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16. September 2012 7 16 /09 /September /2012 22:04

Der heutige Tag startete früh. Da wir gestern für einmal bezeiten ins Bett kamen, stellten wir den Wecker bereits auf 6.45 Uhr. Nach der Morgentoilette begaben wir uns zur Rezeption, wo auch das Frühstück aufgetischt war.

 

Nach dem Frühstück packten wir unseren Plunder ins Auto und fuhren um etwa 8.15 Uhr los. Das erste Ziel war der Saveway im selben Ort. Dort mussten wir noch Zahnpasta und Deo-Nachschub holen. Zudem gönnten wir uns im dortigen Starbucks noch einen Morgenkaffee.

 

Dann starteten wir mit der Umrundung des Olympic Nationalparks. Den ersten Halt machten wir am schönen Lake Crescent. Vom ersten Halt am East Beach, bis zum Letzen an der Westseite des Sees, wurde es immer wie schöner. Tief blaues und sehr klares Wasser, endlose Wälder vom See bis zu den Berggipfeln.

 

Weiter ging die Fahrt der Strasse 101 entlang, bis zur Abzweigung gegen Norden. Dort folgten wir kurvenreich der Nordküste der Olympic Halbinsel bis nach Neah Bay. Da dies Indianergebiet ist, mussten wir beim dortigen Indianermuseum noch ein Permit für 10$ lösen, um uns überhaupt im Reservat bewegen zu dürfen. Der Mensch war hammermässig freundlich, jedes Wort, das er sagen musste, war Eines zuviel…

 

Hauptsache, wir haben bezahlt und so konnten wir nach der Blasenleerung weiterfahren. Nach 7 Meilen endete die Strasse auch einem Parkplatz. Hier packten wir unseren Rucksack und gingen bei Sonnenschein und 9 Grad am Schatten los. Umso näher wir an die Küste runter kamen, je nebliger wurde es im Wald (aba in de Nebel, inna Art Zwüüschawelt). Es war jedoch ein extrem schönes Schauspiel, wie man die Sonnenstrahlen durch den Nebel erkennen konnte. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreichen wir das Cape Flattery. Wenn man Alaska nicht mitrechnet, ist dies der westlichste Punkt des amerikanischen Festlandes. Der Nebel hing da an der Pazifikküste noch ziemlich tief, die Sonne drückte aber. Schon bald konnte man den Leuchtturm auf der vorliegenden Insel Tatoosh erkennen (vorher hat man nur sein Nebelhorn gehört). Auch die schönen Felsinselchen, bewachsen mit Bäumen konnte man schon bald erkennen. Wir genossen die Landschaft und verweilten ein bisschen. Fürs Zmittag hatte es uns hier zu viel Volk, also gingen wir durch den nebligen Wald etwas zurück und fanden schon bald ein schönes Plätzchen an der Sonne mit Blick auf eine kleine Bucht. Wir mampften unser Baguette, welches wir gestern gekauft hatten mit Käse, Schinken und Cherrytomätchen.

 

Zurück beim Auto hiess es, die fast 50 Meilen zurück zur Hauptstrasse 101 wieder in Angriff zu nehmen. Dazu brauchten wir fast eine Stunde, obwohl sich die Fotostopps an der Küste in Grenzen hielten. Aber ein paar Blicke an sehr nahe Vancouver Island konnten wir nicht sein lassen.

 

Als wir wieder beim Highway 101 waren, war das Thermometer schon auf 25°C gestiegen. Wir fuhren aber schon bald wieder in Küstennähe. Als wir beim Parkplatz zum Second Beach ankamen, war das Thermometer wieder auf 12°C gesunken. Von diesem Parkplatz aus marschierten wir wieder über einen Kilometer durch den Wald aba in de Nebel, bis wir den Second Beach erreichten. Der schöne wilde Strand wäre bei Sonnenschein sicher noch schöner gewesen, aber auch der Nebel hatte seinen Reiz. Wahnsinnige Massen an Treibholz (nicht einfach ein paar Äste, nein massenhaft ganze Baumstämme) liegen da kreuz und quer am Strand. Die vorgelagerten Felsen konnte man durch den Nebel zum Teil nur knapp erkennen. Schön war aber der Fels mit dem Loch. Zu gewissen Zeiten scheint da dann am Abend die Sonne durch.

 

Die Zeit war schon ziemlich fortgeschritten und schon jetzt wurde uns klar, dass wir den Mount Rainier NP aus dem Programm kippen, wollen wir die nächsten Tage bis Frisco nicht zu viel Fahrstress haben. Wir machten noch Fahrerwechsel und somit steuerte uns Thömu südwärts. Wir machten noch einen Halt am Ruby Beach, hier solle man bei Ebbe Seesterne an den Felsen sehen. Leider war weder Ebbe noch Flut und wir sahen keine Seesterne. Aber auch an diesem nebligen und kühlen Strand zeigte sich sehr schöne Landschaft. Der Strand ist kein wirklicher Sandstrand, sondern ein halbes Flussbett, so gross sind die Steine da. Und überall liegt auch hier Schwemmholz herum. In einer ruhigen Flusseinmündung hatte Thömu noch sein Freudeli mit „Schiferä“ und war kaum mehr wegzubringen. :-)

 

Zurück beim Auto mampften wir noch unsere Melone, stiegen anschliessen ein und düsten los. Die Strasse führte noch eine Weile der nebligen Küste entlang. Kaum waren wir vielleicht ein bis zwei Kilometer von der Küste weg, zeigte sich wieder stahlblauer Himmel und das Thermometer stieg wieder um 10 Grad. Wir bemerkten, dass wir noch eine ziemlich lange Strecke vor uns haben, bis wir in ein grösseres Kaff kommen werden.

 

Um 19.00 Uhr erreichten wir Aberdeen und machten vor den Toren des McDonalds Halt. Wir loggten uns sofort ins Internet ein und buchten gleich ein Motel in der Nähe. Da wir bei der Anfahrt bei diesem Motel scheinbar schon vorbeigekommen sind, fuhren wir wieder den gleichen Weg durch Aberdeen zurück ins angewachsene Hoquiam.

 

Bevor wir aber dort ankamen, machten wir im Restaurant Duffy’s, welches wir schon bei der ersten Dorfdurchfahrt gesehen haben, noch einen Zwischenhalt, schliesslich hatten wir Hunger. Karin bestellte sich mal Spaghetti und Thömu ein Chicken-Parmesan. Beides schmeckte uns sehr gut.

 

Wir fuhren dann zum Motel Econolodge und gingen zur Rezeption. Der Diensthabende Inder war die nächste Freundlichkeit in Person des heutigen Tages. Immerhin bekamen wir dann ein schönes Zimmer, wie immer im 2. Stock, damit wir alles hochtragen müssen. :-)

 

Dann verbrachten wir den restlichen Abend gemütlich mit Internet, Blogschreiben und Planen für die nächsten Tage.

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