Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
3. September 2012 1 03 /09 /September /2012 23:13
Der Wecker wurde heute auf 7.00 Uhr gestellt. Gebraucht haben wir den aber nicht. Wir waren bereits um 06.45 Uhr wach. Also halt, ab unter die Dusche und frühstücken. Kurz nach 8.00 Uhr verliessen wir unser Zimmer und luden den ganzen Bazar in den Dodge.

Nun stand Auschecken auf dem Programm. Auf dem Parkplatz bei der Rezeption fanden wir aber unseren Zimmerschlüssel nicht mehr. So blieb uns halt nichts andres übrig, als den ganzen Weg zum Zimmer nochmals ab zu suchen. Und prompt fanden wir den Schlüssel auf dem Parkplatz. Herr Ryf hat den auf das Autodach gelegt und beim abfahren vergessen… Nun konnten wir doch noch auschecken und fuhren weiter.

Thomas sass wieder am Steuer, da Karin’s Gesundheitszustand sehr zu wünschen übrig lässt. Wir fuhren nochmals in das Yosemite Valley hinein und beobachteten Eichhörnchen bei der Morgentoilette. Wir steuerten diverse Aussichtspunkte an, welche wir gestern noch nicht gesehen hatten. Als alle Fotos geschossen waren, wollten wir das Visitor Center besuchen. An einer Abzweigung fuhren wir aber falsch und gingen bei der nächsten Möglichkeit rechts raus, um ein Wenden zum Besten zu geben. Als wir wieder retour fuhren, sahen wir prompt einen Hirsch auf der Wiese am grasen. Er war gar nicht scheu und wir konnten nahe an ihn ran, ohne ihn zu bedrängen. Nach gefühlten 40 Minuten – Herr Ryf hat immer etwas länger beim Fötelen – suchten wir nun das Visitor Center auf. Doch dieses war nur ein kleines Zelt und so verzichteten wir und fuhren weiter.

Wir fuhren nun ohne Umwege Richtung Tioga Pass. Unsere Fahrt führte hoch hinaus und an vielen Seen vorbei. Der erste See, wo wir einen Halt machten, war der Siesta See. Für Siesta war es noch ein bisschen früh, also entschieden wir uns, hier nur einen Apfel zu knabbern. Karin’s Gesundheitszustand wurde zunehmend schlechter, also warf sie hier ein Alca C ein, mit der Hoffnung auf schnelle Wirkung.

Unsere Fahrt ging nun weiter und beim Olmsted Point hielten wir das nächste Mal. Der Parkplatz war schon fast voll, aber für unseren Dodge fanden wir noch knapp eine Lücke. Vom Olmsted Point aus, sieht man wunderschön zum Half Dome rüber. Wir gingen zum höchsten Punkt rauf und dort stand auch eine einzelne Föhre oder so was ähnliches. Das perfekte Fotosujet für unseren Paparazzi. Doch wie das halt so ist mit den vielen Touris, alle stehen um dieses Bäumchen herum und kaum hat man eine Gelegenheit, diese ohne Personen zu fotografieren. Dann gibt es noch solche Trottels, die es sich direkt hinter der Tanne gemütlich machen und dort einfach sitzen bleiben, oder sich hinlegen und die Sonne geniessen. Wir warteten geduldig und wurden auch belohnt. Auf einmal war Aufbruchstimmung und wir konnten doch noch Fotos machen, ohne Obertouris drauf. So nun aber weiter, sonnst kommen wir nirgendwo hin.

Der Tenaya Lake war unser nächster Halt. Zugegeben, wir kamen nicht wirklich viel weiter, aber der See musste unbedingt auf unsere Speicherkarte. Verdammt war das schön dort. Und zum Glück war es gerade 12.00 Uhr Mittags und jeder Bünzlischweizer weiss, was das bedeutet!?!?! Genau Zmittags-Zeit! Wir parkierten unseren Dodge am Strassenrand und nahmen die Kühlbox mit an den See. Dort machten wir es uns auf einem Baumstamm gemütlich und mampften unser Zmittag, welches aus Schinkensandwich und Wassermelonen bestand. Karin konnte kaum das Zmittag fertig essen, wurde sie von Thomas herumdirigiert für Selbstauslöser-Fotos. Grrrr… :-)

Als es uns zu viele Leute hatte (heute ist in den USA Labor-Day, alle haben also frei…), verliessen wir den See und luden unsere Kühlbox wieder in das Auto, wo Karin das Zepter über unseren Dodge übernahm. Als wir gerade dabei waren einzusteigen, hat uns ein Typ angesprochen, ob wir zufälligerweise Richtung Toulumne Meadows fuhren und ob wir ihn mitnehmen könnten. Wir hatten erbarmen mit dem Jungen aus Massachusetts mit dem Skateboard und nahmen ihn mit.

Doch kurz vor Toulumne Meadows war es wieder so schön und wir mussten einen Fotostopp einlegen. Der Skater nahm somit die letzten paar Meter, oder besser gesagt Meilen, noch mit dem Skateboard auf sich und wir verabschiedeten uns von ihm.

Wir standen unmittelbar vor dem Pothole Dome. Von dort oben müsste man bestimmt eine grandiose Aussicht über das ganze Tal haben. Thomas krakselte in 5 Minuten hoch, derweilen Karin unten mit Schnudderen und Husten beschäftigt war. Jaaaa Frau Ryf hat die Grippe eingefangen – super Timing oder? Als Thomas wieder unten bei Karin war, konnte die Reise weiter gehen, aber nicht für lange. Denn nach ca. 2 Fahrminuten war schon wieder ein schöner Bach zu sehen, wo auch wieder ein paar Maultierhirsche grasten. Natürlich mussten diese auch noch abgelichtet werden. So jetzt aber definitiv weiter.

Ohne Halt fuhren wir über die Passstrasse bis zum obersten Punkt vom Tioga Pass. Die Passhöhe befindet sich auf 9945 Fuss (3031 Meter). Dort mussten wir natürlich anhalten und das Passschild fötelen, wie auch der Stau, welcher sich beim Parkeingang vor dem Kassenhäuschen gebildet hatte. Als alles auf unserer Speicherkarte verewigt war, waren wir bereit, den Yosemite Park endgültig zu verlassen! Wir fuhren alles hinunter bis Lee Vining. Dort gönnten wir uns bei der Beiz/Tankstellenshop eine Fahrpause und kauften ein Glace, welches wir am Schatten assen.

Unsere nächste Station war der Mono Lake. Oder besser gesagt das South Tufa Reserve. Dort führte ein Weg zu den sogenannten Tufas (Truffstein) am und im tiefblauen Wasser. Diese Tufas sind Kalziumkarbonatformationen, welche durch Ablagerungen der hochdrängenden Quellflüsse entstanden. Sie wuchsen im Laufe der Jahrtausende aus dem Wasser, bzw. wurden durch Reduzierung des Wasserstandes freigelegt. In den Tufas sieht man auch diverse Tiere. So hat Karin ein Kamel, einen Bär, ein Murmeli, eine Schnecke und noch viele andere Tiere gesehen. Ob das wohl mehr am Alca C liegt??? Das Wasser im Mono Lake ist übrigens 2.5x Salzhaltiger als das Meer. Wir liefen den Rundweg ab und schossen unzählige Fotos.

Nun war es bereits später Nachmittag und unser nächstes Ziel war Ghost Town Bodie. Den hiesigen Ballenberg. Um 17.20 Uhr erreichten wir den Parkeingang und mussten 7$ Eintritt pro Person bezahlen und wurden darauf hingewiesen, dass der Park um 18.00 Uhr schliesst. Die Geisterstadt war nicht sehr gross und so konnten wir fast alles sehen. Um exakt 18.00 Uhr begann der Ranger seine Tour und warf die Touris raus. Thomas war gerade am Fötelen als es auf einmal hiess „Sir, make your final Picture! The Park is closing now“… :o) Was gibt es über die Geisterstadt zu sagen. Sie entstand aus einem Goldrausch in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, verlor aber nach und nach seine Bevölkerung von über 10'000 Einwohner und wurde in den 1930er- Jahren ganz verlassen. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit (auf 2550 Meter) blieben viele Gebäude und Gerätschaften relativ gut erhalten.

Kurz nach 18.00 Uhr verliessen wir Bodie und fuhren die knapp 13 Meilen (3 davon auf Schotter) wieder zurück zur Hauptstrasse. Dort bogen wir rechts ab und fuhren in den Sonnenuntergang hinein. In der Ortschaft Bridgeport mussten wir zum ersten Mal unseren Tank füllen und fuhren anschliessend noch ca. 80 Meilen bis zu unserem heutigen Tagesziel Minden. Wir steuerten zuerst das Best Western an der Lucerne Street an, doch als wir dort ankamen, war weit und breit kein Best Western zu sehen. Kleiner Streich von Franzi :o). Also fuhren wir weiter und fanden das Holiday Inn Express. Dort gingen wir rein und fragten nach einem Zimmer. Sie hatten eines frei und wir checkten gleich ein. War es doch bereits 20.30 Uhr und die Müdigkeit hinderte uns am weitersuchen.

Wir verstauten unsere Sachen im Zimmer und gingen anschliessen noch in den benachbarten Subway. Dort stellten wir unser Sandwich to go zusammen und verspiesen dieses in unserem Zimmer. Dort haben wir noch Blog geschrieben, Fotos sortiert und den Blog aktualisiert. Danach gab es kurz vor Mitternacht auch Feierabend.

Ach ja, wir haben heute California verlassen und befinden uns im Las Vegas-Staat Nevada!
Diesen Post teilen
Repost0

Kommentare