfärben sich hier schon). Da das Wetter aber wieder schlechter wurde, gab es nicht wirklich gute Fotos.
 
In Jackson hatten wir sogar schon Regentropfen auf der Scheibe und das Thermometer zeigte noch gerade 10°C an. Weiter nordwärts durften wir an einer Baustelle noch 5 Minuten auf die Weiterfahrt warten (Schwein gehabt, es wurde mit einer Wartezeit von 20 Minuten gewarnt).
 
Bald erreichten wir das Südende des Grand Teton Nationalparks. Der Grand Teton Nationalpark ist gleich südlich des Yellowstone Nationalparks angrenzend. Er hat hohe Berge (der Grand Teton ist mit 4197m der höchste) und grosse weite Flächen, auf einer Höhe von ungefähr 2000 Metern. Wenn man die Berge betrachtet, erinnert das ganze doch ziemlich an unsere Heimat.
Auf dem Highway 89 fuhren wir nordwärts. Plötzlich sahen wir von weitem schon die erste Bison-Herde. Diese war jedoch ziemlich von der Strasse entfernt. Wenig später standen X Autos am Strassenrand. Und siehe da, 4 Bisons mampften gemütlich an der Strasse.
Etwas weiter nördlich war bei einem Rastplatz wieder eine Menschenansammlung. Alle schauten in eine Richtung, wir dachten an Elche, Bären, oder so. Nein, wir liessen uns sagen, dass wir dort Weisskopfseeadler sähen. Und siehe da, erst mit dem Feldstecher sahen wir 5 Punkte in der Ferne. Eben, 5 Weisskopfseeadler. Beim Colter Bay Village am Jackson Lake wollten wir noch kurz den Visitor Center besuchen, aber kurz vor 19.00 Uhr waren wir schon zu spät. Dennoch konnten wir am See noch ein paar schöne Fotos machen.
 
Schon ausserhalb des Parkes, im „John D. Rockefeller, Jr. Memorial Parkway“ konnten wir bei einer Brücke über den Snake River noch den Sonnenuntergang bewundern.
 
Den nächsten Stopp machten wir am Parkeingang zum Yellowstone Nationalpark. Dort musste natürlich die Yellowstone-Tafel aufs Bild. Der Parkeingang war schon geschlossen, wir durften uns einfach noch mit einer Zeitung bedienen.
 
Wir fuhren weiter durch die weiten Wälder des Yellowstone Nationalparkers. Es dunkelte schon langsam ein, Tiere sahen wir dennoch keine… Um 20.00 Uhr erreichten wir Grant Village, hier hatten wir ein Zimmer für die erste Nacht reserviert. Nach dem Check-In bezogen wir dieses Zimmer und wechselten zu langärmliger Kleidung, war es draussen doch noch gerade 6°C…
 
Anschliessend gingen wir sofort ins Lake House und bestellten uns dort das Nachtessen. Wir nahmen Margerita-Sandwiches, was ganz fein war. Nach dem Nachtessen widmeten wir uns noch ein bisschen dem Blog. Aufs Internet kam auch dieser nicht, gibt’s da nämlich nichts gratis…
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