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5. Mai 2012 6 05 /05 /Mai /2012 23:16

Wie schon gestern, ging auch heute Morgen der „Norway Wake-Up Call“ um 8.00 Uhr. Als wir endlich mal aus den Federn kamen, begaben wir uns in den Frühstücksraum und bedienten uns ein weiteres Mal an dem äusserst reichhaltigen Buffet. Karin machte heute einen grossen Bogen um die Soyamilch und nahm stattdessen Jogurt auf ihre Flocken:o). Anschliessend packten wir im Zimmer noch kurz unsere sieben Sachen zusammen und begaben uns zur Busstation, wo der 30er Bus Richtung Bygdøy losfuhr. Ein Ticket mussten wir natürlich auch noch haben und so kämpften wir uns vor dem Automaten, welchen von irgendwelchen filmenden Teletubbies besetzt wurde. Wenige Minuten später kam unser Poschi und wir fuhren Stadtauswärts bis zur Haltestelle Vikingskipene – dem Wikingerschiffmuseum.

 

Im Museum bezahlten wir den Eintrittspreis von 60NOK pro Person und nahmen einen Museums-Führer in Deutscher Sprache. Das Museum war klein, aber sehr interessant. Darin zu sehen waren unter anderem Originalschiffe, welche durch die Wikinger zwischen 814 und 819 n. Christus gebaut worden sind und später als Bestattungs- resp. Grabschiffe gebraucht haben – ranghohe Personen bekamen also neben Schmuck und allem anderen, auch noch ein Schiff mit ins Grab. Auch Textilien, Küchenutensilien und Werkzeuge, welche den Personen ins Grab gegeben wurden, waren ausgestellt. Auf einmal kam eine Reisegruppe herein, wo die Quaseltante sogar auf ein Schämeli stehen musste, um zu ihren Schäfchen zu sprechen :o). Sah super aus… Unser Fazit zu diesem Museum – es ist absolut empfehlenswert und interessant.

 

Als wir alles gesehen hatten, nahmen wir den ca. 10-minütigen Fussmarsch zur Fährestation an den Hafen unter die Füsse und warteten dort auf die Fähre, welche uns wieder zum Radhuset-Platz brachte. Da auf einmal blauer Himmel war und die Sonne lachte, brauchte Karin unbedingt ihre Sonnenbrille. Also gingen wir zurück ins Hotel.

 

Nun wechselten wir die Spurensuche von den Wikingern zu den Skispringern. Wir gingen zur Metro-Station, welche direkt auf der anderen Strassenseite unseres Hotels war. Dort versuchten wir ein Ticket bis nach Holmenkollen am Automaten zu lösen. Da wir aber noch zuwenig gut Norwegisch lesen können, fragten wir die „Zwätschtgä“ am Billetschalter, was wir lösen müssten. Da diese aber gerade sehr beschäftigt war, mit Facebook, oder weiss der Teufel was, bekamen wir kaum Antwort. Also beschlossen wir, uns ein 24 Stunden Ticket zu lösen.

 

Mit der Metro Nr. 1 (Richtung Frognerseteren) fuhren wir bis zur Haltestelle „Holmenkollen“. Dort angekommen, stand uns ein steiler Aufstieg zum Areal bevor. Nach ca. 10 Minuten standen wir an der spektakulären Zuschauertribüne der Skisprungschanze, bei welcher unser Simi auch schon allen davon hüpfte :o). Dort wo die Skihüpfer immer den Anlauf holen, sahen wir Personen stehen. Cool, da kann man rauf – wir wollen auch. Schliesslich standen wir noch nie auf einer Sprungschanze. Da wir aber zuunterst im Zuschauerbereich waren, mussten wir noch irgendwie hoch. Wir entschieden uns für den direkten Weg über die Zuschauertribüne. Die Treppenstufen erinnerten uns stark an die Stehrampe im Tempel (Knackarsch inklusive). Wir standen jetzt gerade unter dem Schanzentisch und dort war auch gleich der Eingang zum Museum und dem Lift, welcher ganz noch oben führte. Wir bezahlten je 10 Franken Eintritt und begaben uns auf direktem Weg zum Lift, welcher uns innert kürzester Zeit nach oben an den Start brachte. Wir waren begeistert, denn von da oben aus hat man eine ganz geile Aussicht auf Oslo und dessen Fjord. Nach einer langen Fotosession konnten wir uns doch noch durchringen, wieder runter zu gehen und das Ski-Museum anzuschauen. Für Karin das Paradies :o) Sogar ein alter Atomic-Ski von Aksel Lund Svindal war ausgestellt. <3 :o). Übrigens, die spektakuläre Schanze steht noch nicht lange und wurde für die Nordische-Ski-WM 2011 aus dem Boden gestampft.

 

So langsam bekamen wir durst und wir beschlossen, bei der Beitz, welche wir beim Aufstieg gesehen haben, noch kurz etwas zu trinken. Thömu genehmigte sich ein Goggi und Karin bestellte ein Latte Macchiato und schaute nicht schlecht, als die Dame fragte, was das sei…

Dann ging’s zurück zum Bahnhof um wieder ins Zentrum von Oslo zu gelangen. Unser Timing war perfekt und so kam die Metro auch gleich um die Ecke gebogen. Wir fuhren bis zur Station Majorstuten und da wir ein 24h-Ticket hatten, nahmen wir die Strassenbahn Nr. 12, welche uns vor den Eingang zum „Vigelandsparken“ brachte. Gemäss unserem Reiseführer ist diese Anlage ein Glanzstück der Bildhauerkunst, welche weit über die Grenzen Norwegens berühmt ist, und dies nicht nur wegen der sprichwörtlichen Monumentalität dieser Verherrlichung des Menschseins. Aus unserer Sicht könnte dies aber auch ein wenig ein Pornopark sein. Alle Skulpturen in diesem Park und sonst überall in Oslo sind nämlich nackt und sehr detailgetreu. Nach einigen Fotos gingen wir mit der Strassenbahn Nr. 12 bis zum Bahnhof. Da wir morgen mit dem Zug weiter nach Bergen reisen, und zur Zeit Bauarbeiten im Gange sind, wollten wir uns im Bahnhofgebäude noch kurz informieren, wo morgen unser Bus fährt. Auf der Anzeigetafel fanden wir nichts und so fragten wir einer der Bahnangestellten, welcher dort herumstand was-wie-wann-wo-warum. Wir kamen uns vor wie zwei der sieben Zwerge. Mensch war der gross!!!

 

Im Bahnhofsupermarkt kauften wir noch husch Proviant für die Zugsfahrt von morgen ein und brachten diese anschliessend ins Hotelzimmer. Da unsere Nati heute spielte, wollten wir noch kurz die Highlights des Spieles sehen, wie auch die Interviews unserer Topscorer Streit und Rüthemann. Doch aus rechtlichen Gründen können diese Videos auf der SF-Homepage nur in der Schweiz gesehen werden. Super vielen Dank auch!

 

Die Zeit war schon weit vorgeschritten, als unsere Bäuche knurrten und wir uns auf die Suche nach einer Beitz machten. Wir schlenderten die Fussgängerzone hinauf und standen kurze Zeit später vor dem T.G.I.Fidays. Die anderen Beizen, welche ringsherum waren, gluschteten uns nicht wirklich und so kehrten wir im T.G.I.F. ein. Am Eingang bekamen wir einen Ballon mit einem Buchstaben drauf und wurden an die Bar geschickt. Wartezeit momentan 15 Minuten… Wir sassen keine 15 Minuten an der Bar, als wir zu unserem Platz geführt wurden. Karin bestellte sich den Jack Daniel’s Salmon und Thomas nahm das Jack Daniel’s Huhn. Beides wurde mit Kartoffelstock und warmen, rohem Gemüse serviert. Sehr zur Freude von Thömu :oD. Das Znacht schmeckte uns vorzüglich und wir rundeten das ganze mit einem Espresso ab. Nach dem Zahlungsvorgang vertraten wir uns am Hafen noch kurz bei der tief stehenden Abendsonne die Füsse, doch der kalte Wind und die volle Blase liess uns auf direktem Weg zurück zum Hotel gehen.

 

Nun stand noch das abendliche Blogschreiben sowie das Packen auf dem Programm und kurze Zeit später, gab es bei Ryf’s Feierabend. Gute Nacht!

 

PS. Das Gästebuch funktioniert nun. :-)

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