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18. September 2012 2 18 /09 /September /2012 22:17

Wir liessen uns heute um 7.00 Uhr wecken. Moralisch war dies etwas besser, als gestern. :-) Nach der Morgendusche gingen wir zum Frühstück. Dies war hier nicht wahnsinnig reichhaltig, doch das ist ja Wurst. Wir starteten mal mit einer Waffel, da beide Waffeleisen so arbeitslos herumstanden.

 

Nach dem Frühstück checkten wir natürlich aus und begaben uns zum Auto. Dies wurde vollgestopft und dann fuhren wir schon mal los. Die Heizung mussten wir voll aufdrehen, war es heute wieder einmal neblig und kühle 9°C. Unseren ersten Halt machen wir an einem Lookout an der Küste, eigentlich wollten wir nur ein Foto von der nebligen Küstenlandschaft machen, doch dann sahen wir, wie andere Leute mit dem Feldstecher ins Meer hinausschauen. Also, Feldstecher ausgraben, Zoomobjektiv montieren und auch schauen. Und tatsächlich, wir sahen manchmal Wasserfontänen auf dem Meer draussen. Immer wieder tauchten Wale ein bisschen auf und bliesen Wasser aus. Es mussten wahrscheinlich etwa drei Wale gewesen sein, welche Gattung wissen wir nicht.

 

Den nächsten Halt machten wir erst kurz vor Newport am Yaquina Head Lighthouse. Da konnten wir mit unserem Nationalpark-Abi den Eintritt von 7$ ersparen, obwohl das Gelände nicht ein Nationalpark, sondern irgendeine Natural Area. Zuerst gingen wir um den Leuchtturm herum, welcher sich in der nebligen und niesligen Umgebung nicht so recht zur Geltung kam. Anschliessend gingen wir über Treppen an das Ufer runter. Da gerade Ebbe war, konnte man hier um die Gezeitentümpel (Tide Pools) herumschlendern. Ein Ranger erklärte uns sofort, wo wir die beste Sicht auf die bunten Pools haben. Und was wir da sahen war wahnsinnig schön. Da waren zahlreiche Seesterne, Seeigel, Anemonen und Muscheln zu bewundern. Wir bewunderten die schönen Farben und die in der Bucht schwimmenden Seehunde eine ganze Weile und vergassen dabei sogar die Kälte. War es doch immer noch nicht über 10 Grad warm und wir waren eigentlich noch sommerlich unterwegs (kurzärmlig und mit Flipflops).

 

Anschliessend fuhren wir weiter bevor wir in Newport einen Halt beim Starbucks machen mussten. So konnten wir uns mal aufwärmen und kauften uns ausserdem noch ein paar Früchte. Die Seelöwen an einem Pier verpassten wir irgendwie, suchten aber auch nicht weiter, da wir diese ja auch schon in Friso gesehen hatten.

 

Weiter südlich riss der Nebel bei Waldport plötzlich auf und es strahlte die Sonne vom Himmel. Im Beachside Park gingen wir an den Strand und schlenderten ein bisschen herum, genossen einfach den Meerblick, den Strand und die Sonne.

 

Die Sonne war nämlich schon bald wieder weg. Wir kamen zum Cape Perpetua. Mit 240m ist es die höchste Felsnase an der Küste Oregons. Diese erreichten wir über eine äusserst kurvenreiche Strasse. Oben war es ziemlich windig. Trotz Hochnebel genossen wir die Aussicht von einem Steinhäuschen, welches man nach kurzem Fussmarsch erreichen konnte. Unten beim Visitor Center konnten wir noch Spouting Horn anschauen, ein Felsloch das Wasserfontäne und Sirenengeheul verursacht, aber nur bei bestimmten Wasserständen „in Betrieb“ ist. Die Fontäne war bei uns in Betrieb, die Sirene jedoch nicht. :-)

 

Weiter südlich würde man eigentlich gemäss Reiseführer den schönsten Küstenabschnitt befahren. Da alles grau in grau war, war es eben nicht ganz so schön. Dennoch genossen wir die kurvenreiche Fahrt um die Klippen herum und schauten immer wieder mal bei einem Lookout vorbei.

 

Weiter unten erreichten wir die grossen Sanddünen, Oregon Dunes National Recreation Area nennt sich das. Sie umfassen einen über 60km langen Wanderdünengürtel zwischen Pazifik und Hwy 101. Die bis zu 150m hohen Dünen sind zum Teil bewachsen, zum Teil auch nicht. Wir wollten an den Overlook, welcher im Reiseführer beschrieben war, fanden ihn jedoch nicht, plötzlich waren wir an sämtlichen Dünen schon vorbei. Das kann ja nicht sein. Wenden! Auf der Rückfahrt fanden wir doch noch einen Wegweiser, welcher vielleicht der beschriebene Overlook sein könnte. Auf jeden Fall hatten wir da einen Ausblick über die riesigen Sanddünen. Thömu wollte noch um die Ecke schauen und etwas Sand stibitzen. Anschliessend rannte er noch ein bisschen die Dünen rauf und runter, bis er ausser Atem war…

 

Nun war es aber Zeit, etwas wärmere Gefilde, als die kalte, neblige Küstenlandschaft aufzusuchen. Wir fuhren weiter landeinwärts und schon bald zeigte sich wieder die Sonne. Unterwegs kamen wir noch an der Dean Creek Elk Viewing Area vorbei. Da waren sicher etwas 50-100 Hirsche zu sehen, welche aber scheinbar nicht ganz frei waren. Sie gehören zu irgendeinem Programm des Staates um die Hirschpopulation in Oregon wieder zu normalisieren. Nun leben im Staat Oregon wieder über 120'000 Hirsche (Elk).

Bei Scottsburg fuhren wir noch ziemlich nahe an einem Waldbrand vorbei, welchen sie mit Löschhelikoptern am bekämpfen waren.

Später erreichten wir den Freeway I-5, auf welchem wir nach einem Tank- und WC-Stopp bei 30°C Richtung Süden fuhren.

 

Ab Canyonville fuhren wir auf der äusserst schönen und kurvenreichen Strasse 227 Richtung Crater Lake NP. Unser Ziel war Union Creek an der Strasse 62, welches wir bei 23°C kurz vor 19.00 Uhr erreichten. Union Creek war das Dorf auf der Karte, welches dem Crater Lake am nächsten war und da hat es gemäss Franzi ein Hotel/Motel. Schliesslich mussten wir vor dem morgigen Crater Lake-Besuch noch irgendwo pfausen und im NP selber ist gemäss Internet alles ausgebucht. Nach der Fahrt durch den sehr dichten Wald erreichten wir Union Creek. Union Creek ist kein Dorf! Es ist eine kleine Lichtung im Wald mit einem Lodge-Gebäude, einer Beiz und ein paar Cabins. Das ganze sah jedoch sehr idyllisch aus. Es war noch Vacancy angeschrieben, also fragten wir nach einem Zimmer. Viel war nicht mehr frei, wir hatten aber die Wahl von Cabins für 190$, 120$, oder ein Doppelzimmer mit Etagen-WC für 65$. Nach einem kurzen Augenschein im heimeligen Zimmer entschieden wir uns fürs letztere.

 

Wir bezogen das Zimmer und gingen anschliessend über die Strasse zur Beiz Becki’s Café. Dort bestellten wir uns Poulet mir Häbistock, die Vorspeise (für Karin einen Salat, für Thömu die Suppe) war schon inbegriffen. Das Essen schmeckte ganz gut. Im Lodge-Gebäude kauften wir uns noch etwas Kleines für morgen Mittag ein und fragten nach dem Internetpasswort, haben wir nämlich ein WLAN gefunden. Das Passwort bekamen wir ohne weiteres, also sind wir hier sogar online. Kein Telefonempfang, dafür gratis Internet. :-)

 

Also widmeten wir uns im Zimmer noch dem Blog und dem Internet, bevor es Feierabend gab.

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