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10. September 2013 2 10 /09 /September /2013 22:32

Auch heute holte uns der Wecker um 7.00 Uhr aus den Träumen. Schliesslich wollten wir noch vor den Touristenmassen am Moraine Lake sein. Wir bedienten uns am Continental-Breakfast und genehmigten uns auch wieder einmal eine Waffel. 

Anschliessend packten wir ein paar Sachen zusammen und düsten mit unserem Schlitten zum Moraine Lake. Die Touristenmassen waren noch nicht da, der Parkplatz fast leer, ABER auch die Sonne war noch hinter den Bergen. Da stand doch im Reiseführer, dass morgens das beste Fotolicht sei… Zuerst machte Thömu trotzdem ein paar Fotos, die Berggipfel spiegelten sich nämlich schön im See. Dann gingen wir zum Café, wo wir uns zwei Tees bestellten. Der Kaffee war uns mit 5.95$ zu teuer… :-) Den Tee schlürften wir in einer Ecke des Parkplatzes, wo schon Sonne war. Für unser weiteres Programm war es immer noch besser zu warten, als morgen nochmals zu kommen. Das Warten wurde aber äusserst lange, die Berggipfel waren für die Herbstmorgensonne einfach zu hoch.

Um 10.30 Uhr war die Sonne am unteren Teil des Sees bereits da. Dies nutzte Thömu für den gestern plagierten Morgenschwumm abzustatten. Wir suchten ein geeignetes Plätzchen, wo sich Thömu aber ordentlich Zeit liess. Als die Sonne wieder hinter einem Gipfel zu verschwinden drohte, warf er sich in den eiskalten See. Das Wasser war bestimmt unter 10°C, wohl aber näher bei 4 als bei 10 Grad. Nach dem Bad setzten wir uns auf ein Bänkli an der Sonne und beobachteten das Geschehen.

Gegen Mittag war dann doch noch fast der ganze See an der Sonne. Somit konnten wir uns auf den Rockpile-Trail machen. Dieser kurze Weg führt auf den Schutthügel, welcher der Moraine Lake überhaupt entstehen liess. Von diesem Hügel konnten wir die herrliche Aussicht auf den wunderschönen, blauen See geniessen. Dort oben blieben wir wieder eine ganze Weile, wir konnten uns fast nicht satt sehen. :-) Beim Abstieg unterhielt uns noch ein Pika, oder auf Deutsch ein Amerikanischer Pfeifhase. Dieses kleine Viech, sieht einer Maus ähnlicher als einem Hasen. Ist aber etwas grösser als eine Maus. Es lebt in steinigen Gebieten und pfeift häufig ein bisschen herum. :-) Das schreckhafte Tier verschwand bald aber wieder aus unseren Augen. Somit konnten wir den Abstieg beenden und suchten unser Auto auf. 

Danach holten wir uns im Hotel ein paar Sachen für die Wanderung. Dazu fuhren wir an den Lake Lousie und fanden auf dem riesigen Parkplatz überraschend schnell einen Platz. Zu Fuss ging es dann dem Lake Louise entlang, vor dem riesigen Hotel Chateau Lake Louise durch. Anschliessend folgte der Anstieg zum Agnes Lake knapp 400m über dem See. Diesen See erreichten wir nach ziemlich genau einer Stunde und schon fast 4 zurückgelegten Kilometern, nicht allzu steil aufsteigend durch den Wald. Da gibt es noch eine Bemerkung, einer musste beim Aufstieg seiner Freundin noch die Schuhe binden… Sorry Karin, dass du die Schuhe noch selber binden musst. :-o Der kleine Bergsee ist liegt in einem Talkessel, und auch ein Teahouse durfte nicht fehlen. Dummerweise ist uns das Bargeld ausgegangen, somit mussten wir uns ausschliesslich aus dem Rucksack verpflegen. Dies war nicht weiter schlimm, ein Chipmunk hatte seine pure Freude daran, dass wir das Gröibschi aus dem Apfel schnitten und ihm überliessen. Das freche Viech, kletterte an uns hoch um zum Essen zu gelangen. Den Rest des Apfels mussten wir regelrecht verteidigen. :-)
Nach der kleinen Rast am See gingen wir noch ein bisschen dem See entlang, wollten wir ich nicht nur aus dem Gegenlicht ablichten. Die schönen, zum Teil schon verfärbten Lärchen zeigten sich in voller Pracht. Etwas nach 16.00 Uhr war es dann an der Zeit wieder runter zu steigen. Etwas vor 17.00 Uhr erreichten wir wieder den Lake Louise. Nun wollten wir noch den das Chateau anschauen und stogelten etwas im Hotelkomplex herum. Sogar ein Restaurant Walliser Stube fanden wir. :-) Bald hatten wir genug und gingen zurück zum Hotel.

Im Lake Louise Village Grill wurde nebenbei auch chinesisches Essen serviert, dies sah man gut, eine ganze Gruppe Schlitzaugen war gerade beim Essen und veranstaltete einen höllen Lärm. Das Essen war gut und der Lärm nahm nach verschwinden der Chinesen auch massiv ab. Nach dem Znacht gingen wir müde zurück ins Hotel. Dort buchten wir noch zwei Übernachtungen in Banff und gingen frühzeitig ins Bett.

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