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8. September 2013 7 08 /09 /September /2013 22:08

Der 6.30 Uhr-Wecker wurde wegen Regen mal eine halbe Stunde vertröstet. Später standen wir dann doch noch auf, obwohl wir überhaupt nicht gut geschlafen haben. Das Hotel Astoria in Jasper ist nicht empfehlenswert. Es war sehr laut, weil eine Lüftung von einem benachbarten Haus so laut war, dass es uns fast den Schlaf raubte. Dank Oropax konnten wir doch noch ein bisschen schlafen.

Das Frühstück nahmen wir heute im Restaurant des Hotels. Anschliessend räumten wir noch das Zimmer und checkten aus.

Um 8.30 Uhr waren wir dann startklar. Der Himmel hat sich bereits ein bisschen aufgeheitert, was Hoffnung auf einen sonnigen Tag aufkommen liess. Nach einem kurzen Stopp im Supermarkt, verliessen wir Jasper und bogen auf den Icefields Parkway ein. Dem folgten wir mit ein paar Zwischenstopps für Fotos.

Den ersten grösseren Stopp machten wir bei den Sunwapta Falls. Wir begutachteten den schönen Wasserfall mit der kleinen Insel voller Tannen. Wir wollten die Wetteraufhellungen etwas aufholen lassen und kehrten im Restaurant ein und genehmigten uns einen Orangensaft. In Zwischenzeit hat sich der bedeckte Himmel nur bedingt aufgelockert.

Wir fuhren weiter nach Süden. Die Berge waren meisten etwas verhangen, wir versuchten die schöne Landschaft trotzdem zu geniessen. Bald erreichten wir das Columbia Icefields. DIE Sehenswürdigkeit auf der Strecke Jasper – Lake Louise. Zuerst gingen wir in die Touristeninformation, fanden da aber nicht viel Schlaues. Eine Gletschertour mit einem riesigen Gletscher-Car für 50$ machten wir sicher nicht. In einem Nationalpark werden Touristen mit Bussen ein paar Meter auf den Gletscher gekarrt, dort können sie etwas im Eis herumstampfen und schon ist der Spuk vorbei – Nööööö, das unterstützen wir nicht. Unglaublich, dieser Touriauflauf da oben…
Wir fuhren mit dem Auto zum Parkplatz am Fusse des Gletschers und gingen die letzten paar Meter zu Fuss zum Athabasca-Gletscher. Auf dem Weg waren noch Jahrestafel, wann die Gletscherzunge wo war. Der Athabasca-Gletscher schrumpft nicht so stark, wie unsere Gletscher. Die 1982 Tafel ist vielleicht 400m von der jetzigen Gletscherzunge entfernt, diese von 1992 vielleicht 150m. Wir bewunderten dort die schönen Gletscherlandschaften, wie es sie auch bei uns gibt. :-)

Als wir genug gesehen hatten, setzten wir unsere Fahrt fort. Wir überquerten den Sunwapta Pass auf 2030m.ü.M. und wechselten somit in den Banff Nationalpark. Wenige Kilometer später parkierten wir unseren Dodge auf dem Parkplatz des Wanderweges Parker Ridge. Beim Start tröpfelte es noch leicht, doch dann besserte das Wetter. Der Weg führte im Zickzack 250m hoch. Er ging zuerst durch den lichten Tannenwald und nach der Baumgrenze durch schön gelbes und rotes Gestrüpp. Oben auf dem Pass Parker Ridge angekommen, konnten wir ein herrliches Panorama bestaunen. Einerseits auf den unter uns liegende Icefields Parkway und auf der anderen Seite auf den Saskatchewan Glacier, welcher uns ein bisschen an den Aletschgletscher erinnerte. Wir suchten uns ein schöne Plätzchen aus, assen unser Zmittag und genossen anschliessend einfach ein bisschen die Aussicht, das nun anständige Wetter und die nicht touristische Atmosphäre. Thömu brachte eine schreiende, steinalte Jäpslerin noch mit einem „ruä“ zum Schweigen und somit hatten wir wieder unsere Ruhe. :-)
Um16.00 Uhr waren wir nach 2.5h und 4.2km, davon über eine Stunde Pause, wieder beim Auto.

Wir machten noch den einen oder anderen Fotostopp und erreichten um 16.30 Uhr Saskatchewan Crossing – Eine Kreuzung in Niemandsland, mit einem Motel, wo wir für heute eine Übernachtung gebucht haben. Wir checkten ein und bezogen unser urchiges Zimmer.

Da es noch nicht so spät war, fuhren wir noch 6km weiter zum Mistaya Canyon. Eine grosse Kalksteinschlucht des Mistaya Rivers. Ähnlich wie der Maligne Canyon, aber mehr Wasser, tiefer und nicht so gut erschlossen. Da man eigentlich fast nur von einer Brücke runtergucken konnte, hatten wirs bald gesehen und gingen zurück zum Auto und von dort zum Motel.

Im Motel stellten wir fest, dass es kein WLAN hat. Aber bei der Rezeption stand ein Computer, wo gratis im Internet gesurft werden konnte. Wir machten mal eine Grobplanung unserer zweiten Reisehälfte und kamen zum Schluss, dass wir die nächsten zwei Nächte in Lake Louise verbringen werden. Also suchten und buchten wir uns gleich ein Hotel.

Anschliessend gingen wir ins Restaurant, wo wir noch am Buffet bedienten.

 

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