Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
11. September 2012 2 11 /09 /September /2012 23:04

Wie es schon bald zur Tradition wurde, weckte uns P!nk um 7.00 Uhr aus dem Tiefschlaf. Aufstehen und ab unter die Dusche. Anschliessend gingen wir in die Lobby, wo wir unser Zmorge nahmen. Wie auch bei den Amis, läuft bei den Kanadiern auch der TV im Frühstücksraum. Dort wurde sogar vom Grasfeuer von gestern berichtet (heute war es draussen rauchfrei, roch aber noch nach Rauch). Wir bedienten uns am Buffet und packten anschliessend unsere Sachen und checkten aus.

 

Da wir noch keine kanadischen Dollars hatten, suchten wir zuerst mal einen Bancomaten. Wir sahen von weitem eine Bank mit Drive-Thru und gingen dort hin. Leider konnten wir da mit unserer Postcard kein Bargeld abheben. Ok, auf zur nächsten. Bei der Scotiabank, welche nur wenige Blocks weiter war, fanden wir einen freundlichen Automaten, der uns Geld gab. Danach konnte die Fahrt endlich losgehen. Zumindest bis zur nächsten Strasse. Dort sahen wir einen Starbucks und mussten natürlich rein. Wer weiss, wie lange keines mehr kommt :o) So, jetzt aber definitiv los!

 

Wir fuhren auf die Autobahn und staunten nicht schlecht, als wir in weiter Ferne, komische Fahrzeuge sahen. Je näher wir kamen, umso grösser wurden unsere Augen… Da fuhren tatsächlich Mähdrescher :o). 7 Stück haben wir überholt – auf der Autobahn, wohlverstanden!! :o)

 

Im Burmis gingen verliessen wir den Highway, denn wir wollten den Loop im Rocky Mountains Forest Reserve machen. Burmis, Beaver Mines, Hillcest Mines. Eigentlich ganz einfach, sah dies auf der Karte aus. Als dann auf einmal die Strasse nicht mehr asphaltiert war, dachten wir zuerst nichts böses, denn auf der Karte war es so eingezeichnet… Wir sahen nirgends etwas angeschrieben, also fuhren wir alles gerade aus. Gelandet sind wir schlussendlich im Castle Mountain Ski Resort – Endstation. Die Strasse war fertig und wir mussten alles wieder zurück. Beim zurückfahren, achteten wir uns nochmals, ob wir die Abzweigung finden – Nööö da war nichts. Ok, dann halt wieder zurück zur Hauptstrasse. :o)

 

In Coleman hatten wir ein Hüngerchen und gingen in den dortigen Subway. Beide bestellten sich ein Footlong-Sandwich. Karin hätte nach der ersten Hälfte bereits genug gehabt, doch aus noch ungeklärten Gründen, hat sie die zweite Hälfte auch noch gegessen. Sie fühlte sich lange als Zwillingsschwester vom Michelinmännchen. :o).

 

Unsere Fahrt ging nun über den 1. Pass des Tages. Dem Crownest-Pass. Der Pass ist auf 1358m.ü.M. und ist der südlichste Gebirgspass der kanadischen Rocky Mountains, an der Grenze der Provinzen Alberta und Britisch Columbia. Dieser Pass liegt auch auf der kontinentalen Wasserscheide (gemäss Wiki :oD) Kurz nach dem Pass gab es bei der Welcome-Tafel zu British Columbia eine Fotosession und wir drehten unsere Uhren bereits eine Stunde zurück, schliesslich hat BC ja eine Stunde mehr Zeitdifferenz zur Schweiz als Alberta.

 

Unser nächster Halt war in Sparwood. Dort war der weltgrösste Lastwagen ausgestellt. Der Terex Titan 33-19. Ein Riesenteil! Er ist 20.09 Meter lang, 6.88m hoch, wenn er die Ladefläche hebt, ist der höchste Punkt bei 17.07 Meter. Vollbeladen wiegt er 600 Tonnen und fährt maximal 48 km/h. Da ist das Geschoss, welches wir in Australien gesehen haben, ein Spielzeugauto dagegen. Im dortigen Visitorisierungszenter liessen wir uns noch über die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg Richtung Vancouver aufklären. Wir bekamen auch anständiges Kartenmaterial und fuhren anschliessend weiter. Karin steuerte uns weiter durch schöne Landschaften bis zur Ortschaft Elko. Dort soll ein schöner See sein, gemäss der Dame im Visitor Center in Sparwood. Wir bogen also im Elko ab, und fanden schon einen See, doch der war eingezäunt und nicht zugänglich. Der andere See, welcher eingezeichnet war, fanden wir nicht, nirgends war etwas angeschrieben… Super – dann halt nicht und alles wieder zurück zur Hauptstrasse. Diesmal war es nicht ein so riesen Umweg, wie der letzte. :o) Karin war nach gefahrenen 336 km k.o. und es gab Fahrerwechsel.

 

Während Thomas nun fit und munter am Steuer sass, schletzte es Karin die Augen zu. Ja, Madame wird bald 30 und braucht wohl wieder ihren Mittagsschlaf :o). Wie sie es gespürt hätte, erwachte sie in Cranbrook und was war das erste, was sie sah? Genau – das Starbucks! Da Thomas auch ein wenig Koffein vertragen konnte, musste Karin auch gar nicht lange betteln. Wir gingen rein und derweilen Karin die Kaffees bestellte, loggte sich Thomas ins Internet ein und suchte nach einem Hotel. Gestern haben wir herausgefunden, dass man über Hotels.ch sogar ein Zimmer für denselben Tag reservieren kann. Wir verglichen die Preise der verschiedenen Anbieter und buchten anschliessend ein Zimmer im Quality Inn in Castlegar. Als unsere Becher leer waren, ging unsere Fahrt weiter.

 

Beim schönen Moyie Lake machten wir noch kurz einen Foto- und Sandstopp. Wieder ging die Fahrt durch schöne, ursprüngliche Landschaften aus Wald, Berge und Wasser. Plötzlich wurden wir durch ein Schild auf die Zeitgrenze aufmerksam gemacht. Wir haben die Zeit doch schon zurückgestellt!??!? Auf der Strassenkarte stellten wir dann fest, dass die Zeitgrenze eben nicht exakt bei der Staatsgrenze ist. Fest steht aber, dass wir sind nun wieder 9 Stunden gegenüber der Schweiz zurückliegen. Unser Pass Nr. 2 war der Kootenay Pass, welcher auf 1775m.ü.M. liegt. Auf dem steilen Weg nach oben, haben wir Lastwagen und Camperlastwagen mit PW mühsam überholt, doch oben war es noch so schön für ein, zwei Fotos und als wir gerade wieder losfahren wollten, haben uns alle wieder eingeholt. Shit :o).

 

Nun war es nicht mehr weit bis zum Endziel Castlegar. Wir überquerten noch kurz den 3. und letzten Pass von heute (Name unbekannt) und suchten anschliessend unser reserviertes Zimmer im Quality Inn auf. Als wir vor der Rezeption stand, sitze hinter dem Tresen Turban-Indianer. Als dieser die ersten Wörter aussprach, kam uns gleich Rajiv mit seinem Chicken Curry in den Sinn :oD. Thomas brachte den Chicken Curry-Släng kaum mehr weg ;o). Wir bekamen unseren Schlüssel und das Passwort für ins Internet und holten unser Sachen aus dem Auto. Unser Zimmer war wieder mal im 2. Stock und ein Lift hatte es auch nicht… :o). Noch kurz etwas Wärmeres anziehen und schon machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Karin lag das Subway-Sandwich noch im Magen und klagte über kein Hunger, derweilen es Thomas schon schlecht war vor Hunger.

 

Da wir etwas ausserhalb vom Zentrum logieren, nahmen wir das Auto und suchten nach einer Beiz. Im City Center fanden wir nur das Café Michael welches uns anlachte, also merkten wir uns das, und fuhren noch in die andere Richtung von Castlegar. Dort war kein Restaurant zu finden und auf Fastfood hatten wir beide nicht Gluscht. So blieb nur das Café Michael. Wir gingen hinein und Thomas bestellte sich ein Gordon Bleu mit Frites und Karin nahm die kleine Lasagne. Das Essen war lecker und sogar das Wasser schmeckte nicht nach Chlor. Nach dem Bezahlen gingen wir auf direktem Weg ins Zimmer, schrieben Blog und wurden nach diesem elend langen Fahrtag (663km!) nicht mehr alt.

Diesen Post teilen
Repost0

Kommentare