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21. September 2012 5 21 /09 /September /2012 23:30

Der Wecker meldete sich heute um 7.15 Uhr zu Wort. Sofort wollte Thömu abchecken, ob wieder Nebel reingezogen ist, oder nicht. Und was sahen wir dabei zum Hotelfenster raus? Die Sonne hatte den Wecker wohl auch auf 7.15 Uhr gestellt, erschien gerade am Horizont und blinzelte uns ins Hotelzimmer.

 

Nach der Morgentoilette gingen wir zum Frühstück. Sehr reichhaltig war es hier nicht gerade. Aber je zwei Scheiben Toast und ein Jogurt konnten wir dennoch verdrücken. Anschliessend packten wir unsere sieben Sachen, checkten aus und gingen zum Auto.

 

Als erstes wollten wir noch das alt viktorianische Gebäude „Carson Mansion“ in Eureka Old Town, welches im Reiseführer erwähnt ist, begutachten. Anschliessend suchten wir im Navi den nächsten Starböcku und steuerten diesen an. Damit Karin das Morgenkafi mal nicht während dem Steuern trinken musste, übernahm Thömu während der Kaffeefahrt das Steuer. Nach der Freeway-Kaffeefahrt gab’s wieder Fahrerwechsel und wir fuhren weiter auf dem Freeway Richtung Süden.

 

Vor der „Avenue of the Giants“ verliessen wir Freeway und wechselten auf die alte Strasse 254. Diese schlängelt sich mitten durch eine grosse Fläche an grossen Redwood-Bäumen. Mitten in diesem Gebiet mussten wir gemäss Reiseführer auf eine noch kleinere Strasse (einspurig) abbiegen, dies sei touristische Pflicht. Wir fuhren etwas Slalom um die Bäume herum und erreichten nach ca. 5 Meilen die Big Tree Grove. Für einen Waldspaziergang wechselten wir wieder von Flip-Flops auf Trekkingschuhe und suchten anschliessend den Giant Tree auf. Dies ist ein wahres Monster unter den riesigen Redwood-Bäumen. Er hat einen Umfang von 16.2m und ist 110m hoch (Masse von 1991, ist nun wohl noch grösser). Anschliessend gingen wir noch zum „Flat Iron Tree“. Dieser ist in den 90er Jahren leider umgefallen, hat aber auch imposante Querschnittsmasse: 5.3m. Da wir gestern schon einen Waldspatziergang gemacht hatten und den grössten der Bäume auch gesehen hatten, verzichteten wir auf den ganzen Loop und gingen zurück zum Auto.

 

Anschliessend fuhren wir auf der Avenue of the Giants weiter gegen Süden, bis wir genug von den Bäumen hatten. Schlussendlich hatten wir nun auch nicht mehr das Bedürfnis unter einem Baum durchzufahren. Für die arge Beschädigung von solchen Bäumen noch etwas bezahlen, nööö…

 

In Leggett bogen wir dann vom Hwy 101 auf den Hwy 1 ab. Über eine äusserst kurvenreiche Strasse ging es quer durchs Gebirge an die Küste. Als wir nach ca. 45 Minuten (für ca. 16 Meilen) die Küste erreichten, mussten wir zuerst mal einen Stopp machen, etwas ausruhen und das schöne Wetter an der Küste geniessen. Dies war ja in den letzten Tagen keine Selbstverständlichkeit. Nach der Apfelpause fuhren wir weiter. Zuerst führte die Strasse sehr schön der Küste entlang. Es war zum Teil zwar äusserst Kurvenreich, aber schön.

Mit Fort Bragg erreichten wir endlich wieder mal ein grösseres Kaff. Dort suchten wir uns einen Subway auf, kauften Sandwichs und fuhren weiter. Dann gestaltete sich die Suche nach einem Picknick-Plätzchen an der Küste etwas schwierig, aber nach ein paar versuchen, fanden wir doch noch einen schönen Strand, wo wir uns auf etwas Schwemmholz setzen konnten und unser Subway-Sandwich mampften. Dies immer unter Beobachtung von ein paar Möwen, welche wohl allzu gerne gesehen hätten, dass uns etwas runterfallen würde. Nichts gewesen. :-)

 

Nach dem Fahrerwechsel fuhren wir weiter. Die Strasse war auf den nächsten vielen Meilen nicht mehr ganz so schön wie vorher. Äusserst kurvenreich, aber häufig ziemlich weit weg von der Küste.

Bei Jenner zeigte sich die Strasse nochmals von der schöneren Seite und Thömu hatte mit Anhalten und Fotos machen alle Hände voll zu tun.

 

Ein paar Meilen nach Jenner ging’s dann Landeinwärts und wir erreichten schon bald Petaluma. Im dortigen Outlet wollten wir noch einen kurzen Zwischenstopp machen. Wahnsinnig viel kauften wir nicht ein, einzig bei Tommy Hilfiger wurden wir noch fündig.

 

Auf dem Navi sahen wir, dass wir es gerade noch zum Sonnenuntergang zur Golden Gate Bridge schaffen könnten. Also fuhren wir sofort los und düsten über den Freeway Richtung San Francisco. Leider wurde es nichts mit dem Sonnenuntergang. Diesen verpassten wir äusserst knapp, da wir vor der Golden Gate Bridge noch im Stau standen. Dennoch nahmen wir die Ausfahrt vor der Brücke und fuhren rechts den Hügel hoch. Diesmal fuhren wir etwas weiter als vor zwei Jahren und von dort konnten wir die Brücke und San Francisco in voller Pracht bewundern. Zwar nicht mehr in der Abendsonne, dafür war die Abendstimmung umso schöner.

Wir blieben noch einen ganzen Moment da oben. Anschliessend fuhren wir runter und hielten an einem Aussichtspunkt weiter unten nochmals an. Denn mittlerweile wurde die Brückenbeleuchtung eingeschaltet und Thömu wollte es nun noch mit Langzeitbelichtungen wissen. :-) Als auch diese im Kasten waren, fuhren wir nun über die Brücke nach San Francisco. Nach zweimal Velo nun also auch mit dem Auto. Dafür mussten wir nach der Brücke noch den Zoll von 6$ abdrücken.

 

Dann ging’s rein in die Stadt bis wir schon bald vor unserem Hotel Hilton Union Square standen. Dummerweise hatte es vor dem Haupteingang keinen Parkplatz mehr frei. Was jetzt? Einfach mal um den Block rum. Und siehe da, dann standen wir plötzlich vor der Parkhauseinfahrt. Auch nicht schlecht. Wir fuhren ins Selfparking und parkierten unseren Dodge und luden mal alles aus, was wir tragen können. Anschliessend checkten wir ein und suchten unser Zimmer im Tower 1, im 35. Stock auf. Als erstes genossen wir schon mal den schönen Stadtblick, dann gingen wir aber wieder runter, es war schon nach 20.00 Uhr und wir hatten doch ein kleines Hüngerchen.

 

In einem Jazz-Restaurant fanden wir dann auch ein Plätzchen. Wir bestellten beide das Filet Mignon und ein Glas Cabarnet Savignon. Leider mussten wir ewig darauf warten. Das Essen war dafür dann äusserst Lecker. Um ca. 22.30 Uhr kamen wir dann auch noch aus diesem Restaurant raus, schauten beim Apple noch kurz ins Schaufenster und erhaschten uns einen ersten Blick aufs iPhone 5, bevor wir im Hotel verschwanden.

 

Das geplante packen der Taschen fiel wegen der vorgeschrittenen Zeit und Müdigkeit aus. Also legten wir uns ins Bett und genossen wieder einmal ein Duvet zu haben. :-)

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